Grafenwöhr
21.05.2018 - 20:04 Uhr

Bundeskanzlerin verleiht Europass: Auslandspraktikum führt zur Bundeskanzlerin

Aus den Händen der Bundeskanzlerin eine Auszeichnung entgegennehmen zu dürfen, davon können nur wenige berichten. Die angehende Erzieherin Theresa Sollner aus Grafenwöhr kommt in diesen seltenen Genuss.

Viel Interesse an dem Auslandspraktikum, das Theresa Sollner (re) absolvierte zeigte Bundeskanzlerin angela Merkel.
Viel Interesse an dem Auslandspraktikum, das Theresa Sollner (re) absolvierte zeigte Bundeskanzlerin angela Merkel.

Grafenwöhr/Berlin. Zusammen mit einer Mitstudentin sollte Theresia Sollner ihr zudem von einem Auslandspraktikum berichten. Während ihres Berlin-Besuches fand eine friedliche Demo statt, wo mit Transparenten eine faire Entlohnung für Erzieher gefordert wurde.

Frau Sollner, wie war Ihr Treffen mit der Bundeskanzlerin?

Theresa Sollner: Es war schon aufregend. Natürlich war bei dem Termin jede Menge Presse da, viele Kameras der großen Fernsehsender waren auf uns gerichtet. Frau Merkel hat sich Zeit genommen, viel Interesse gezeigt und einige Fragen gestellt.

In welchem Rahmen kam Ihr Treffen zustande?

Frau Merkel besuchte während des Europa-Tags die Jane-Addams-Schule in Berlin. Die Caritas-Fachakademie Bamberg, in der ich die Ausbildung zur Erzieherin absolviert habe, ist deren Kooperationspartner. Eine Mitstudentin und ich wurden eingeladen, um unser Auslandspraktikum vorstellen. Anschließend hat uns die Bundeskanzlerin symbolisch den Europass verliehen.

Für was haben Sie den Europass bekommen?

Seit einigen Jahren gibt es unter anderem für angehende Erzieher ein EU-Programm, das "Erasmus+ Programm" zur Förderung allgemeiner beruflicher Bildung und einen europäischen Austausch dazu. Meine Kollegin und ich haben uns da für ein Stipendium bezüglich eines Auslandspraktikums beworben und sind ausgewählt worden. Wir konnten mit Unterstützung des "Erasmus+ Programms" ein siebenwöchiges Praktikum in Bilbao in Nordspanien an einer deutschen Schule machen. Die Pädagogen dort sprachen alle deutsch und es wurde nach dem Berliner Bildungsplan unterrichtet. Durch die spanische Mentalität waren jedoch einige Unterschiede zu erkennen. Die Wochenenden nutzten wir für Ausflüge und hatten dadurch Gelegenheit, Land, Menschen und Kultur näher kennenzulernen.

Können Sie anderen angehenden Erziehern ein Auslandspraktikum empfehlen?

Auf jeden Fall. Für mich und auch meine Kollegin war es eine wertvolle Erfahrung, zu sehen, wie in einem anderen Land mit anderer Mentalität pädagogisch gearbeitet wird. Aus dem Grund finde ich es wichtig, dass das Programm fortgesetzt wird. Derzeit läuft es bis zum Jahr 2020.

Was hat Sie bei dem Treffen mit der Kanzlerin besonders beeindruckt?

Dass sie sich Zeit genommen und auch sehr interessiert nachgefragt hat. Sie hat sich nach den Unterschieden im Bildungsbereich erkundigt und auch zum Schulsystem an der Jane-Addams-Schule. Ich hatte den Eindruck, dass sie die Anliegen Ernst nimmt und auch Vorschläge umsetzen will.

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Weitere Informationen:

www.erasmusplus.de

 
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