14.05.2018 - 18:52 Uhr
HahnbachOberpfalz

Ursulapoppenricht feiert den Umzug eines Heiligenbildes Für Ursula ein Platz ganz oben

Bei der Renovierung der Kirche 1959 gefielen dem damaligen Pfarrer Georg Ruß die Gemälde des heiligen Andreas und der heiligen Ursula wohl nicht so sehr. Er ließ deshalb für beide Seitenaltäre vom Bildhauer Karl Mauermann aus Weiden zwei fast lebensgroße Figuren schnitzen und ersetzte damit die Altarblätter.

Andreas Mertel, Schreiner Klaus Eichenseer, Pfarrgemeinderatssprecherin Maria Koller, Alfons Mertel und Pfarrer Christian Schulz mit dem Bild der heiligen Ursula. Bild: nko
von Redaktion OnetzProfil

Das AndreasBild befindet sich noch in einem weniger guten Zustand auf dem Dachboden. Das Ursula-Bild fristete ein unauffälliges Dasein hinter dem Hochaltar. Bei der Innenrenovierung der Kirche 1997 ließ es die Kirchenverwaltung restaurieren. Dann verschwand es wieder hinter dem Altar, da sich keine Verwendung ergab.

Mittlerweile hat das Bild einen würdigen Rahmen bekommen, gefertigt in der Schreinerei Klaus Eichenseer. Damit hat es nun auch einen schönen Platz neben der Orgel in der Pfarrkirche bekommen. Mit Hilfe von ein paar kräftigen Männerarmen trat Ursula ihren Weg vom Pfarrbüro, über den Kirchplatz und dann mit einer Leiterrutsche hinauf auf die Chorempore an. Dort kann sie nun jeder Kirchenbesucher betrachten.

Gefeiert wurde dieser Umzug nun im Sonntagsgottesdienst, in dem das Gemälde der Schutzheiligen von Pfarrer Christian Schulz geweiht wurde. Nach der Messe traf sich die Gemeinde noch auf dem Kirchplatz, wo sie vom Pfarrgemeinderat bewirtet wurde.

Meinungen

Wussten die Ursulapoppenrichter vom Ursula-Bild hinter dem Hochaltar? Wie finden sie das Gemälde und seinen neuen Platz?

Alfons Mertel wusste nichts von dem Bild hinter dem Altar. Er hält es aber für eine gute Idee, ihm einen würdigen Platz zu geben. Auf der Empore harmoniere das Bild auch farblich gut.

Felicia Kiesel und Miriam Freimuth haben das Ursula-Gemälde während ihrer Erstkommunionvorbereitung vor drei Jahren zum ersten Mal hinter dem Altar gesehen: Den beiden gefällt es gut.

Martin Siegert weiß vom Bild aus dem letzten Pfarrbrief: "Ich find's gut, dass wir die da hinten vorgeholt haben."

Martina Wagner weiß seit etwa 14 Jahren von dem Bild hinterm Altar. Dort sei es aber nicht aufgefallen. Das schön gerahmte, liebliche Bild passe gut an seinen neuen Platz.

Agnes Koch : "Das Bild kenne ich noch von früher - vom Seitenaltar." (nko)

heilige Ursula

Geboren ist Ursula in der Bretagne, gestorben 383 oder 451. Damals töteten die Hunnen in Köln alle Frauen einer Pilgerfahrt - nur Ursula überlebte, denn Hunnenkönig Attila wollte sie zur Frau. Doch sie weigerte sich - ein Pfeil ins Herz tötete sie. Die Legende sagt: Ein Heer von 11000 Engeln vertrieb die Hunnen. (nko)

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.