19.05.2018 - 17:30 Uhr
Oberpfalz

Trotz eines 3:1-Siegs in Hof SpVgg SV Weiden muss in die Relegation

Die Schützenhilfe aus dem Süden bleibt aus: Mit 3:1 gewinnt die SpVgg SV Weiden in Hof - und muss dennoch den nervenaufreibenden Weg in die Relegation antreten.

Florian Reich (Mitte) schaut betreten drein, Thomas Wildenauer (links) wendet sich ab: Nach dem Schlusspfiff in Hof konnten sich die SpVgg-SV-Spieler nicht über den 3:1-Sieg freuen. Der Gang in die Relegation bleibt ihnen nicht erspart. Bild: A. Schwarzmeier
von Alfred Schwarzmeier Kontakt Profil

Hof. Um in letzter Minute den direkten Verbleib in der Bayernliga Nord doch noch zu schaffen, hätte es für die SpVgg SV Weiden am letzten Spieltag zweier Dinge bedurft: Einerseits einen eigenen Sieg, zum anderen in der Süd-Gruppe eine Niederlage des TSV 1860 München II. Die Weidener trugen ihren Teil bei und setzten sich dank einer beeindruckenden Leistung am Freitagabend mit 3:1 (1:0) bei der SpVgg Bayern Hof durch. Allerdings war auf den TuS Holzkirchen kein Verlass, da dieser über ein 0:0 gegen die "kleinen Löwen" nicht hinauskam. Damit geht der TSV 1860 II als bester Bayernliga-14. durchs Ziel und schickt Weiden in die Relegation.

"Es sollte nicht sein", haderte SpVgg-SV-Trainer Florian Schrepel nach dem Schlusspfiff in Hof ein Stück weit mit dem Schicksal. Sofort nach dem Abpfiff waren alle verfügbaren Smartphones auf der Weidener Bank auf Hochtouren gelaufen. Nach bangen Minuten des Wartens lieferten alle Live-Ticker aber dasselbe ernüchternde Ergebnis: Die SpVgg SV muss in die Saisonverlängerung.

"Wir haben richtig gut gespielt", zollte Schrepel seiner Mannschaft ein verdientes Lob nach dem fünften Sieg in den letzten sechs Partien. "Die Spieler haben alles umgesetzt, was wir besprochen haben. Deshalb ist es auch bitter, dass es nicht gereicht hat." Nun sei es das Wichtigste, die Enttäuschung aus den Köpfen zu bekommen. "Wir müssen uns sofort wieder konzentrieren", forderte Schrepel. "Und wir müssen mit der gleichen Leidenschaft und Freude wie in den letzten Spielen an die kommenden Aufgaben herangehen."

Wenn die Schwarz-Blauen in der Relegation die gleiche Leistung abrufen wie in Hof, dann muss ihnen nicht bange sein. Der Gast präsentierte sich kampf- sowie willensstark und zeigte über 90 Minuten eine ansprechende Leistung. Die hochgelobte Hofer Offensive mit Top-Torschütze Tomas Petracek (20 Saisontore) konnte sich gegen die kompromisslose Weidener Defensive kaum in Szene setzen.

Bereits nach zwei Minuten hätten die Gäste vorlegen können, aber der Schiedsrichter verweigerte der SpVgg SV nach einem Foul an Benjamin Werner einen klaren Elfmeter. Nach knapp einer halben Stunde schlug aber dann Adam Hajek zu. Der Tscheche behauptete sich in einem Zweikampf und ballerte das Leder aus rund 20 Metern zum 1:0 ins Netz. Nach dem Wechsel beschränkte sich die SpVgg SV nicht auf das Halten der knappen Führung, sondern schaltete nach Balleroberung sofort in den Offensivmodus. Patrik Kavalir (51.) und erneut Hajek (74.) schraubten das Ergebnis gegen konsternierte Hofer auf 3:0. Dass Matej Kyndl noch verkürzte (78.), fiel nicht weiter ins Gewicht. Unter normalen Umständen hätte ein klarer Derbysieg für lauten Jubel im Weidener Lager gesorgt. Stattdessen stapften die SpVgg-SV-Spieler enttäuscht und mit ernsten Gesichtern in die Kabine.

Nun heißt es abzuwarten, welchen Gegner die Auslosung der Bayernliga-Relegation (Sonntag, 10 Uhr, in der Continental-Arena Regensburg) bringt. Der Modus sieht drei Gruppen mit je vier Mannschaften vor. Nur der Sieger der beiden Qualifikationsrunden spielt in der Saison 2018/19 in der Bayernliga. Die Einteilung der Gruppen, die nach regionalen Aspekten vorgenommen wird, gibt der BFV vor der Auslosung bekannt. Mögliche Kontrahenten für die SpVgg SV könnten der TSV Buch (Vizemeister der Landesliga Nordost), der ASV Vach (Vizemeister Landesliga Nordwest) oder Ligakollege 1. FC Schweinfurt 05 II sein.SpVgg Bayern Hof: Guyon, Vogel, Seiter, Feulner, Oxenfart (46. Dartsch), Winter, Schraps, Müller (46. Knoll), Fiebiger, Kyndl, Petracek (72. Özdemir)

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