28.03.2018 - 16:04 Uhr

Bruno Ponnath referiert über Afrikanische Schweinepest Saufang als Pilgerstätte der Menschen

Jagdpächter Bruno Ponnath informierte bei der Jagdversammlung im Saal des Gasthauses Vetter die Jagdgenossen über die Afrikanische Schweinepest. Bürgermeister Josef Etterer erklärte das Biberproblem an der Haidenaab.

Jagdpächter Bruno Ponnath informiert die Jagdgenossen über die Afrikanische Schweinepest, deren Übertragungswege und wie man eine weitere Verbreitung unterbinden kann.
von C. & W. RupprechtProfil

Jagdvorstehers Gerhard Veigl berichtete über die Beseitigung der Wild-Flurschäden. Dabei hätte sich der Wiesenglätter bewährt. In allen anderen Fälle konnte ebenfalls eine gütliche Einigung erzielt werden. Vom Jagdpachtschilling gehen 500 Euro auf das Wegebaukonto und der Rest sind als Reserve für eventuell auftretende Wildschäden gedacht.

Etterer lobte das gute Verhältnis der Jagdpächter und Jagdgenossen zur Gemeinde. Ein ernstzunehmendes Problem sei mittlerweile die Biberfamilie, die entlang des Aubachs und der Haidenaab wütet. Die Gemeinde habe deswegen die Genehmigung der Bejagung oder des Fangs der Biber beantragt. Allerdings sei dazu jeweils die Genehmigung des Eigentümers erforderlich. Die Größe der entstandenen Schäden lassen leider keine andere Wahl mehr.

Von drei großen Drückjagden im Dezember berichtete Ponnath. Auch die Maisjagden seien erfolgreich gewesen. Kein Verständnis hat er allerdings, "wenn einfach die aus Sicherheitsgründen notwendigen Absperrungen an Wegen entfernt werden und anschließend durchgefahren wird". Der installierte Saufang wurde wieder abgebaut, da er sich zur Pilgerstätte entwickelt hätte. Dies habe dazu geführt, dass "die Menschen am Saufang waren, aber die Schweine nicht mehr". Insgesamt sei der Saufang sehr aufwendig bei einem nur mäßigen Erfolg.

Ponnath informierte auch über die Afrikanische Schweinepest (ASP). Die ASP sei eine hochansteckende Virusinfektion und deshalb eine anzeigepflichtige Tierseuche. Sie führe zu einer hohen Sterblichkeit in Haus- und Wildschweinpopulationen. Sie führe in nahezu allen Fällen etwa innerhalb einer Woche zum Tod der infizierten Tiere. "Der Mensch ist für die Krankheit nicht empfänglich."

Die Ansteckung erfolgt durch direkten Kontakt oder indirekt über die Futteraufnahme. Der Mensch übertrage die Schweinepest über Schweinefleischprodukte beziehungsweise Speisereste im Abfall. Als Gegenmaßnahmen wurden unter anderem die Aufklärung des Personengrenzverkehrs, die Aufhebung der Schonzeit für Keiler und Bachen, Sondergenehmigungen für Nachtzielgeräte, Abschussprämien und die Einrichtung von Sammelstellen für Aufbruch und Schlachtabfälle eingeleitet. "Die Angst wegen der ASP führte dazu, dass Schwarzwild fast nicht mehr verkäuflich ist", bedauerte Ponnath.

Die Angst wegen der Afrikanischen Schweinepest führte dazu, dass Schwarzwild fast nicht mehr verkäuflich ist.Jagdpächter Bruno Ponath
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.