06.04.2018 - 16:22 Uhr
KemnathOberpfalz

Acht Kemnather stellen sich den Anforderungen des Atemschutzleistungsbewerbs Alle Handgriffe sitzen

Sie gehen da rein, wo andere raus laufen. Atemschutzgeräteträger suchen und retten Mensch und Tier aus verrauchten Gebäuden, löschen Brände an vorderster Front. Körperliche und psychische Belastbarkeit, modernste Ausrüstung und viel Übung sind dafür die Voraussetzungen.

Stefan Koller und Peter Wolf (von links) sowie Lukas Haberkorn, Marco Filbinger, Nick Danowski und Bastian Götz (von rechts) legten die erste Stufe des Atemschutzleistungsbewerbs mit Erfolg ab. Silber gab es für Thomas Daubitz und Alexandra Müller (Dritter und Vierte von links). Bild: mde
von Michael DenzProfil

Die gefährlichsten Einsatzaufgaben bei der Feuerwehr bewältigen Atemschutzgeräteträger. Sie sind giftigem Rauch, extremen Temperaturen sowie nicht vorhersehbaren psychischen und physischen Belastungen ausgesetzt. Acht Aktive der Feuerwehr Kemnath stellten sich den Anforderungen des Atemschutzleistungsbewerbs.

Hierfür gab es bei der Abnahme des Abzeichens, die der Bezirksfeuerwehrverband (BFV) Oberpfalz in Vohenstrauß austrug, "Bronze" und "Silber" für die acht Brandbekämpfer aus Kemnath. Insgesamt fünf Stationen gab es bei der Abnahme durch die "Rauchtaucher" zu meistern.

Person retten

Das Aufnehmen der Ausrüstung und des Atemschutzgeräts stand zu Beginn der Prüfung an. "Mit der Zeit im Nacken" mussten sich die Brandschützer mit dem Pressluftatmer, der Atemmaske und Flammschutzhaube sowie den grundlegenden Ausrüstungsgegenständen ausrüsten.

Im weiteren Teil der Prüfung galt es, eine Personenrettung aus einem Obergeschoss vorzunehmen. Annahme war ein Gasaustritt, bei dem eine verletzte Person mit einem Tragetuch aus dem Gefahrenbereich gerettet werden musste.

Das fachgemäße Vorgehen zur Brandbekämpfung in einem Gebäude mussten die Atemschutzträger beim "Innenangriff" unter Beweis stellen. Hierbei waren die Türen aus gedeckter Stellung zu öffnen, sowie die Vornahme und selbstständige Verlegung der Schlauchleitung über zwei Geschosse und das sichere Vorgehen im Trupp auszuführen.

Die Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft des Atemschutzgeräts sowie eine umfassende Gerätekunde bildeten den Abschluss der praktischen Prüfung. Einsatzgrundsätze und Fachwissen aus dem Bereich des Atemschutzes meisterten die Brandschützer im theoretischen Teil ebenfalls mit Bravour.

Jede Sekunde zählt

Nebst des regulären Übungsbetriebs nimmt die Fortbildung der Atemschutzgeräteträger einen besonderen Stellenwert ein. Im Ernstfall zählt jede Sekunde und die Handgriffe müssen sitzen. In mehreren besonderen Übungseinheiten trainierten die Kemnather zudem für diese Prüfung.

Die Ausbildung in der Vorbereitung für diese Abnahme übernahmen Markus Busch, Florian Braunreuther und Michael Denz. Das Atemschutzleistungsabzeichen des BFV Oberpfalz/Niederbayern in Bronze (Stufe 1) tragen nun Nick Danowski, Marco Filbinger, Bastian Götz, Lukas Haberkorn, Stefan Koller und Peter Wolf an ihrer Uniform. Alexandra Müller und Thomas Daubitz erhielten für ihre erneute Teilnahme das silberne.

Die Teilnehmer bewiesen ihren hohen fachlichen Ausbildungsstand und bekamen nicht nur die Abzeichen und Urkunden, sondern fuhren auch viel Lob von den Bewertern ein. Vor allem das routinierte, ruhige, aber zügige abarbeiten der gestellten Aufgaben wurde an den Stationen deutlich hervorgehoben.

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