26.02.2018 - 20:00 Uhr
Kemnath

Kommandant Peter Denz zieht Bilanz über Einsätze, Übungen und Wartungsarbeiten 6200 Stunden für die Sicherheit

150 Mal rückt die Feuerwehr Kemnath im vergangenen Jahr aus. In der Bilanz von Kommandant Peter Denz zeigt sich: Auf Brände entfällt lediglich etwa ein Fünftel der Einsätze.

Bei der Jahreshauptversammlung im Foyer der Kemnather Mehrzweckhalle zog Kommandant Peter Denz seine Bilanz für das Jahr 2017. Gestaltet wurden die Vorträge hierbei erstmalig durch Bildschirmpräsentationen, welche mit Fakten und Bildern versehen waren.
von Michael DenzProfil

Unter Berücksichtigung der 78 Übungs- und Ausbildungsdienste sprach Peter Denz in der Jahreshauptversammlung von tausenden von Stunden an ehrenamtlicher Arbeit der Aktiven. 3106 Stunden zählte der Kommandant alleine bei den Einsätzen. Diese gliederten sich auf in 91 technische Hilfeleistungen (THL), 34 Brände, darunter der eines landwirtschaftlichen Gebäudes in Eisersdorf am 6. Januar 2017, sowie weitere zwei Großbrände. Dazu kamen 12 Sicherheitswachen und der Nofi-Lauf mit über 200 Einsatzkräften, der "gemeinsam von allen Feuerwehren und Hilfsorganisationen mit Bravour gemeistert wurde".

Bei einer Einsatzübung im Landkreis Bayreuth mit einem angenommenen Zugunfall kamen die Kemnather Atemschutzträger bei einer Personenrettung aus einem Tunnel zum Einsatz. Weiter berichtet Denz von zwölf sonstigen Tätigkeiten, bei denen Einsatzmittel der Feuerwehr angefordert wurden.

13 Teilnehmer besuchten Lehrgänge an den Staatlichen Feuerwehrschulen. Je ein Brandschützer nahm am Lehrgang für Verbandsführer, Gerätewart, Drehleitermaschinist, ABC-Dekontamination und Öffentlichkeitsarbeit teil. Den Aufbaulehrgang THL für Führungskräfte, sowie die Kurse zum Gruppen- und Zugführer und "Verantwortung für Führungskräfte nach den Unfallverhütungsvorschriften" besuchten je zwei Feuerwehrleute.

Als Träger von Chemiekalienschutzanzügen, Maschinist für Löschfahrzeuge und Tragkraftspritzen sowie als Atemschutzträger besuchte je ein Mitglied Lehrgänge auf Landkreisebene. Je zwei Aktive waren beim Motorsägen-, Absturzsicherungs- und Sprechfunkerlehrgang dabei. Drei junge Aktive stellten sich dem Feuerwehrgrundlehrgang "MTA Basis", vier Floriansjünger besuchten ein ganztägiges Fachsymposium sowie den "Dialog für Führungskräfte" teil.

20 Mitglieder ließen sich bei der "Grundschulung MP Feuer" im neuen Verwaltungsprogramm für Mannschaft, Fahrzeuge, Übungen, Schutzausrüstung und Gerätschaften schulen. 16 Teilnehmer zählte die Leistungsprüfung "Die Gruppe im Löscheinsatz" in verschiedensten Stufen. Fortbildungszwecken dienten die Besuche der Fachmessen "Rettmobil" in Fulda und "Florian" in Dresden.

Gut 3109 Ausbildungsstunden summierte der Kommandant bei 78 Maschinisten-, Absturz-, Atemschutz wie Gemeinschaftsübungen am Standort in Kemnath. Weitere Schulungen für den Führungsdienst absolvierten die Gruppen- und Zugführer. Hinzu kam eine Übungen mit der Jugendgruppe und den Kötzersdorfer Brandschützern.

Den "Conrad-Dietrich-Magirus-Award" in Ulm sowie eine Besichtigung des Magirus-Werks besuchte eine achtköpfige Delegation. Im Kalender standen ebenfalls Delegiertenversammlungen auf Bezirks- und Landesebene, Versammlung des Kreisfeuerwehrverbandes, Dienstversammlungen für die Kommandanten, Workshops des Kreisbrandinspektors Otto Braunreuther, Begehungen von Objekten zum vorbeugenden sowie die Brandschutzerziehung für Kinder und Schulklassen .

Die neun Einsatzfahrzeuge und vier Anhänger legten 2017 insgesamt 17990 Kilometer zurück. Im April stellte man einen neuen Kommandowagen in Dienst. Zudem konnte im Juli der "V-LKW" als neue Katastrophenschutzfahrzeug nach Kemnath überführt werden. Es wird diesen Sommer offiziell übergeben.

Weiterhin nahmen die Kameraden laut Denz etliche Wartungen, Reparaturen, Umbauten und Prüfungen vor. "Der Aufwand hierfür schlägt sich mit rund 1500 Arbeitsstunden in der Statistik nieder." Dank sagte er allen Kameraden für die Zusammenarbeit sowie den Dienst am Nächsten, den Familien und Partnern für Verständnis, der Stadtverwaltung, dem Bürgermeister mit Stadtrat sowie den weiteren Hilfsorganisationen.

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