14.05.2018 - 20:10 Uhr
KemnathOberpfalz

Unternehmensplanspielwettbewerb bei Siemens Healthineers Vom Student zum Chef

Zahlreiche Studenten und junge Führungskräfte aus Bayern trafen sich, um als Vorstände eines virtuellen Unternehmens innerhalb kürzester Zeit einen Betrieb neu auszurichten und unter Zeitdruck Entscheidungen zu treffen. Lisa Heinrich, Florian Beer, Thomas Gassner, Olivia Stiehl und Matthias Schirbel vom Siemens-Healthineers-Firmenteam konnten sich mit ihrem Konzept durchsetzen.

Lisa Heinrich (von links), Florian Beer, Thomas Gassner, Matthias Schirbel und Olivia Stiehl siegen beim Unternehmensplanspielwettbewerb. Elisabeth Bayer und Professor Dr. Josef Duttle gratulieren. Bild: hwk
von Autor HWKProfil

Bereits zum dritten Mal fand der sogenannte Master-Cup bei Siemens in Kemnath statt. Teams der Hochschulen Amberg-Weiden, München und Neu-Ulm sowie ein Firmenteam von Siemens Healthineers traten im Wettstreit gegeneinander an. Personalleiterin Elisabeth Bayer eröffnete die Veranstaltung. Sie stellte den Studenten unter anderem High-Tech-Produkte von Siemens Healthineers vor.

Anschließend startete der Kampf im Planspielwettbewerb um Kunden: neue Märkte erobern, Großhändler bedienen und an Ausschreibungen teilnehmen, die Entwicklung von Tablet-PCs vorantreiben, die Produktion mit einem umweltfreundlichen Maschinenpark planen und entsprechend Mitarbeiter einstellen, das alles lag in den Händen der Teams, die als Vorstände in verschiedenen Unternehmen als Konkurrenten auf den Markt für Tablets agieren mussten.

Die Studenten mussten die Posten der bisherigen Vorstände der Smart AG, eines Unternehmens, das Tablet-PCs herstellt, übernehmen. Die ersten Entscheidungen galten der strategischen Neuausrichtung der Firma, einer etwaigen Namensänderung des Unternehmens sowie der Verankerung von Corporate-Social-Responsibility (CSR) im Unternehmen. Gleichzeitig mussten Entscheidungen über die umweltfreundliche Erneuerung des Maschinenparks und Instandhaltung getroffen werden. Das Festlegen taktischer Entscheidungen zum Marketing-Mix, der Fertigungsmenge, den Aufwendungen für Trainingsmaßnahmen der Mitarbeiter bis hin zum Einkauf, haben die jungen Frauen und Männer ins Schwitzen gebracht. Aber auch die pünktliche Abgabe dieser Entscheidungen führte dazu, dass die jungen Vorstände geistig wie körperlich in Bewegung blieben.

Der von Prof. Dr. Josef Duttle initiierte Planspielwettbewerb in Bayern versetzt Studenten in Führungspositionen von virtuellen Unternehmen, sie lernen unter Zeitdruck Entscheidungen zu treffen. Dies geschah jedoch nicht in einer trockenen Vorlesung, sondern im fördernden Wettstreit. "Learning by doing" stand bei allem im Vordergrund, ein Erlebnis- und Erfahrungswissen, das im Studium nicht vermittelt werden kann. Das Feedback am Ende der zweitägigen Veranstaltung zeigte, dass der Spaß ganz oben stand, wobei der Lerneffekt nicht zu kurz kam.

Nicht nur wirtschaftlich Denken und Handeln, auch die Zusammenarbeit im Team sowie professionelles Präsentieren standen auf der Agenda. Die Jahreshauptversammlung der Smart AG musste innerhalb von zwei Stunden vorbereitet werden, im Anschluss blieben den Teams nur acht Minuten, um die Jury von ihrem Unternehmen zu überzeugen.

Nach fünf Wirtschaftsquartalen und der Firmenpräsentation siegte das Team von Siemens in Kemnath. Dieses ist nun qualifiziert für den Champions-Cup Bayern am 10. und 11. Oktober bei der IHK Regensburg.

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