28.01.2018 - 20:00 Uhr
KönigsteinOberpfalz

Königsteiner CSU hält Übernahme des Defizits für sinnvoll Naturbad nicht zur Disposition

Erst in die Kirche, dann zum Frühschoppen: So hält es die Königsteiner CSU beim Start ins neue Jahr. Vorsitzender Klaus Hafner nutzt diese Gelegenheit zu einer kommunalpolitischen Bestandsaufnahme.

Gesprächsbereit zeigten sich beim Neujahrsfrühschoppen (von links) CSU-Vorstandsmitglied Roland Sollner, Ortsverbandsvorsitzender Klaus Hafner, Bezirksrat Martin Preuß, Landtagsabgeordneter Harald Schwartz und der Königsteiner Bürgermeister Hans Koch. Bild: exb
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Themen, wie die Sanierung des Anwesens Sulzbacher Straße 2 und der Stadelreihe oder das neue Baugebiet, griff er einer Pressemitteilung zufolge beim CSU-Neujahrsfrühschoppen im Königsteiner Hof auf. Ebenso tat er dies mit dem Breitbandausbau, der interkommunalen Zusammenarbeit mit der Gemeinde Hirschbach und mit dem geplanten Wasserverbund mit der Sigl-Sigras-Gruppe. Auch die Dorfplatzsanierung in Kürmreuth oder der Umbau am Kneippbecken in Königstein und die Umstellung auf LED-Beleuchtung, die Ende Februar 2018 über die Bühne gehen soll, sprach der Vorsitzende an.

Schwarze Null das Ziel

Die Zuzahlungen der Marktgemeinde an die Marktwerke GmbH für das Heizwerk hätten sich von anfänglich über 90 000 auf 25 000 Euro reduziert. Hafner führte das auf den weiteren Ausbau und neue Anschlüsse zurück. In den nächsten Jahren werde die schwarze Null angestrebt und erreicht, war er überzeugt.

"Weit und breit gibt es kein einziges Bad, das ohne Defizit zu betreiben ist", bezog Hafner zu den jährlichen Ausgaben von 140 000 Euro für das Naturbad Stellung. Eine benachbarte Stadt bezahle allein für den laufenden Betrieb ihres Freibads 350 000 Euro. Anstehende Investitionen seien hier noch gar nicht berücksichtigt. "Unsere Bürger und unsere Kinder und Jugendlichen in der Marktgemeinde sind es uns allemal wert", betonte der Sprecher. Schließlich beschwere sich auch niemand über die 160 000 Euro, die im laufenden Jahr als gemeindlicher Anteil an den Betriebskosten des Kindergartens erwartet würden.

Beschädigte Forst- und Wanderwege im Bereich Kürmreuth und Königstein/Breitenstein sprach Hafner gezielt an. Für ihn verstehe es sich von selbst, wenn die Wege nach Abschluss der Arbeiten im Frühjahr wieder instandgesetzt werden. Dabei seien alle Beteiligten gefordert.

Ein wichtiges Thema war für den Vorsitzenden auch die beantragte Verlegung der Bushaltestelle am Naturbad in Richtung des Erwin-Badstuber-Gedenksteins. Derzeit blockierten haltende Linienbusse die Verkehrsinsel und versperrten aus Richtung Eschenfelden kommenden Verkehrsteilnehmern die Sicht. Nicht zuletzt weil Schüler dort im Wind und Regen ausharren müssten, habe der Marktrat eine Verlegung an einen sicheren Ort einstimmig befürwortet.

Stark gemacht habe sich die CSU für die Sperrung der Engen Gasse in Kürmreuth. Ortsunkundige Lkw-Fahrer hätten dort wiederholt Rangierschäden hinterlassen. Weitere Anträge betrafen das E-Mobilitätskonzept des Landkreises oder einen Stromanschluss am Marktplatz.

Erst im Finale gestoppt

Kulturelle Höhepunkte 2017 seien das Frankenpfalz-Kletterfestival, das Konzert Rock im Bad und die dreitägige CSU-Jugendfreizeit gewesen. Als große Gemeinschaftsleistung würdigte Klaus Hafner die Bewerbung um das Bayern 3-Dorffest, bei der es Königstein bis ins Finale schaffte.

"Die Marktgemeinde Königstein kann sich in keinster Weise über mangelnde Unterstützung durch den Freistaat Bayern beklagen", sagte Hafner abschließend. Er erwähnte den Breitbandausbau, die Zuschüsse für Baumaßnahmen und die Stabilitätsbeihilfe von 500 000 Euro.

Über diesen Zuspruch freute sich der Landtagsabgeordnete Harald Schwartz (CSU). Die Förderung des ländlichen Raums verfolge auch der künftige Ministerpräsident Markus Söder vehement. Der Ausbau des Mobilfunks werde ebenfalls vorangetrieben. Noch immer gebe es in vielen Regionen Funklöcher, die mit 5000 zusätzlichen Sendeanlagen geschlossen würden.

In der Diskussion um die Straßenausbaubeiträge verstehe er das Verhalten der Freien Wähler nicht ganz, sagte Schwartz. Bei der vor einigen Jahren getroffenen Härtefallregelung wäre im Frühjahr 2018 ohnehin eine Bewertung vorgenommen worden. "Diese vorgezogene Wahlkampfstrategie ist der Sache nicht unbedingt förderlich", meinte Schwartz.

Weit und breit gibt es kein einziges Bad, das ohne Defizit zu betreiben ist.Klaus Hafner

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