Kirwa vom 26. bis zum 29. August – Startschuss fällt am Samstag – Am Dienstag spricht ...
Köfering steht vor dem Ausnahmezustand

Gut vorbereitet sind die jungen Kirwapaare, wenn am Wochenende in Köfering der Ausnahmezustand um sich greift. Bild: ads
Kultur
Kümmersbruck
24.08.2017
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Köfering. "In Köfering is Kirwa, mei liaber...". So lautet auch heuer der Leitspruch für die Tage von Samstag bis Dienstag, 26. bis 29. August. Da herrscht im ganzen Dorf Ausnahmezustand. Seit Wochen fiebert Köfering dem alljährlichen Höhepunkt entgegen, für den die Kirwaleut ein attraktives Programm mit namhaften Bands auf die Beine gestellt haben.

Kirwalaune holen sich die Paare schon bei der intensiven Vorbereitung auf das Austanzen während eines Kurses. Gerade an diesen Abenden lag die steigende Spannung auf das Kirwawochenende geradezu in der Luft.

Am Samstag, 26. August, ist es soweit: Dann fällt der Startschuss. Den Burschen und Moidln steht in aller Früh ein harter Arbeitseinsatz bevor, wenn der gestiftete Kirwabaum zunächst aus dem Wald eingeholt wird. Am Festplatz wird er dann von den Kirwaleuten nach einer deftigen Stärkung geschält und mit Kränzen geschmüclt. Anschließend müssen alle kräftigen Köferinger Männer ran, um mit geballter Muskelkraft das Wahrzeichen in die Senkrechte zu hieven. Nach getaner Arbeit verlagert sich das Haupttreiben in das Festzelt zum Vergnügen und Mitfeiern.

Die Kirwaband D'Quertreiber sorgt ab 20 Uhr für die richtige Stimmung. Da dürfen die Paare nicht fehlen. Sie lassen nach dem Einzug im Zelt ihre Tanzkünste aufblitzen. Danach geht's auf den Kirwatisch zum Tanzen und Singen.

Kaum Zeit zum Schnaufen

Der Sonntag wird um 9 Uhr im Festzelt mit einem feierlicher Gottesdienst eingeläutet, den die Musikkapelle Ursensollen umrahmt. Anschließend ist Frühschoppen und Mittagstisch. Zum Verschnaufen bleibt den Burschen an diesem Tag kaum Zeit. Nach der kräftigen Mittagsstärkung wird sich wieder am Dorfplatz versammelt, um die Partnerinnen von daheim abzuholen: Dabei wird jedes Moidl aus dem Haus zum Pferdegespann getragen, wobei in voller Vorfreude schon ordentlich gesungen und getanzt wird.

Wenn alle Paare komplett sind, kommt es um 15 Uhr zum großen Höhepunkt: dem Austanzen des Baumes. Die Paare geben ihre Künste zum Besten und führen die einstudierten Tänze auf. Lustige Stimmungslieder und G'stanzln über amüsante Dorfgeschichten dürfen dabei auf keinen Fall fehlen. Musikalisch unterstützt werden die jungen Leute von den Allerscheynst'n. Beim abschließenden Walzer wird das neue Oberkirwapaar ermittelt, das den Einzug ins Zelt anführt, wo die Musiker von "Power Hoch 5" am Nachmittag ab 16 Uhr für Kirwastimmung sorgen.

Am Montag ist noch Kondition gefragt, denn für die Paare startet mit einem zünftigen Frühschoppen im Sportheim der Endspurt. Spätestens ab 12 Uhr geht es wieder rund, wenn das Bärentreiben ansteht.Mit zünftiger Musik zieht der Bär in Begleitung der restlichen Kirwaleut und Kinder durchs Dorf. An jedem Haus wird Halt gemacht und die Kirwaleut werden mit Küchln, Wurstsemmeln aber auch genügend Flüssigem verpflegt.

Längst nicht Schluss

Ab 20 Uhr spielt die Band "SaKrisch" im Festzelt zum Einzug der Paare und sorgt dann für richtige Stimmung, bis gegen 22 Uhr der schmucke Baum verlost wird. Aber danach ist noch längst nicht Schluss. Zum Finale gibt die Band ihr Bestes, die Paare feiern und tanzen am Tisch. Selbst wenn die Band irgendwann aufhören muss, heißt das noch lange nicht das Ende des Festes, denn in der Bar und im Sportheim kann man sich auf eine lange Nacht einstellen.

Wie im Wahljahr 2013 wird die Kirwa auch heuer wieder um einen Tag verlängert. Zum politischen Abend ist am Dienstag nämlich WirtschaftsStaatssekretär Albert Füracker ab 19 Uhr zu Gast im Zelt. Am späten Abend ist dann aber alles vorbei.
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