Lengenfeld. "Das war kein Standard mehr", befand Bürgermeister Roland Strehl vor vier Jahren schon mit der Absichtserklärung, ein neues Haus zu bauen. "Dass das damals kein Lippenbekenntnis war", konnte er nunmehr belegen, denn das neue Verwaltungsgebäude wurde jetzt offiziell eingeweiht. Und soll mindestens 40 Jahre seinen Dienst tun.
So ziemlich alle waren dabei: Der mittlerweile im Ruhestand befindliche Werner Bauriedl als einstiger Bauamtsleiter, sein Nachfolger Alexander Greiner, Planer und Architekt Manfred Steininger, die am Bau beteiligten Firmen, die Mandatsträger der Gemeinde, das Bauamt, und zur kirchlichen Segnung Pfarrer Wolfgang Bauer und sein Amtskollege Bernd Schindler. Bauhofleiter Bernhard Kodalle und seine Mitarbeiter haben ein völlig neues Arbeitsgefühl: modernes Büro, sanitäre Anlagen getrennt für Männer und Frauen, Aufenthaltsraum, Küche, eine Hackschnitzelheizung, mit der quasi kostenlos mit dem Holz geheizt wird, das der Bauhof während eines Jahres innerhalb der Gemeinde absägt.
Kurze Bauzeit
"Besprechungsraum, EDV-Anlage, viele Kilometer Kabel wurden verlegt. Der Lengenfelder Bauhof ist auf dem neuesten Stand in Sachen Technik", sagte Architekt Manfred Steininger. Von einer relativ kurzen Bauzeit, auch wegen der guten Zusammenarbeit aller Beteiligter, sprach der Planer, der daran erinnerte, beim Richtfest im Juli 2017 sei noch die Rede von der Eröffnung Dezember 2017 gewesen.
"Das wäre auch gegangen, aber wir wollten das nicht krampfhaft durchziehen, sondern austrocknen lassen." Es hat nichts geeilt, und mittlerweile arbeitet der Bauhof ja schon zwei Monate im neuen Domizil.
Der Schlüssel wurde symbolisch an Bernhard Kodalle übergeben. Was jetzt noch fehlt, sind Zaun und ein neues Tor und dann im September für die Öffentlichkeit ein Tag der offenen Tür. "Es hat keinen Unfall gegeben, es wurde unter dem Strich gute Arbeit geleistet", berichtete der Architekt, und danach gab's im Bauhof ein zünftiges Grill-Einweihungsfest.
Chronologie und Details
Ursprungsbau: 1974
Anbau Sozialräume: 1975
Neubau-Planung: Mai 2016
Beschluss im Gemeinderat zum Neubau: 6. Dezember 2016
Abbruch altes Gebäude: April 2017
Baubeginn: Mai 2017
Richtfest: 24. Juli 2017
Kosten: Rund 600 000 Euro
Nutzfläche: 300 Quadratmeter
Umbauter Raum: 1600 Kubikmeter
Klimatisierung mit Fußbodenheizung
Hackschnitzelheizung














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