11.01.2018 - 21:46 Uhr
LeuchtenbergOberpfalz

Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 22 bei Wieselrieth mit Auto und Sattelzug Dreijährige bleibt unverletzt

Eine 48-jährige Polo-Fahrerin löste mit dem Überfahren der Stopp-Stelle in die Bundesstraße 22 bei Wieselrieth am Donnerstagabend einen folgenschweren Unfall aus. Dabei verletzten sich drei Menschen mittelschwer, ein Mensch leicht. Während der Anfahrt zum Unfallort ereignete sich mit dem kürzlich neu installierten Einsatzfahrzeug der Helfer vor Ort ein weiterer Verkehrsunfall. Aber dazu später.

Der Polo blieb total demoliert liegen. Drei Insassen wurden mittelschwer verletzt und ein Kind kam mit dem Schrecken davon, genauso wie der Hund, der mit im Fahrzeug saß.
von Elisabeth DobmayerProfil

Kurz nach 19 Uhr war die aus dem Gemeindebereich Theisseil stammende Autofahrerin von der Autobahn A 6 in die B 22 eingebogen. Dabei übersah sie einen aus Richtung Oberviechtach herannahenden Sattelzug. Das schwere Gefährt, das rund acht Tonnen Maschinenteile für Elektrostapler geladen hatte, erfasste den mit vier Personen und einen Hund besetzten Kleinwagen mit voller Wucht. Dadurch schleuderte das Fahrzeug um die eigene Achse und blieb auf der linken Fahrbahnseite total demoliert liegen. Der 18 Meter lange Sattelzug, den ein 35-Jähriger aus Neustadt/WN steuerte, fuhr rund 50 Meter weiter. Dann kam er nach links von der Fahrbahn ab, steuerte fast im rechten Winkel über eine rund acht Meter hohe Böschung und blieb in der angrenzenden Wiese stehen. Der Fahrer wurde leicht verletzt.

Das dreijährige Mädchen im Polo hatte vermutlich tausend Schutzengel, hieß es an der Unfallstelle: Denn es blieb unverletzt. Eine weitere 38-jährige Insassin erlitt mittelschwere, eine Jugendliche (17) kam mit leichten Verletzungen davon. Die Notärzte Werner Duschner und Andreas von Bohlen, die Besatzungen von vier Rettungswagen und zwei Helfer vor Ort (HvO) unter Einsatzleitung von Christian Solfrank kümmerten sich um die Unfallbeteiligten und brachten sie nach der Erstversorgung ins Klinikum Weiden. Auch die Helfer vor Ort bekamen einen Schreck: Bei der Anfahrt zum Unfallort stieß der Fahrer des neuen Einsatzwagens kurz vor dem Parkplatz bei Leuchtenberg auf der B 22 mit einem unbekannten Gegenstand zusammen. Der Sachschaden ist erheblich.

Die Vohenstraußer Jungfeuerwehrleute Adrian Walbrunn und Corbinian Kraus nahmen den kleinen Hund aus dem Polo in ihre Obhut: Durch die Karambolage bekam er einen Kanister Scheibenschutzmittel ab. Aus dem demolierten Dieseltank des Lastwagens liefen rund 200 Liter Treibstoff. Mitarbeiter von Wasserwirtschaftsamt und Straßenmeisterei wurden verständigt. Die Strecke war über gut eine Stunde gesperrt. Laut Polizei beläuft sich der Schaden an den Fahrzeugen auf rund 20 000 Euro. Im Einsatz waren die Wehren aus Vohenstrauß, Lerau, Tännesberg, Leuchtenberg, Oberköblitz sowie aus Oberwildenau. Kreisbrandinspektor Johann Rewitzer und die Kreisbrandmeister Martin Weig und Christian Demleitner koordinierten die Einsatzkräfte.

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