30.08.2017 - 14:17 Uhr
NeualbenreuthOberpfalz

Ausbau beim Schlosshotel Ernestgrün in Neualbenreuth Mehr Platz für große Feste

Zukunft statt Dornröschenschlaf ist im Schlosshotel angesagt. Mit dem Bau einer Orangerie ist der romantische Ort bald auch für sehr große Gesellschaften gut gerüstet.

Auf der Baustelle erläutert Hoteldirektor Rudolf Schmid das Vorhaben für den Bau der Orangerie, von der aus die Gäste einen schönen Blick auf Park und Teich haben. Bild: enz
von Autor ENZProfil

 Dem Schlosshotel Ernestgrün wohnt durch altes Gemäuer, das Geschichte erzählt, und einen dazugehörigen verwunschenen Park großer Zauber inne. Dennoch liegt es nicht im Dornröschenschlaf. Alles mit Leben zu erfüllen und in die Zukunft zu führen, ist das Ansinnen des "Schlossherren", Hoteldirektor Rudolf Schmid.

Seine Aktivitäten kann man nicht treffender als mit Hermann Hesse beschreiben: "Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise, mag lähmender Gewöhnung sich entraffen." So tut sich viel im und um das Schloss: Der Park wurde gelichtet und gibt nun den Blick auf alte schöne Bäume und Baumgruppen frei. Hier werden noch Wege angelegt und Sitzgruppen sowie ein Grillplatz eingerichtet. Auch Büsche und Hecken werden nach und nach in Form gebracht.

Im Mittelpunkt des 1,4 Millionen umfassenden gesamten Bauvolumens aber steht der Bau einer Orangerie. Bis Ende des Jahres soll sie fertiggestellt sein. Dafür wurden viele Kubikmeter Erde aufgefüllt, um das Höhen-Niveau auf dem etwas abschüssigen Gelände dem Hotelbau und dem alten Schloss anzugleichen.

Gang aus Glas

Zur Orangerie wird vom Hotel ein Zwischengang aus Glas führen. Am Ende des Ganges entstehen im Hotel ein Küchentrakt, ein Kühlraum sowie behindertengerechte Toiletten. Das neue Gebäude bietet nach Fertigstellung bis zu 200 Gästen Platz für Veranstaltungen, Seminare oder Tagungen. Mit runden oder eckigen Tischen soll variabel - dem Anlass entsprechend - die Einrichtung gestaltet werden. Diesen lichten Pavillon mit zwei Glasseiten wird eine Terrasse umgeben. Bereits jetzt ist die Orangerie für das kommende Jahr von Mitte April bis Mitte September an jedem Wochenende für Hochzeiten ausgebucht.

Zwei E-Tankstellen

Ein weiteres Ziel mit Blick auf die Zukunft ist die Errichtung von zwei Tesla- und einer normalen E-Tankstelle. Auch wird vor dem alten Schloss die Terrasse vergrößert und das insgesamt 65 000 Quadratmeter große Grundstück Stück für Stück in das Gesamtkonzept mit einbezogen. Und dieses Konzept hat der Hoteldirektor klar vor Augen: Den Gästen die Region mit ihren zahlreichen Freizeitmöglichkeiten, die geprägt ist von Egerländer und Oberpfälzer Traditionen, erlebbar zu machen.

Hier hat er schon viel erreicht und betont dabei, dass das nur mit Hilfe seiner guten Mitarbeiter möglich war. Ein Blick auf die Speisekarte mit ihren regionalen Rezepten und Zutaten spricht Bände. Ein besonderes Ereignis ist das an jedem Freitag stattfindende Grenzlandbüfett - ein kulinarisches Potpourri aus Egerländer, böhmischen und Oberpfälzer Spezialitäten. "Ich freue mich ganz besonders, dass jetzt auch viele Einheimische unsere Angebote wahrnehmen", sagt Rudolf Schmid mit Blick auf weitere Veranstaltungen wie Grillabende, Weinfest, Sonntagsbrunch oder Familienfeiern.

Doch besonders die kontinuierliche Erhöhung der Übernachtungszahlen ist für den gelernten Koch und studierten Hotelbetriebswirt ein festes Ziel. So arbeitet er mit verschiedenen Reiseveranstaltern zusammen und hat das Hotel dem Marketingverbund "Ringhotels" angeschlossen. Hier wird das Motto "Heimat-Genuss" in den Mittelpunkt gestellt. Dafür hat Rudolf Schmid den Satz von Herbert Grönemeyer "Heimat ist kein Ort - Heimat ist ein Gefühl" ergänzt um "und Heimat-Genuss ist von diesen Gefühlen eines der schönsten." Zu diesem Genuss-Gefühl soll jeder Gast gern wiederkommen, demnächst auch in der Orangerie.

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