17.05.2018 - 17:00 Uhr
Oberpfalz

Nach 40 Jahren kommt ein original Oberpfälzer Western wieder auf die Leinwand Wilder Ritt auf Drahteseln durch Newchurch City

Nach 40 Jahren kommt ein Original Oberpfälzer Western wieder auf die Leinwand

Showdown in Newchurch City: Ein echter "Western von gestern". Und dank einer Spezialfirma in den USA kann man diese Film-Perle, vor 40 Jahre auf Super 8 gedreht, heute noch genießen.
von Autor RTWProfil

Eine stimmigere Kulisse hätte die Truppe um Sigi Melchner nicht wählen können: Durch den historischen Ram-Saal waberte Bratwurstduft, als sich Schauspieler, Techniker und Komparsen 40 Jahre nach Entstehung des Oberpfälzer Westerns "Gold Rush in Newchurch City" wiedersahen.

Mit ihnen waren Angehörige, Freunde und Gäste gekommen, um zu erfahren, wie es im Wilden Westen wirklich war: Genau das versprach der Vorspann des Films im Untertitel. Melchner erläuterte die Entstehung des Super-8-Streifens, eine spontane Idee, die Melchner, Peter Aures und Herbert Turetschek 1977 hatten.

Es sollte aber fast ein Jahr dauern, bis der Film abgedreht, geschnitten und zur Vorführung bereit war. 1984 wurde nachträglich eine Tonspur angefügt. Nach vielen Jahren in der Versenkung erinnerte man sich an das Werk und erkannte, dass nur eine Digitalisierung die Fragmente aus Zelluloid noch retten könnte. Dies gelang 2005 - jedoch nur noch bei einer Spezialfirma in den USA.

Dank moderner Technik stand damit einer Vorführung von "Goldrush in Newchurch City" nach über 40 Jahren nichts mehr im Wege. So nahm das Drama um eine riesigen gefunden Goldklumpen seinen Lauf. Kaum entdeckt, treten Neider auf den Plan, um den Schatz zu rauben. Auch die ehrbaren Bürger um den Sheriff können das nicht verhindern. Mehrmals wechselt das Gold seinen Besitzer, ohne je einen davon glücklich zu machen. Die Handlung wird bestimmt von wilden Raufereien, Verfolgungsjagden, die in Ermangelung von Pferden auf Fahrrädern durch die Landschaften rund um Neukirchen führten, und der Begegnung von Cowboys und Indianern. Der anwesenden "Generation Smartphone" wurde schnell klar, dass die Jugend damals gänzlich andere Einfälle zur Freizeitgestaltung hatte als heutzutage.

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