12.07.2021 - 15:56 Uhr
Oberpfalz

Abbacoustica auf der Luisenburg: Ein Abend voll Abba

Abba-Songs in der Form "unplugged" lieferten die Künstler von "Abbacoustica" am Sonntag auf der Luisenburg ab.
von Holger Stiegler (STG)Profil

47 Jahre ist her, dass die erst zwei Jahre zuvor gegründete Band Abba den Eurovision Song Contest mit „Waterloo“ im englischen Brighton für sich entscheiden konnte. Ein Sieg, der, im Unterschied zu heute, das Fundament für eine internationale Karriere legte. Um die Musik von Abba ging es auch am Sonntagabend auf der Luisenburg: Dort stand die Band „Abbacoustica" auf der Bühne – und wie der Name schon andeutet, ging es dabei ausschließlich „unplugged“ zu. Vier Stimmen und ein Pianist ließen das Werk der schwedischen Version der „Fab Four“ aufleben. „Aufs Wesentliche reduziert und mit etwas Freiheit arrangiert“, schickten die Künstler ihrer Performance voraus.

Und so wurde es – wenn man so will – ein „Best of“ von Abba-Songs, eine Reise durch das insgesamt zehnjährige Wirken des nach wie vor erfolgreichsten schwedischen Exportschlagers in Sachen Musik. Das war alles sehr fein arrangiert und stimmlich sehr gut umgesetzt worden. So genau weiß man bekanntlich immer noch nicht, ob es von Agnetha, Anni-Frid („Frida“), Benny und Björn in diesem Jahr etwas Neues zu hören gibt – es ist zwar angekündigt, aber noch ohne Datum. Da bieten dann Konzertabende wie dieser einen recht guten Ersatz: Annette Hessel, Ramona Akgören, Jo Schleker und Viktor Silvester Wendtner sowie Musikalischer Leiter und Pianist Stefan Wurz ließen jetzt zwar das Original nicht vergessen, aber sorgten doch für einen ziemlich runden Abend.

Ohrwurm reihte sich an Ohrwurm. Einen Abend lang lebte der Disco-Pop wieder auf, ein Gefühl der 70er und frühen 80er Jahre machte sich breit im Zuschauerraum. Gänzlich verzichtet haben die Künstler auf die Kostüme der damaligen Zeit. In die ein oder andere Choreographie hätte man vielleicht noch etwas mehr Liebe zum Detail stecken können und den beiden Männern hätte man neben der vorhandenen äußerst guten Stimme etwas weniger Statik gewünscht. Aber sei’s drum – die Musik und deren Interpretation zählte: Bei „I have a dream“ konnte auch das Publikum trotz Masken einbezogen werden und nicht wenige wippten, klatschten und sangen bei Gassenhauern wie „The winner takes it all“, „Thank you for the music“ und „Chiquitita“ begeistert mit. Viel Applaus gab es zum Abschluss von den nur spärlich erschienen Zuschauern.

Abba-Songs in der Form "unplugged" lieferten die Künstler von "Abbacoustica" am Sonntag auf der Luisenburg ab.
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