24.10.2019 - 20:33 Uhr
Deutschland und die WeltOberpfalz

Achte Generation des VW Golf fährt auf die Wolfsburger Bühne

Seit 45 Jahren baut Volkswagen den Golf. Das wichtigste Auto der Wolfsburger und meist verkaufte Auto des Landes fährt Ende des Jahres in seiner neuesten Generation vor. Wir waren bei der Präsentation dabei.

von Michael Ascherl Kontakt Profil

Er ist das wichtigste Auto im VW-Konzern und soll es bis zum Durchbruch der alternativen Antriebe auch bleiben: der Golf. VW hat am 24. Oktober 2019 in der Autostadt in Wolfsburg die achte Generation des Topsellers präsentiert. Das Auto wird für weniger als 20 000 Euro angeboten und ist schon in der Basis voll digitalisiert und immer online. Den Golf wird es nur als Fünftürer geben. Neben in den Abgaswerten nochmals reduzierten Diesel- und Benzinmotoren bietet VW zwei Plugin-Hybride mit einer elektrischen Reichweite von 60 Kilometern an. Eine ausschließlich batteriebetriebene Version wird es nicht mehr geben - diese Rolle übernimmt der neue VW ID.3. Seit dem Start der ersten Auflage 1974 verkaufte Volkswagen weltweit rund 36 Millionen Golf. Der Konzern feierte die Premiere mit viel Prominenz: Peter Maffay, Jogi Löw und Giorgetto Giugiaro, der Designer des ersten Golf, waren unter ihnen. Dazu das Schauspielerehepaar Andrea Sawatzki/Christian Berkel, Filmproduzent Oliver Berben, die Frauenfußballerinnen Lena Goeßling und Almuth Schult vom Vfl Wolfsburg, Ex-Fußballprofi Pierre Littbarski und Schauspieler Max von Thun.

Grundversion heißt jetzt "Golf"

Das Ausstattungsspektrum beginnt mit dem „Golf“. Bereits hier unter anderem serienmäßig: LED-Scheinwerfer und LED-Rückleuchten, „Keyless Start“ (schlüsselloses Startsystem), digitale Instrumente und ein 8,25-Zoll-Infotainmentsystem, die mobilen Online-Dienste und -Funktionen von „We Connect“ und „We Connect Plus“, ein Multifunktionslenkrad, die Climatronic (Klimaautomatik), der Spurhalteassistent „Lane Assist“, ein neuer Abbiegeassistent, der „Front Assist“ (Umfeldbeobachtungssystem), ein vorausschauendes Fußgängerschutzsystem und Car2X (lokale Kommunikation mit anderen Fahr-zeugen und der Verkehrsinfrastruktur).

„Life“

Die Individualisierungsstufe „Life“ beinhaltet über „Golf“ hinaus unter anderem 16-Zoll-Leichtmetallfelgen, eine Exterieur-Ambientebeleuchtung inklusive Logo-Projektion auf den Untergrund, eine Schnittstelle zum induktiven Laden des Smartphones, „Wireless App-Connect“ (drahtlose iPhone-Integration), eine Interieur-Ambientebeleuchtung in 10 Farben, eine Mittelarmlehne vorn, den „ParkPilot“ als Einparkhilfe sowie das automatisch aktivierte Autobahn-licht und Stadtlicht.

„Style“

In der neuen Topausstattung „Style“ gehören zusätzlich respektive abweichend von den „Golf“- und „Life“-Features folgende Details zur Serienausstattung: 17-Zoll-Leichtmetallfelgen, zusätzliche Chromumfänge im Exterieur (u.a. Trapez-Endrohre und seitliche Fensterbrüstung, Sportsitze vorn mit Sitzmittelbahnen in „ArtVelours“ (Fahrerseite als ErgoActive-Sitz mit elektrischer Einstellung), Lederlenkrad und Lederschaltknauf, Außenspiegeleinstellung mit Memory-Funktion, Interieur-Ambientebeleuchtung in 32 Farben, LED-Scheinwerfer mit Abbiegelicht, Allwetterlicht, LED-Rückleuchten mit animierter Blinkfunktion, eine „Air Care Climatronic“ mit 3-Zonen-Temperaturregelung, der „Travel Assist“ und der Spurhalte-assistent „Lane Assist“.

„R-Line“

Die neue „R-Line“-Version ist die sportlichste Ausstattung des neuen Golf. Für den Vorgänger gab es verschiedene „R-Line“-Pakete. Sie werden in einer neuen Konzeption für den achten Golf durch die „R-Line“-Ausstattung ersetzt. Analog zu „Style“, gehören auch hier die Ausstattungsinhalte von „Golf“ und „Life“ zur Basiskonfiguration. Darüber hinaus wird die „R-Line“-Version durch folgende Features geprägt (Auszug): 17-Zoll-Leichtmetallräder des Typs „Sebring“, „R-Line“-spezifische Stoßfänger, Schwellerleisten in hoch-glänzendem Schwarz, Diffusor im Heck, Top-Sportsitze mit „R“-Sitzbezügen in Stoff/Microfaser mit integrierten Kopfstützen, Interieur-Ambientebeleuchtung in 32 Farben, Sportfahrwerk, Progressivlenkung, Fahrprofilauswahl, Dachhimmel in Schwarz, Schalthebelknopf in Alu, Multifunktionslenkrad mit gelochtem Leder, „R-Line“-spezifische Zier- und Kontrastnähte sowie Pedalerie und Fußstütze in Edelstahl gebürstet.

Performance-Modell mit eHybridantrieb

Im Rahmen der Weltpremiere des achten Golf bietet Volkswagen bereits einen Ausblick auf den 2020 debütierenden Golf GTE – ausgestattet mit einem 180 kW / 245 PS starken eHybridantrieb. Das auf Performance ausgelegte Modell differenziert sich im Exterieur durch ein Ambientelicht (unter anderem beleuchtete Lamellen im Kühlergrill), GTE-spezifische Stoßfänger, spezielle 17-Zoll-Leichtmetallräder, rote Bremssättel, einen eigenen Diffusor im Heck, einen ebenfalls eigenen GTE-Dachspoiler sowie verbreiterte Seitenschweller von den übrigen Modellen. Ein Sportfahrwerk, GTE-Schriftzüge sowie sogenannte LED-Performance-Scheinwerfer und eigenständige LED-Rückleuchten komplettieren die Exterieur-Ausstattung. Im Interieur gehören unter anderem Sportsitze mit integrier-ten Kopfstützen, ein pulsierender Starttaster für den eHybridantrieb sowie GTE-spezifische Stoffe, Applikationen und Details (u.a. Touch-Multifunktions-Sportlenkrad, GTE-Schaltknauf, Edelstahl-Pedalerie) zur exklusiven Serienausstattung. Ebenfalls Serie: eine spezifische GTE-Einstellung des mit 30 Farbtönen ausgestatteten Ambientelichts.

Technologien können nachgerüstet werden

Unabhängig von der gewählten Ausstattung gilt: Als Novum werden die Technologien an Bord des Golf erstmals nicht nur update-, sondern in vielen Fällen auch up-gradefähig sein – nachträglich freischaltbar („We Upgrade“). So können unter anderem die automatische Distanzkontrolle „ACC“, der Fernlichtassistent „Light Assist“, die Navigation, „App-Connect“ (Smartphone-Apps einbinden), „Wireless App-Connect“ (kabellos iPhones-Apps einbinden), ein WLAN-Hotspot und die Sprachbedienung künftig nachträglich aktiviert werden.

Der digitalisierte Arbeitsplatz

Der neue Golf ist ein Automobil, das sich stärker als je zuvor mit seinen Besitzern vernetzt. Die Basis dafür bilden serienmäßig digitale Instrumente („Digital Cockpit“) mit einem 10,25 Zoll großen Display, ein Infotainmentsystem (8,25-Zoll-Touchscreen mit Online-Anbindung) und ein Multifunktionslenkrad. Durch die Fusion des „Digital Cockpits“ und des Infotainmentsystems entsteht eine neue, durchgängig digitale Architektur. Optional kann der digitale Arbeitsplatz des Fahrers mit einem von zwei 10-Zoll-Infotainmentsystemen ausgebaut werden. In Verbindung mit dem großen Navigationssystem „Discover Pro“ entsteht so das „Innovision Cockpit“. Darüber hinaus ist ein Windshield-Head-up-Display erhältlich. Windshield steht für ein Head-up-Display, bei dem die Informationen direkt in die Windschutzscheibe und somit virtuell vor den Fahrer projiziert werden. Neu gestaltet, zusammengefasst und intuitiver bedienbar wurden auch die Licht- und Sicht-Funktionen: Das Licht sowie die Heizung der Front- und Heckscheibe werden nun über ein digitales Tastenfeld links von den Instrumenten bedient. Eine perfektionierte Ergonomie kennzeichnet auch die Mittelkonsole: Insbesondere in Verbindung mit dem nun deutlich kleineren Shift-by-Wire-Schaltknauf für das Direktschaltgetriebe (DSG) wird dieser Bereich cleaner denn je. Dieses Bild setzt sich in der neuen Dachkonsole fort; auch hier wurde die Bedienung – inklusive eines Touch-Sliders für das optionale Panoramaschiebedach – digitalisiert. Für einen perfekten Klang an Bord sorgt ein optionales 400-Watt-Sound-System von Harman Kardon.

Vernetztes Info- und Entertainment

Alle Infotainmentsysteme des Golf sind an eine Online-Connectivity-Unit (OCU) gekoppelt, die mit einer eSIM ausgestattet ist. OCU und eSIM ermöglichen den Zugriff auf ein permanent wachsendes Spektrum von online-basierten Funktionen und Dienstleistungen, die über das markeneigene Ecosystem „Volkswagen We“ bereitgestellt werden. Dabei serienmäßig im neuen Golf nutzbar: das Spektrum von „We Connect“ (für eine zeitlich unbegrenzte Nutzung vorbereitet) und „We Connect Plus“ (in Europa zur kostenfreien Nutzung für ein oder drei Jahre vorbereitet). Für Unternehmen wurde der optionale Service „We Connect Fleet“ entwickelt – ein digitales Fuhrparkmanagement.

„We Connect“ beinhaltet folgende Funktionen:

Mobiler Schlüssel“ (ausstattungsabhängig / Entriegeln, Verriegeln und Start des Golf via kompatiblem Smartphone), Pannenruf, Fahrzeugstatus, Türen & Licht, Automatische Unfallmeldung, Fahrzeugzustandsbericht, Fahrdaten, Parkposition, Service-Terminplanung.

„We Connect Plus“ beinhaltet ausstattungsabhängig zusätzlich zum Spektrum von „We Connect“ folgende Funktionen:

Gebietsbenachrichtigung, Geschwindigkeitsbenachrichtigung, Hupen & Blinken, Online-Diebstahlwarnanlage, Online-Standheizung, Online-Standlüftung, Verriegeln & Entriegeln, Abfahrtszeiten (bei Plug-in-Hybridantrieb), Klimatisierung (bei Plug-in-Hybridantrieb), Laden (bei Plug-in-Hybridantrieb), Online-Verkehrsinformation plus Gefahreninformation, Online-Routenberechnung, Tankstellen und Ladestationen, Online-Kartenaktualisierung, Parkplätze, Online-Sonderzielsuche, Onli-ne-Sprachbedienung, We Deliver (macht den Golf zum Empfän-ger von Lieferungen und Dienstleistungen), Webradio, Medien-Streaming, WLAN-Hotspot.

„We Connect Fleet“ bietet folgende Funktionen:

Digitales Fahrtenbuch, digitales Tankbuch, Fahreffizienz, GPS-Ortung & Routenverlauf, Verbrauchsanalyse, Wartungsmanage-ment.

Künftig wird das Smartphone zum Fahrzeug-schlüssel. Und auch hier ist „We Connect“ die Schnittstelle. Über die „We Connect“ App werden kompatible Smartphones von Samsung dafür eingerichtet und via Infotainmentsystem und als Hauptnutzer einmalig via vTAN autorisiert. Um das Smartphone als mobilen Schlüssel zu nutzen, wird keine Mobilfunkverbindung benötigt. Zum Öffnen reicht es, das Smartphone analog zum Schließ- und Startsystem „Keyless Access“ in die Nähe des Türgriffs zu bringen. Um den Motor zu starten, wird das Smartphone in der Mittelkonsole (Koppelbox) abgelegt. Zudem wird es möglich sein, den „Mobilen Schlüssel“ an Freunde oder Familienmitglieder zu versenden, damit auch sie ihr Smartphone als Schlüssel nutzen können.

Die personalisierten Einstellungen werden im Golf direkt und auf Wunsch via Cloud gespeichert, um sie nach einem Fah-rer- respektive Fahrzeugwechsel wieder abzurufen. Gespeichert werden je nach Ausstattung die Einstellungen des „Innovision Cockpits“, der Sitzposition, der Außenspiegel und Klimaanlage, des Ambientelichts und des Coming-/Leaving-Home-Lichts.

Die neuen Antriebssysteme

Das Antriebsprogramm des neuen Golf beinhaltet Benzin-, Diesel-, Erdgas- (CNG), Mild-Hybrid- und Plug-in-Hybridantriebe. Alle Otto- und Dieselmotoren sind Direkteinspritzer mit Turboaufladung. Ihr Leistungsspektrum wird nach dem Anlauf aller Motoren zwischen 66 kW / 90 PS und mehr als 221 kW / 300 PS liegen. Acht Antriebsversionen kommen erstmals im Golf zum Einsatz. Darüber hinaus wurde für die frontgetriebenen Modelle ein neues, effizientes 6-Gang-Handschaltgetriebe entwickelt, durch das die CO2-Emissionen weiter reduziert werden.

Benziner (TSI)

Die TSI-Motoren wird es in der ersten Phase der Markteinführung in vier Leistungsstufen geben. Sie leisten 66 kW / 90 PS, 81 kW / 110 PS, 96 kW / 130 PS und 110 kW / 150 PS. Die Versio-nen mit 90 PS und 110 PS sind 1,0-Liter-Dreizylindermotoren, die erst-mals im Golf zum Einsatz kommen. Die TSI mit 130 PS und 150 PS sind 1,5-Liter-Motoren; ihr besonderes Kennzeichen ist eine temporäre Zylin-derabschaltung (ACT). Alle Motoren bis 130 PS verbindet das effiziente „TSI-Miller Brennverfahren“ und ein Turbolader mit variabler Turbinen-geometrie (VTG). Die TSI-Motoren sind serienmäßig mit einem manuellem Getriebe gekoppelt; ab 110 PS werden sie auch als Mild-Hybridantriebe (eTSI) mit 48V-System und Doppelkupplungsgetriebe konfigurierbar sein. Zeitversetzt folgen werden zudem drei 2,0-Liter-TSI-Motoren für den Golf GTI, Golf GTI TCR und Golf R sowie ein 1,5-Liter-TGI für den Betrieb mit Erdgas (CNG) und Benzin.

Diesel (TDI)

Neu entwickelt hat Volkswagen die zwei Turbodieseldirekteinspritzer des achten Golf. Die 2,0-Liter-TDI leisten 85 kW / 115 PS und 110 kW / 150 PS. Beide TDI-Motoren werden mit Schaltgetriebe sowie DSG und im Fall der 150-PS-Version mit dem Allradantrieb 4MOTION bestellbar sein. Der Wirkungsgrad der Motoren konnte optimiert und der CO2-Ausstoß damit verringert werden; gleichzeitig wurde das Ansprechverhalten verbessert. Dank eines neuen Twindosing-SCR-Systems mit doppelter AdBlue-Einspritzung werden zudem die Stickoxid-Emissionen um bis zu 80 Prozent im Vergleich zum Vorgänger reduziert. Die neuen TDI gehören somit zu den saubersten Verbrennungsmotoren der Welt, so VW. Folgen wird zudem ein Performance-TDI im neuen Golf GTD.

Mild-Hybrid (eTSI)

Als Weltpremieren debütieren die drei eTSI (Mild-Hybridantriebe) des Golf. Ein 48V-Riemen-Startergenerator, eine 48V-Lithium-Ionen-Batterie und die neueste Generation der TSI-Motoren perfektionieren dabei die Performance und senken den Kraftstoffverbrauch. Die stets mit einem 7-Gang-DSG gekoppelten Mild-Hybridantriebe wird es mit 81 KW / 110 PS, 96 kW / 130 PS und 110 kW / 150 PS geben. Die eTSI verfügen über eine leis-tungsfähige Energierückgewinnung (Rekuperation). Das 48V-System ermöglicht es zudem, mit komplett abgeschaltetem Verbrennungsmotor zu „segeln“ und dadurch nochmals Kraftstoff zu sparen. Der Wiederstart des Motors ist dank des 48V-Systems deutlich komfortabler. Darüber hinaus bieten die eTSI durch das elektrische Boosten eine gute Anfahrperformance.

Plug-in-Hybrid (eHybrid)

Das eHybrid-Programm wird sich in eine reichweitenoptimierte Version mit 150 kW / 204 PS und eine auf Performance ausgelegte GTE-Variante mit 180 kW / 245 PS (jeweils Systemleistung) aufgliedern. Der Plug-in-Hybridantrieb besteht unter anderem aus einem 1,4-Liter-TSI, dem Hybridmodul mit E-Maschine und 6-Gang-DSG sowie einer Lithium-Ionen-Batterie. Den neuen Akku kennzeichnet ein um 50 Prozent größerer Energiegehalt (13 kWh) und somit eine verbesserte elektrische Reichweite; nahezu alle Tagesdistanzen im urbanen Raum können so lokal emissionsfrei zurückgelegt werden.

Assistenz- und Lichtsysteme

Die Car2X-Kommunikation macht es möglich, dass der Golf als erster Volkswagen verkehrsrelevante Informationen mit anderen Fahrzeugen und der Verkehrsinfrastruktur im lokalen Umfeld von bis zu 800 Metern austauscht. Dieser Austausch der Informationen erfolgt binnen Millisekunden. Durch die Verwendung eines innerhalb der Europäischen Union harmonisierten und herstellerübergreifenden Car2X-Standards (WLANp / ITS G5) ist der Informationstransfer zwischen Autos aller Marken und der Infrastruktur aller EU-Staaten möglich. Diese „gemeinsame Sprache“ ist dabei eine wesentliche Voraussetzung, um länderübergreifend die Zahl der Verkehrsunfälle zu reduzieren. Dank Car2X wird der Fahrer über lokale Gefahrenstellen informiert und davor gewarnt. Folgende Szenarien werden registriert: Unfälle, Pannenfahrzeuge, Stau-Enden, Baustellen, Gefahrenbremsungen und Einsatzfahrzeuge.

Travel Assist. Der im Golf neue „Travel Assist“ ermöglicht das assistierte Fahren bis 210 km/h. Dabei greift das System unter anderem auf die automatische Distanzkontrolle „ACC“ (Längsführung) und den Spurhalteassistenten „Lane Assist“ (Querführung) zu. Über das Multifunktions-lenkrad wird der „Travel Assist“ aktiviert. Aus rechtlichen und sicherheits-relevanten Gründen soll der Fahrer das System permanent überwachen – dazu muss er mindestens eine Hand am Lenkrad haben. Dank einer neuen kapazitiven Sensorik des Lenkrads reicht es, dass der Fahrer das Volant lediglich berührt. Löst er indes länger als 15 Sekunden die Hände vom Lenkrad, wird er durch optische und akustische Warnsignale sowie durch einen Bremsruck darauf aufmerksam gemacht. Spätestens jetzt muss der Fahrer reagieren und das Lenkrad anfassen, da ansonsten der „Emergency Assist“ (Notfallassistent) aktiv wird und den Golf zum Stehen bringt.

„ACC mit vorausschauender Geschwindigkeitserkennung“. Die neueste Generation der automatischen Distanzregelung arbeitet im Golf vorausschauend. Dabei errechnet das System über die Strecken- und GPS-Daten des Navigationssystems die Position des Golf und vermindert so vorausschauend die Geschwindigkeit vor Kurven, Kreisverkehren, Kreuzungen, Tempolimits und Ortschaften. Parallel greift das „ACC“ auf die Verkehrszeichenerkennung via Frontkamera zu und reguliert das Tempo, sobald ein Limit erkannt wird. Darüber hinaus wird das „ACC“ in der höchsten Ausbaustufe einen Stauendeassistenten erhalten.

„Front Assist“. Der „Front Assist“ bietet neue Funktionsumfänge. Das mit einem Radarsensor und in Verbindung mit der Frontkamera arbeitende Umfeldüberwachungssystem warnt und bremst in Notsituationen bei einem zu geringen Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug – mittels City-Notbremsfunktion und Fußgängererkennung auch bei sehr niedrigen Geschwindigkeiten in der Stadt. Nun wird dieses Spektrum um eine Radfahrererkennung, eine Ausweichunterstützung und – erstmals bei Volkswagen – um einen Abbiegeassistenten erweitert.

Abbiegeassistent. Bei Linksabbiegemanövern wird der Golf mit dem Abbiegeassistent automatisch bis zum Stillstand abgebremst (mit einer zeitgleichen akustischen und optischen Warnung), sollte auf der zu kreuzenden Fahrbahn ein Fahrzeug entgegenkommen. Je nach Geschwindigkeit beider Fahrzeuge kann der Abbiegeassistent im Rahmen der Systemgrenzen den Unfall verhindern oder dessen Folgen mindern.

  • Abbiegeassistent. Bei Linksabbiegemanövern wird der Golf mit dem Abbiegeassistent automatisch bis zum Stillstand abgebremst (mit einer zeitgleichen akustischen und optischen Warnung), sollte auf der zu kreuzenden Fahrbahn ein Fahrzeug entgegenkommen. Je nach Geschwindigkeit beider Fahrzeuge kann der Abbiegeassistent im Rahmen der Systemgrenzen den Unfall verhindern oder dessen Folgen mindern.

Adaptive Fahrwerksregelung DCC. Das DCC ist kein klassisches Assistenzsystem, hat aber doch Einfluss auf das Fahrverhalten. Die adaptive Fahrwerksregelung reagiert permanent auf die Fahrbahn und die Fahrsituation und berücksichtigt dabei zum Beispiel Lenk-, Brems- und Beschleunigungsvorgänge. Über den eingestellten DCC-Modus kann der Fahrer die Reduzierung der Karosseriebewegungen nach seinem Geschmack beeinflussen. Für jedes Rad wird dabei in Sekundenbruchteilen die erforderliche Dämpfung berechnet und an den vier Stoßdämpfern eingestellt. Das DCC bietet damit jederzeit den besten Fahrkomfort und eine optimale Fahrdynamik. Mit dem weiterentwickelten DCC des neuen Golf kann die Einstellung im Modus INDIVIDUAL jetzt über das bisherige Spektrum der festen Modi COMFORT, ECO und SPORT hinaus erweitert werden. Mit einem Schieberegler stellt der Fahrer dabei seinen ganz persönlichen DCC-Modus feinstufig ein und speichert ihn. Damit sind nun auch Zwischenstufen der bekannten Modi abrufbar.

„IQ.LIGHT – LED-Matrixscheinwerfer“. Volkswagen wird den neuen Golf mit drei unterschiedlichen LED-Scheinwerfer-Versionen anbieten. In der Topversion kommen erstmals in der Kompaktklasse besonders lichtstarke „IQ.LIGHT – LED-Matrixscheinwerfer“ zum Einsatz. Das System wurde in ähnlicher Form erstmals mit dem aktuellen Touareg eingeführt und dann auf den neuen Passat übertragen. Mittels „Dynamic Light Assist“ schaltet der Fahrer das System ein. Über die jeweils 22 LEDs pro Scheinwerfer-Matrixmodul werden je nach Golf Modell bis zu zehn unterschiedliche, zum Teil interaktive Lichtfunktionen aktiviert und auf die Straße projiziert. Ein weiteres erstmals im Golf integriertes Feature ist eine wischende Blinkfunktion der „IQ.LIGHT – LED-Matrixscheinwerfer“. Die wischende Blinkfunktion wirkt sich durch ihre markante Optik positiv auf die aktive Sicherheit aus.

Die Geschichte des VW Golf

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