19.06.2018 - 11:32 Uhr
Ahornberg bei ImmenreuthOberpfalz

Brandschützer als Konzertorganisatoren

Vielversprechend tönt die Klangprobe für das Böhmische Open Air durch das Flötzbachtal, das auf dem Festgelände der Ahornberger Feuerwehr stattfindet.

Mit Leiter René Bauer übt die Stadtkapelle auf dem Festgelände der Ahornberger Feuerwehr für das "Böhmische Open Air".

(bkr) Den „Böhmischen Traum“ hat Norbert Gälle 1997 komponiert. Einen solchen gibt es am Samstag, 7. Juli, mit der Kemnather Stadtkapelle auf dem Festgelände der Feuerwehr Ahornberg. Für den musikalischen Leckerbissen waren am Samstag Klang- und Bierproben waren angesagt.

Immenreuths amtierender Bürgermeister Josef Hecht durfte erstmals ein Fass anstechen, was ihn ohne Verlust von Gerstensaft hervorragend gelang. Was nun besser war, die Leistung des Musikmeisters der Stadtkapelle, René Bauer, oder des Braumeisters Johannes Ponnath von der Klosterbrauerei, darüber durfte eifrig fachgesimpelt werden, denn beides waren unbestrittene Spitzenleistungen. Davon waren auch die vier Vertreter der Sponsoren des Open Air überzeugt. Die Sparkasse Oberpfalz Nord, die Raiffeisenbank NordWest, die Firma Tretter aus Immenreuth und die Tressauer Baustoffprofis Wolf unterstützen das Konzert.

Bei den zackigen Tönen des „Erzherzog-Albrecht-Marschs“ zu Beginn der Klangprobe verriet die Feuerwehr auch den Anlass für das musikalische Ereignis. Bei einem Stammtisch der Brandschützer 2016 war es, als die Erinnerungen wieder einmal bei den Flötztalfesten schwebten. Lange ist es her, als noch Blaskapellen wie die „Flötzbachtaler“ unter Rigobert Bruckschlegl Heerscharen von Besuchern auf die Hammerbergwiese, einen Kilometer nördlich des Ortes mitten im Wald gelegen, anzogen. Das Ende, der von den Waldarbeitern organisierten Flötztalfeste, läutete das Finanzamt ein, wird gesagt. Der Fiskus soll darin mehr als nur ein Vereinsfest gesehen haben und verlangte seinen Anteil an den Einnahmen. Seit diesem Zeitpunkt sind die Flötzalfeste Geschichte.

Der Gedanke, die Hammerbergwiese wieder zu beleben, wurde zugunsten des eigenen Festgeländes verworfen. 2017 war das Fest nicht mehr zu verwirklichen, so die Feuerwehr. Heuer ist es nun soweit, und für die Wehr begrüßte zweite Kommandantin Stephanie Greger die Gäste und Projektpartner zur Generalprobe.

Elena Rodler von der Kemnather Stadtkapelle verwies auf die steigende Beliebtheit der böhmischen Blasmusik quer durch alle Altersgruppen. Sie versprach, diesem wachsenden Personenkreis beim Konzert ein besonderes Schmankerl zu präsentieren. Dies werde kulinarisch mit böhmischen Speisen abgerundet, ergänzte Greger.

Das „Prosit der Gemütlichkeit“ ließ die Stadtkapelle nach dem erfolgreichen Fassanstich durch Josef Hecht ertönen, die nach dessen „O zapft is“ den „Bayerischen Defiliermarsch“ durch das Flötzbachtal schickte.

Amtierender Bürgermeister Josef Hecht zeigt, dass er auch das Anzapfen meisterhaft versteht. Seine Feuertaufe schafft er mit zwei Hammerschlägen.

Mit Leiter René Bauer (rechts) übt die Stadtkapelle auf dem Festgelände der Ahornberger Feuerwehr für das "Böhmische Open Air".

Mit der Stadtkapelle und der Feuerwehr strahlen die Sponsoren ihre Vorfreude auf das Konzert aus.

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