Keine Sorge müsse sich die Gemeinde um den Erhalt des Sonderpädagogischen Förderzentrums in Immenreuth machen. Nach Kemnath werde es, so wie es zurzeit aussieht, nicht umgegliedert, betonte amtierender Bürgermeister Josef Hecht am Freitag im Ahornberger Feuerwehrgerätehaus. Ausgangspunkt der Anfrage war der beschlossene Neubau der Realschule in der ehemaligen Kreisstadt. Kreisrat Bernhard Söllner führte dazu aus, dass 2024 die Realschule in ihr neues Gebäude umziehen solle. Im Anschluss sei geplant - bis auf einen kleinen Rest - die alte Immobilie abzubrechen. Es sehe deshalb nicht so aus, als ob das SFZ in Immenreuth gefährdet wäre. "Es fühlt sich in Immenreuth wohl", fügte Söllner an.
Das Fahrverhalten von Holztransportern und Paketzustellern bereitet weiterhin Ärger. Abhilfe ist schwer. Betroffen ist hier besonders die Straße zu den Waldgebieten im oberen Dorf. Um die gefährliche Fahrweise einzudämmen, hat die Gemeinde umfangreiche Gespräche mit Polizei und Forstdienststellen geführt. Letzteren maß Hecht keinen großen Einfluss auf die Holztransporter - durch den ständigen Wechsel der Auftragsunternehmen - zu.
Vor allem den immer unter Zeitdruck stehenden Paketzustellern wurde ein schlechtes Zeugnis ausgestellt. Gegen ihren flotten Fahrstil helfen auch keine Geschwindigkeitsbegrenzungen. "Auf 30 schaut keiner hin", meinte Hecht. Rampen im Straßenkörper seien schon in Erwägung gezogen worden. Jedoch: "Auch in Immenreuth wird im 30-Kilometer-Bereich mit 60 gerast."
Die Gemeinde war in den zurückliegenden Jahren bei Ausgaben für das Naturerlebnisbad in nicht unerheblichem Umfang in Vorkasse gegangen. Nachgefragt wurde deshalb, ob die Partnerkommunen zwischenzeitlich ihren Anteil ausgeglichen haben. Hecht führte dazu aus, dass die betroffenen Gemeinden zu Recht die Zahlungen wegen fehlender prüfungsfähiger Unterlagen zurückgehalten hätten. Alle Zahlen lägen nun vor, versicherte der Redner. Auch seien sich die Partnergemeinden einig, das Naturerlebnisbad unbedingt zu erhalten.
Stiefmütterlich seien angesichts der finanziellen Situation bislang die Straßen behandelt worden, gab Hecht zu. Der Rückstand solle nun mit dem Förderantrag 2019 behoben werden. Zu den dringlichsten Maßnahmen zählte er dabei die Erneuerung der Gemeindeverbindungsstraße von Ahornberg auf den Poppenberg. Auch informierte Hecht weiter über die kommunale Entwicklung (wir berichteten). Zum Schluss teilte er noch mit, dass der Babyempfang 2018 nicht vergessen worden sei. Mitte Januar werden die Mütter zu Kaffee und Kuchen eingeladen.
Das amtierende Gemeindeoberhaupt blickte auf eine positive Entwicklung der Pro-Kopf-Verschuldung. Betrug diese zum Jahresende 2016 noch 1569 Euro, so sank sie ein Jahr später auf 1137. Ende 2008 wird sie 811 Euro erreichen. Ein kleiner Wehrmutstropfen ist, dass in den Zahlen das Naturerlebnisbad nicht berücksichtigt ist. Die Freizeiteinrichtung mit eingerechnet, steigt die Pro-Kopf-Verschuldung um rund 500 Euro. Mit einem Dank an die Feuerwehr, ihren Einsatz das ganze Jahr über und die erbrachten Eigenleistungen schloss Hecht die Versammlung.



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