28.04.2019 - 15:02 Uhr
Ahornberg bei ImmenreuthOberpfalz

Nostalgie hinterm Lenkrad

Am Freitag, 3. Mai, ist das zweite Olympia-Rallye-Treffen ehemaliger Teilnehmer in Ahornberg.

Die Feuerwehr Ahornberg ist für den einstündigen Aufenthalt des Treffens gerüstet. Letzte Vorbereitungen wurden am vergangenen Freitag abgesprochen. Albert Melzner (von links), Harald Demuth, Gerhard Greger und Dieter Pinzer.
von Bernhard KreuzerProfil

Dort, wo jetzt das Feuerwehrhaus steht und die Straße asphaltiert ist, war die Zeitkontrolle für die Wertungsprüfung Fichtelgebirge. Zuvor wurde der Ort bei der Hölzlmühle berührt. Vom Poppenberg kommend führte die Strecke nach einer scharfen Linkskurve die Rallyestrecke entlang des Flötzbachs und der alten Waldhausstraße nach Mehlmeisel und von dort zurück nach Ahornberg.

Nostalgie und die Erinnerung an eine der herausragendsten Rallye-Veranstaltungen in Deutschland überhaupt sind am kommenden Freitag, 3. Mai, angesagt. Von 11 bis 12 Uhr ist Treffen beim Ahornberger Feuerwehrgerätehaus. Neun aktive Teilnehmer der Olympia-Rallye vor 47 Jahren haben ihr Kommen angekündigt. Unter ihnen Walter Röhrl und Harald Demuth.

Beide verbindet die legendäre Motorsportveranstaltung. Beide waren damals noch Unbekannte im Rallyesport. Walter Röhrl gelang der Durchbruch auf internationaler Ebene. Der ehemalige Speichersdorfer Harald Demuth sagte bei den Vorbereitungen am vergangenen Freitag: "Für mich war es der Startschuss und der Grundstock als Rallyefahrer."

Harald Demuth - er lebt heute in Waldershof - war damals Student, fuhr Bergrennen und Slalom. Von dem heute 92-jährigen August Rössler aus Marktredwitz wurde er aufgefordert an der Rallye als Fahrer teilzunehmen. Rössler stellte das Auto und machte Beifahrer. "Es war eine harte Nummer. Es war eine riesige Geschichte. In Deutschland gab es so etwas nie mehr", schwärmte Harald Demuth bei der Beschilderung des damaligen Kontrollpunkts.

Röhrl und Demuth teilten auch ein gemeinsames Schicksal. Für Harald Demuth bedeutete ein Holzstoß das Aus und für Röhrl ein Motorschaden.

Mit August Rössler fuhr Harald Demuth noch einige Rennen. Heute sitzt er immer noch hinterm Steuer von legendären Rallye-Autos des Audimuseums. Aber nicht bei Rennen, sondern bei öffentlichen Demonstrationen des Autoherstellers setzt er sich hinters Lenkrad.

Stark vertreten bei der Olympia-Rallye 1972 war der MSC Marktredwitz. In der Startliste finden sich weiter die Namen von Hans-Joachim Moosmeier, Klaus Wiegand, Werner Thomas, Hans Demler, Erhard Memel, Dr. Gerald Rauch sowie Peter und Michael Neubauer.

Der Aufenthalt in Ahornberg wird nach den Worten des Organisators Dieter Pinzer aus Neunkirchen zusätzlich genutzt, um Filmaufnahmen an der Spitzkehre bei Hölzlmühle einzufangen. Ein original BMW wird dabei der Star sein.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.