20.01.2020 - 14:00 Uhr
Ahornberg bei ImmenreuthOberpfalz

Wehr beherrscht ihr Handwerk

Den Auftrag, ihre Ortskenntnisse im ausgedehnten Waldgebiet der Flötz weiter zu vertiefen, erhielt die Feuerwehr in ihrer Jahreshauptversammlung. Kreisbrandinspektor Otto Braunreuther erteilte ihn aus einem bestimmten Grund.

Ein Defi ergänzt seit einem Monat die Ausrüstung der aktiven Wehr. Bezahlt hat ihn der Feuerwehrverein. Annemarie Zaus zeigte das 1900 Euro teure Stück. In mehreren Schulungsveranstaltungen werden nun die Aktiven und Interessierten eingewiesen. Im Hintergrund Kommandant Wolfgang Zaus.
von Bernhard KreuzerProfil

Grund für seine Bitte waren die trockenen Sommer der zurückliegenden Jahre. Bei einem Waldbrand in diesem Bereich werde es nicht Aufgabe der Wehr sein zu löschen, sondern die Einsatzkräfte anderer Wehren einzuweisen und zu führen. Einen Schritt in diesem Sinne tat die Jugendfeuerwehr vergangenes Jahr bei ihrer 24-Stunden-Übung. Wege, natürliche Wasserentnahmestellen und Sammelpunkte wurden erkundet.

Dass die Wehr ihr Handwerk beherrscht, zeigte der Bericht von Kommandant Wolfgang Zaus: Er schaute auf die Leistungsprüfungen der aktiven Wehr und des Nachwuchses: Insgesamt 25 Leistungsabzeichen erwarben die 63 Aktiven und 12 Jugendlichen.

Rauchmelder notwendig

Zu einem Zimmerbrand im Ort wurde die Wehr gerufen. Dieser hätte nach den Worten des Kommandanten die Notwendigkeit von Rauchmeldern gezeigt. Er forderte auf - soweit noch nicht geschehen - Melder zu installieren. Acht technische Hilfeleistungen und zwei Sicherheitswachen ergänzten die Einsatzbilanz neben zahlreichen Übungen und Schulungen nach Übungsplan. Andreas Schlicht besuchte den Gruppenführerlehrgang, Johannes Strößner den Lehrgang "Gerätewart" an der Feuerwehrschule. Die Modulare Truppausbildung absolvierten Veronika Schlicht, Annemarie Zaus, Lukas Porst, Sven Bauer, Stefan Popp und Michael Heser.

Für dieses Jahr stehen für die Aktiven Schulungen im Umgang mit dem Defibrillator an. Vor einem Monat wurde er übergeben. Der Feuerwehrverein hat ihn bezahlt, ebenso die Kosten für die Geräteausstattung nach erfolgtem Anschluss des Gerätehauses an das Internetnetz. Ein Schwerpunkt 2020 werden die geforderten Einweisungen in das Waldgebiet Flötztal sein, kündigte Zaus an.

Bei seinen Vorhaben darf er auf die Unterstützung der Jugendwehr bauen. Ihr Jugendwart Andreas Schlicht verschaffte einen umfassenden Einblick in die Arbeit des Nachwuchses. Zehn Ausbildungsveranstaltungen listete er auf. Die 24-Stunden-Übung ließ Annemarie Zaus nochmals in Bildern Revue passieren. "Sie hat den Jugendlichen gezeigt, welche für Herausforderungen auf sie bei der aktiven Wehr zukommen", betonte sie. Viel Zeit beim Ausruhen gab es in der Zeit auch nachts nicht. Und sie kündigte an: "Es ist nicht das letzte Mal gewesen, dass wir so etwas gemacht haben." Schließlich wurde noch auf die erfolgreiche Teilnahme von vier Jugendlichen am Wissenstest hingewiesen.

Der Aufbau der Feuerwehr und die Sicherstellung des Brandschutzes erfolgen von ganz unten: von der gemeinsamen Kinderfeuerwehr der drei kommunalen Wehren. Mit Lukas Schlicht trat der erste Feuerdrache in die Jugendfeuerwehr Ahornberg über. In einer Powerpoint-Präsentation ließ Feuerdrachenbändiger Stephan Schlicht das Feuerdrachenjahr nochmals aufleben. Schlicht verwies auf die im Juni auf dem Recyclingplatz in Immenreuth aufgestellten Altkleidercontainer. Der Erlös kommt der Kinderfeuerwehr zugute. Gespannt erwartet er die erste Abrechnung. Sie kommt in den nächsten Tagen. Stephan Schlicht wünschte sich, dass die Sammelstelle gut angenommen werde. Unter das Motto "Naturschutz" werden die Feuerdrachen das Jahr 2020 stellen, kündigte er noch an.

Gefühlt mehr Einsätze

Aktuelle Einsatzzahlen für das alte Jahr 2019 hatte Kreisbrandinspektor Otto Braunreuther im Gepäck. "Es waren weniger, gefühlt aber mehr", sagte er. 1687 rechnete er insgesamt für den Landkreis zusammen, bei denen 34 282 Einsatzstunden geleistet wurden. 18 Dienstleistende erlitten dabei Verletzungen. Dem Feuerwehrverein dankte er für die Unterstützung der Aktiven und lobte die Nachwuchsarbeit der Wehr. Zur Kinderfeuerwehr "Feuerdrachen" stellte er fest: "Es ist ein Erfolgsprojekt und der richtige Weg für die Zukunft."

Ein Defi ergänzt seit einem Monat die Ausrüstung der aktiven Wehr. Bezahlt hat ihn der Feuerwehrverein. Annemarie Zaus zeigte das 1900 Euro teure Stück. In mehreren Schulungsveranstaltungen werden nun die Aktiven und Interessierten eingewiesen. Im Hintergrund Kommandant Wolfgang Zaus.
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