Albersrieth bei Waldthurn
20.07.2018 - 12:24 Uhr

Vom Süden der BRD in den Süden Senegals

Seit fast 40 Jahren hat das Landvolk das Ziel, durch partnerschaftliche Zusammenarbeit den Menschen in der ländlich geprägten Region von Senegal zu helfen.

Coumba Seydi (Fünfte von rechts) zeigte in Albersrieth die Herstellung von Batik - Artikeln fvo
Coumba Seydi (Fünfte von rechts) zeigte in Albersrieth die Herstellung von Batik - Artikeln

(fvo) Die Katholische Landvolkbewegung Regensburg (KLB) engagiert sich seit 1979 im Senegal und unterstützt dabei Menschen, ihre Zukunft eigenverantwortlich zu gestalten und der Landflucht entgegenzuwirken. Diese Woche ist eine sechsköpfige senegalesische Delegation aus der Region Casamance auf Bildungsreise in der Oberpfalz. Am Montag besuchte sie Almesbach, Botzersreuth (Gemeinde Püchersreuth) und Albersrieth (Markt Waldthurn) im Landkreis Neustadt/WN.

Die KLB arbeitet hauptsächlich mit der senegalesischen Partnerorganisation ASDI (Association Sénégalaise pour le Développement Intégré) zusammen. Dabei handelt es sich um einen gemeinnützigen senegalesischen Verein für integrierte ländliche Entwicklung. Die Delegation mit dem Präsidenten von ASDI, Pascal Manga besuchte das Landvolk und informierte sich über das moderne Europa. Finanziert wird ASDI zu zwei Drittel durch das deutsche Entwicklungshilfeministerium und ein Drittel durch KLB -Spenden, erklärte der Vorsitzende des KLB Kreisverbandes Neustadt, Manfred Kellner. "In den 90er Jahren waren in meinem Heimatland Unruhen und alle Hilfs- und Entwicklungshilfeorganisationen haben sich in dieser unruhigen Zeit zurückgezogen. Einzig und allein das Landvolk aus Regensburg ist geblieben", erzählt Manga.

Bayern und Deutschland könne stolz auf die KLB sein. "Ihr wohnt im Süden von Deutschland - wir im Süden von Senegal", sagte Manga. Kurzerhand räumte man am Montag das Feuerwehrhaus am Albersriether Dorftreff aus für Coumba Seydi. Sie führt mit Hilfe der KLB in ihrer Heimat ein Kleinunternehmen zur Herstellung von Batik-Artikeln. Den Landvolklern zeigte sie die Abläufe ihres Handwerks. Danach waren die Werke im Dorf an den Bäumen beim Trocknen zu besichtigen. Bei dem Besuch in Almesbach staunten die Besucher von der Westküste Afrikas über die Biogasanlage. Bei einem weiteren Bildungsbesuch machte die Gruppe in Botzersreuth bei Püchersreuth am Biohof von Susanne und Johann Kahl Station.

 
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