26.05.2019 - 14:44 Uhr
Allersburg bei HohenburgOberpfalz

Ein Bruckmandl als Zierde für die neue Brücke

Die Brücke über den Hausner-Bach verbindet wieder die Menschen in Allersburg. Zur Einweihung hatte Claudia Scharnagl ein Bruckmandl mitgebracht.

Ein goldfarbenes Bruckmandl nach dem Regensburger Original hatte die Geschäftsführerin der Seuss-Ingenieure Claudia Scharnagl aus Amberg mit zur Brückeneinweihung für Bürgermeister Florian Junkes überreicht.
von Paul BöhmProfil
Es war ein Brückenbau mit Hindernissen - Doch in den vergangenen Tagen hat Pfarrer Hans-Jürgen Zeitler die neue Brücke über den Hausner-Bach gesegnet. "Eine Brüc ke verbindet die Menschen, und eine Brücke schafft kurze Wege zwischen den Menschen",, meinte er bei seinen Segensworten.

Die kleine goldfarbene Figur wurde nach dem Vorbild des Regensburger Originals gefertigt. Die Geschäftsführerin von Seuß-Ingenieure aus Amberg überreichte das Bruckmandl an Bürgermeister Florian Junkes. Dieser erzählte von einem Telefongespräch mit Bäckermeister Donatus Lorenz senior. Es sei dabei nicht um Backwaren oder Brot gegangen, erzählte der Bürgermeister, sondern um die Brücke im Dorf. "Da ist ein Loch in unserer Bruck", habe der Anrufer kurz und bündig informiert und verband damit den Zusatz: "A Kind passt scho durch." Das trug sich am 16. April 2015 zu, berichtete der Bürgermeister. "Für uns blieb nur eine Lösung: Die Brücke musste sofort gesperrt werden." Zur Unterstützung habe Donatus Lorenz senior eine schwere Eisenplatte auf das Loch gelegt, um Schlimmeres zu verhindern.

Im Marktgemeinderat begann damit ein Entscheidungsfindungsprozess. Diskutiert wurden mehrere Möglichkeiten. "Wir haben von einer Furt durch den Hausner-Bach gesprochen, von einer kleinen Fußgängerbrücke. Wir kamen schließlich zu der Entscheidung, wieder eine Brücke zu bauen, doch wie sie ausschauen sollte, darüber waren wir uns damals noch nicht einig." Es sei eine Kostenfrage gewesen. Zuerst waren es 100 000 Euro, dann 140 000 Euro Eigenanteil, über den die Gemeinderäte entscheiden mussten. Doch der Bau sollte sich noch eine Weile hinziehen: "Da fiel uns auch noch die Allersburger Felsensicherung an der Staatsstraße mit etwa 600 000 Euro Kosten förmlich auf die Füße." So mussten einige Projekte hinten anstehen, darunter auch diese Brücke über den Hausner-Bach, erzählte Junkes zur Baugeschichte, "denn unsere Gemeindefinanzen sind ja auch endlich". Ein Glücksfall war für die Hohenburger dann die Zusage der Bayerischen Staatsregierung, dass der Markt Hohenburg in den Genuss von Stabilisierungshilfen kommt. "Das war für uns das Zauberwort. Damit konnten wir uns sowohl die Felsensicherung, als auch die Brücke leisten, die so nicht in den Finanz- und Investitionsplänen gelistet gewesen war."

So habe es letztendlich vier Jahre und einen Monat gedauert, bis die Brücke wieder dem Durchgangsverkehr übergeben werden konnte. Darüber freuen sich natürlich auch die Allersburger, weil damit auch wieder das Dorf geeint ist. Dies machte Pfarrer Hans-Jürgen Zeitler bei der Segnung zum Thema: "Brücken verbinden, sie sorgen dafür, dass die Menschen zusammenkommen können, ohne Umwege machen zu müssen."

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