10.07.2019 - 17:36 Uhr
AltendorfOberpfalz

Der Monsignore und die Fahne

Das Gründungsdatum datiert auf den 28. Oktober 1894. 68 Jahre sollten vergehen, bis sich die Feuerwehr Dürnersdorf eine Fahne anschafft. Anlass ist die Primiz von Pfarrer Georg Zinnbauer. Am Sonntag wird ein neues Wahrzeichen geweiht.

Die alte Fahne soll als geschichtsträchtiges Vereinsgut besonders in Ehren gehalten werden. Sie wurde anlässlich der Primiz von Georg Zinnbauer angeschafft.
von Georg Köppl Kontakt Profil

Der 24. Juni 1962 war ein großer Tag für die Feuerwehr Dürnersdorf: In Altendorf wurde die neue Fahne geweiht und anschließend im Hirschgarten (Scharf) neben dem ehemaligen Gasthaus Gmeiner gebührend gefeiert. Obwohl die Wehr, benannt nach der ehemaligen Gemeinde Dürnersdorf und bestehend aus Bürgern der Ortschaften Siegelsdorf, Trossau, Dürnersdorf, Oberkonhof und Schirmdorf, bereits 1894 gegründet worden war, hatte sie keine Fahne.

Die bevorstehende Primiz von Georg Zinnbauer aus Trossau im Jahre 1963 gab letztendlich den Anstoß. Gekauft wurde die Fahne, so berichtet der verstorbene Heimatforscher und Ehrenbürger Michael Rotheigner aus Fronhof, bei der Firma Albert Buri in Würzburg. Stolze 1660 Deutsche Mark hat sie gekostet. Vorstand der Feuerwehr war der damalige Bürgermeister und spätere Altbürgermeister Josef Frey aus Siegelsdorf, Kommandant Josef Setzer aus Trossau.

Primiz als Anlass

"Es war ein wunderschöner Tag. 33 Vereine und zwei Musikkapellen gestalteten den langen Festzug. Als Festplatz diente der Hirschgarten und Festwirt war Josef Niederalt von Siegelsdorf", schreibt Michael Rotheigner in seiner Chronik. Als am 30. Juni 1963 Georg Zinnbauer in Altendorf Primiz feierte, war die Dürnersdorfer Feuerwehr mit ihrem Schmuckstück voller Stolz dabei. "Auch der Himmel hat sich strahlend blau gezeigt", schreibt der Chronist.

Sinnbild und Bindeglied

Übrigens: Georg Zinnbauer, der am 20. Januar 1938 am elterlichen Hof in Trossau geboren wurde, und 30 Jahre als Stadtpfarrer in Weiden wirkte, ist seit 2002 Kanonikus in der "Alten Kapelle" in Regensburg. Er erhielt 2018 vom Papst wegen seiner eifrigen Seelsorgearbeit den seltenen Titel "Monsignore" verliehen.

Voller Stolz wird die Dürnersdorfer Wehr nun am Sonntag auch ihre neue Fahne weihen lassen. Das Wahrzeichen, anfertigt in der Fahnenstickerei Zwiselsperger & Jaeschke soll weiterhin Sinnbild für die Gemeinschaft und Bindeglied zwischen den Generationen sein. Die alte Fahne, die eine seltene Darstellung des Heiligen Florians zeigt, und die auch auf der neuen wieder erscheint, soll als geschichtsträchtiges Vereinsgut besonders in Ehren gehalten werden.

Festprogramm vom 12. bis 14. Juli:

Freitag, 12. Juli:

18.30 Uhr, Einholen Schirmfrau, Ehrenschirmherr, Ehrengäste, Fahnenbraut, Festdamen und Patenvereine. 19 Uhr, Totengedenken (Feuerwehrhaus); 19.30 Uhr, Bieranstich, Festeröffnung. 20 Uhr, Ehrungen, anschließend "Tag der Betriebe" mit den "Bertzhofern".

Samstag, 13. Juli:

18.30 Uhr Aufstellung zum Festzug am Festplatz. 19 Uhr, Festzug durch Trossau, Einmarsch der Fahnen und Begrüßung. Ab 20.30 Uhr Partynacht mit den "Wickies".

Sonntag, 14. Juli:

7.30 Uhr, Einholen Schirmfrau, Ehrenschirmherr, Ehrengäste, Fahnenbraut, Festdamen und Patenvereine. 8.30 Uhr, Aufstellen zum Kirchenzug. 9 Uhr, Festgottesdienst im Zelt mit Weihe der neuen Fahne und der Tragkraftspritze; Frühschoppen und Mittagessen, Kaffee- und Kuchen, mit der Blaskapelle "Auerbachtal". Ab 9.30 Uhr, Ankunft der Oldtimer, Oldtimertreffen und Leistungsprüfstand; 13 Uhr Baumstammziehen, 17 Uhr Preisverleihung. Um 15 Uhr startet das Kinderprogramm (Zauberer).

Monsignore Georg Zinnbauer.
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.