10.10.2018 - 15:51 Uhr
AltendorfOberpfalz

Musikalische Jubiläumsreise

Die musikalische Zeitreise passt gut zur 900-Jahr-Feier von Altendorf. Die Pfarrkirche hat ebenfalls Einiges an Geschichte hinter sich. Wie Architektur erzählt auch Musik von Vergangenheit und Gegenwart, drückt Gefühle und Stimmungen aus.

Simone, Andreas und Margit Matzke (von links) begeistern auf ihren Holzinstrumenten.
von Georg Köppl Kontakt Profil

Mit einem musikalischen Paukenschlag, dem Stück "Ach Gott erhör' mein Seufzen" aus der Feder von Johann Sebastian Bach, eröffnen die fünf Musiker des "i-Tüpferl" den Konzertnachmittag in der Pfarrkirche. Bärbel Prey begrüßt im Namen der KAB, die mit diesem Konzert ihren Beitrag zum Jubiläumsjahr leistet, die zahlreichen Zuhörer. Ihr Versprechen von "einer Stunde wunderbarer Musik" hat nach 70 Minuten alle Erwartungen übertroffen.

Gefühle und Emotionen

Peter Prey führt gekonnt durch das Programm und liefert dazu interessantes Hintergrundwissen. Das Quintett Nummer 1 in b-Moll, dargeboten in drei Sätzen, verlangt den Musikern Einiges ab, lässt Peter Prey wissen. Wenn man aber weiß, dass der Komponist Viktor Ewald eigentlich Professor für Ingenieurwesen an einem russischen Institut in St. Petersburg war und sich der Musik nur nebenher widmete, verwundert die technische Ausgefeiltheit des Stücks nicht allzu sehr. Dazu lässt es auch viel Raum für Gefühle, Emotionen und Stimmungen. "Um die volle Bandbreite der Musik auszuschöpfen dürfen die Holzinstrumente nicht fehlen", meint der Moderator und kündigt Simone, Margit und Andreas Matzke an. "Fast die gesamte Familie Matzke spielt Holzinstrumente, bis auf unseren Tubisten, der damit so etwas wie das schwarze Schaf der Familie ist", wendet sich Peter Prey scherzhaft an Georg Matzke. Das Trio glänzt mit vier Sätzen der "Suite Romantique" von Tom Dawitt, der ein engagierter und begabter deutscher Musiker des 20. Jahrhunderts war.

Vergangenheit und Moderne

Dann begeben sich die Musiker in neue Gefilde, zuerst mit dem Stück "Cantilena" des amerikanischen Musikprofessor Paul Koepke, gefolgt von Claude Debussys Stück "Das Mädchen mit dem goldenen Haar". Hier vertont der Komponist das gleichnamige französische Gedicht und widmet es seiner damaligen Geliebten und Muse. Und zum Jubiläum von Altendorf spannen die Interpreten auch den Bogen zur Gegenwart mit modernen Stücken. Mit "A la Nanita Nana" und "Carol of the Bells. "Streng genommen sind diese zwar Interpretationen von Weihnachtsliedern, man wird vielleicht das eine oder andere musikalisch-weihnachtliche Motiv entdecken, aber da in elf Wochen schon wieder Weihnachten ist, sei es verziehen", schmunzelt der Moderator.

Bürgermeister Georg Köppl dankte der KAB für diesen wunderbaren Beitrag zum Jubiläumsjahr und versicherte dem Ensemble der Blaskapelle Schwarzenfeld, dass sie "mit diesem Konzert ein musikalisches Highlight gesetzt und dem Erntedankfest im wahrsten Sinne das i-Tüpfelchen aufgesetzt haben". Der Dank galt auch für den Auftritt ohne Gage und für die großzügigen Spenden, die der Pfarrbücherei und der "Mutter-Kind" Gruppe" zugute kommen.

Mit dem Zitat "Viele Menschen wissen, dass sie unglücklich sind, aber noch mehr wissen nicht, dass sie glücklich sind", wünscht sich Georg Matzke, dass die Zuhörer mit dem Konzert ein wenig glücklicher geworden sind. Nach reichlich Zwischenapplaus gibt es nach "Fanango" von Amadeo Vives und der Zugabe mit "Ich bete an die Macht der Liebe" jedenfalls langanhaltende "Standing Ovationes."

Sie setzen dem Konzert das "i-Tüpfelchen" auf: (von links) Thomas Prey, Wolfgang Zitzler, Georg Matzke, Sebastian Lindner und Manfred Brunner.

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