30.08.2018 - 16:53 Uhr
AltendorfOberpfalz

Neue Fahne zum Jubiläum

Das Gründungsdatum ist datiert auf den 28. Oktober 1894. Zum 125-jährigen Gründungsfest der Feuerwehr Dürnersdorf im Juli 2019 soll eine neue Fahne angeschafft werden. Die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren.

Eine Abordnung der Feuerwehr Dürnersdorf besuchte die Stickerei in Engelsberg, um Details für die neue Fahne festzulegen: (von links) Florian Plank, Josef Hauser, Johannes Setzer, Dietmar Weinfurtner, Robert Köppl, Franziska Frey, Franz Lorenz und Carmen Zwislsperger.
von Georg Köppl Kontakt Profil

Das neue Wahrzeichen als Sinnbild für Gemeinschaft und als Bindeglied zwischen den Generationen ist ein sensibles Thema und wird deshalb mit größter Sorgfalt behandelt. Bereits seit 2015 beschäftigt sich die Wehr mit diesem Thema. Die 1962 angeschaffte Fahne ist in die Jahre gekommen. Dabei ist klar, dass eine solche Anschaffung ein Kraftakt ist und nur gemeinsam gestemmt werden kann.

Keine Restaurierung

Um sich einen Überblick über den Zustand und die Möglichkeiten einer eventuellen Restaurierung oder Neuanschaffung zu machen, wurden Fahnenstickereien in Coburg, Bayreuth und Schierling besucht. Aus wirtschaftlichen Gründen macht eine Restaurierung der alten Fahne keinen Sinn. Leider taten frühere Restaurierungen der Fahne nicht gut. Außerdem möchte man dieses geschichtsträchtige Vereinsgut so erhalten, wie es ist. Nun hat sich die Feuerwehr für die Fahnenstickerei Jaeschke aus Engelsberg in Oberbayern entschieden. Der Familienbetrieb steht unter der Leitung von Carmen Zwislsperger. Sie ist außerdem Vorsitzende im Prüfungsausschuss und setzt sich ehrenamtlich für den Erhalt des Ausbildungsberufes "Textilgestaltung im Handwerk, Fachrichtung Sticken" ein.

Skizze vorgestellt

Bei einem ersten Termin im Feuerwehrhaus in Trossau im Juni stellte Carmen Zwislsperger bereits eine Skizze vor. Sie betonte, dass die Fahne eine besondere Darstellung des Heiligen Florian zeigt, die es zu bewahren gelte. Die Motive der alten Fahne sollen nun in einer neuen Fahne erstrahlen. Dazu werden bestimmte Elemente überarbeitet und verfeinert. Die grundlegenden Symbole werden übernommen. Ziel ist, dass sich jedes Mitglied wieder mit der neuen Fahne identifizieren kann.

Nun war es an der Zeit, dass eine siebenköpfige Abordnung der Feuerwehr Dürnersdorf die Stickerei in Engelsberg besuchte, um die Details für den bereits erfolgten Auftrag zu besprechen. Carmen Zwislsperger führte zunächst mit einer Betriebsbesichtigung in die handwerkliche Kunst der Fahnenstickerei ein. Die Mitarbeiter der Firma Jaeschke haben bereits originalgetreue Skizzen angefertigt. Jetzt galt es Stoffe, Schriften und Verzierungen zu bestimmen. Kleinere Änderungen gegenüber dem Original wurden besprochen. Als Abschluss der fünfstündigen Besprechung und nach einer kleinen Stärkung wurden die Fahnenbänder mit der Fahnenbraut Franziska Frey stellvertretend für die Festdamen besprochen. In einem feierlichen Akt möchte die Jaeschke-Chefin die Fahne nach Fertigstellung persönlich übergeben. Der Öffentlichkeit wird das neue Wahrzeichen aber erst an der Fahnenweihe am 14. Juli 2019 vorgestellt. Bis dahin bleibt es spannend.

Bei der Betriebsbesichtigung wurde deutlich, wie viele Arbeitsschritte und Handgriffe nötig sind, um eine Vereinsfahne zu schaffen.
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