13.09.2018 - 09:56 Uhr
AltendorfOberpfalz

Schnelles Internet in Reichweite

Der Breitbandausbau in der Gemeinde Altendorf ist auf der Zielgeraden. Bis zum Jahresende können alle das schnelle Internet nutzen. Durch Vectoring-Technik soll es Übertragungsraten bis zu 100 Mbit/s geben, für manche sogar bis zu 1000.

Enrico Delfino, Vertriebsbeauftragter und Regionalmanager bei Telekom-Süd (links) und Bürgermeister Georg Köppl informierten zum Sachstand "Breitbandausbau".

Beim derzeitigen DSL-Anschluss war bei maximal 16 Megabit Schluss, viele mussten sich mit weitaus weniger begnügen. "Wir sind auf der Zielgeraden", freute sich Bürgermeister Georg Köppl bei der Informationsveranstaltung im Schieslsaal. In Zeiten der zunehmenden Digitalisierung und Vernetzung sei der Breitbandausbau natürlich ein zentrales Thema und ein wichtiger Standortfaktor für Private ebenso wie für Firmen, so das Gemeindeoberhaupt.

Bis zum Jahresende

Die Telekom habe als günstigster Bieter den Zuschlag für den Ausbau der Ortsteile bekommen und die "leise Hoffnung", dass Telekom auch die Ortschaft Altendorf eigenwirtschaftlich aufrüsten werde, sei in Erfüllung gegangen. "Überall in Bayern wird gegraben, wir kommen mit dem Ausbau gar nicht mehr nach", stellte Enrico Delfino, Vertriebsbeauftragter und Regionalmanager der Telekom fest, der zusammen mit dem Breitbandbeauftragten der VG, Roland Gerlach, Informationen aus erster Hand lieferte.

Vor diesem Hintergrund bat Delfino auch um Verständnis, dass sich der Zeitplan verzögert habe, nicht zu letzt wegen Auseinandersetzungen mit dem Staatlichen Bauamt wegen der Grabungstiefe, die aber nun beigelegt sind. "Aber bis Ende des Jahres werden nun alle Hausanschlüsse erledigt sein und bei Kupfer wird es Geschwindigkeiten bis 100 Megabit und bei Glasfaser bis zu einem Gigabit geben", versicherte Delfino. Die meisten Kunden buchen zwischen 50 und 100 Megabit, so der Fachmann aus Erfahrung. Aber auch bei Kupfertechnik sei man noch nicht am Ende. In zwei/drei Jahren werde man auch hier auf bis zu 250 Mbit/s aufrüsten können.

Grundsätzlich werde Glasfaser bis zu den Verteilern verlegt. In Altendorf, Schirmdorf, Trossau, Willhof und Fronhof geht es dann mit Kupferleitungen weiter. Die Anwesen in Dürnersdorf, Stabhof, Unterkonhof, Marklhof, Siegelsdorf, Oberkonhof und Murglhof (samt Kläranlage, Biogas Aussiedlerhof Frey) erhalten Glasfaseranschlüsse bis ins Haus. Für die Kupferanschlüsse (FTTC-Technik) waren laut Delfino bisher Bandbreiten bis 50 Megabit geplant. Durch den Einsatz neuer Vectoring-Technik stehen den Kunden nach dem Ausbau bis zu 100 Mbit/s zur Verfügung. Vom Übergabepunkt (Telefondose) aus geht es zunächst über einen Router und von dort aus zu den entsprechenden Endgeräten (Telefon, PC, Receiver, TV). Bei Glasfaser sind Geschwindigkeiten bis 1000 Megabit möglich. Hier geht es vom Übergabepunkt zu einer so genannten One Box und gleichzeitig zum Router und wieder weiter zu den Endgeräten.

Feuerwehren und Schule

Schnelles Internet wird es künftig auch in den vier Feuerwehrhäusern in Altendorf, Willhof, Fronhof und Trossau (FTTC-Technik) geben. Die Grundschule erhält aufgrund der geplanten Digitalisierung des Unterrichts einen Glasfaseranschluss.

Breitbandausbau in Zahlen:

In elf Ortsteilen der Gemeinde Altendorf profitieren im aktuellen Förderprogramm des Freistaates 209 Haushalte vom Breitbandausbau. 49 Gebäude werden direkt mit Glasfaser ins Haus versorgt. Damit verbunden sind über elf Kilometer Tiefbau, das Einziehen bzw. Einblasen von 35 Kilometern Glaskabel und Mikrorohren, der Aufbau der Systemtechnik durch Vergrößern bzw. Neuaufbau von insgesamt fünf Multifunktionsgehäusen inclusive der Stromversorgungen, Neuaufbau eines Glasfaser-Netzverteilers, Montage- und Schaltarbeiten sowie das Erstellen der Hausanschlüsse. Die Wirtschaftlichkeitslücke beträgt 566 205 Euro. Davon übernimmt der Freistaat 509 585 Euro (90 Prozent), so dass der Eigenanteil der Gemeinde "nur" 56 620 Euro beträgt. Die Ortschaft Altendorf selber wurde schon vor den Ortsteilen durch "Amplus" ausgebaut und bekommt nun durch die Telekom einen weiteren eigenwirtschaftlichen Ausbau, für den die Gemeinde nichts bezahlen muss. Nach Aussage von Telekom-Vertriebsleiter Enrico Delfino können spätestens zum Jahresende alle Haushalte die schnellere Technik in Anspruch nehmen.

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