06.09.2018 - 11:44 Uhr
AltendorfOberpfalz

Mit Straße auf der Zielgerade

Gemeindeübergreifend erneuern Altendorf und Niedermurach die Gemeindeverbindungsstraße von Dürnersdorf nach Enzelsberg. Das bringt Synergieeffekte und spart Kosten. Die sind mit voraussichtlich 595000 Euro nicht "ohne".

Bei den wöchentlichen Baustellenterminen werden vor Ort die anstehenden Maßnahmen besprochen. Im Bild (von links) Bürgermeister Georg Köppl, Thomas Prey (VG Nabburg), Bürgermeister Martin Prey, Benjamin Zwack (VG Oberviechtach), Klaus Kiefmann (Firma Seebauer) und Wolfgang Vetter (Ingenieurbüro Weiß).
von Georg Köppl Kontakt Profil

Die Erneuerung erfolgt für die Gemeinde Altendorf in Teilbereichen der Ortschaft Dürnersdorf mit einer Länge von 120 Metern und im Bereich der Gemeindeverbindungsstraße von Dürnersdorf in Richtung Enzelsberg mit einer Länge von rund 625 Metern. Für die Gemeinde Niedermurach werden etwa 525 Meter in diesem Bereich erneuert.

Die Gemeinderäte beider Kommunen haben sich nach intensiver Diskussion aufgrund des schlechten Zustands der Straße (vor allem im Altendorfer Teil) für einen Vollausbau entschieden. Die Planungen erstellte das Ingenieurbüro weiß, das auch die Bauausführung überwacht. Den Zuschlag als günstigster Bieter für die Bauarbeiten erhielt die Firma Seebauer.

Baubeginn war am 17. Mai. Mittlerweile sind die Arbeiten soweit fortgeschritten, dass das voraussichtliche Bauende im Lauf des Oktobers sein wird. Im Zuge des Straßenbaus sind bezüglich der Oberflächenentwässerung aufgrund der großen Hangeinzugsgebiete vor allem im Gemeindebereich Altendorf umfangreiche Maßnahmen wie beispielsweise Rückhaltemulden (siehe Info-Kasten) erforderlich.

Bereits asphaltiert

Auf der Strecke zwischen der Ortsumgehung von Dürnersdorf bis Enzelsberg ist nach Erdarbeiten, Straßenentwässerung und Einbau der Frostschutzschicht bereits die Asphalttrageschicht eingebaut. Hier sind lediglich noch die Bankettarbeiten und Angleichungen erforderlich. Als nächstes stehen die Erdarbeiten an der Ortsstraße in Dürnersdorf an. Dabei werden auch die Verrohrungen erneuert bzw. offene Wasserführungen angelegt, um die in der Vergangenheit bei Starkregen immer wieder aufgetretenen Überschwemmungen zu minimieren. Darüber hinaus hat sich der Gemeinderat Altendorf dafür entschieden, im Zug dieser Maßnahmen zusätzlich die marode Zufahrt zu den Anwesen Eckl und Eigner zu erneuern. Hierfür fallen voraussichtlich weitere Baukosten von rund 60 00 Euro plus entsprechende Baunebenkosten an. Die veranschlagten Kosten für die GVS Dürnersdorf-Enzelsberg belaufen sich auf insgesamt 595 000 Euro, wobei 401 000 Euro auf die Gemeinde Altendorf und 195 000 Euro auf Niedermurach entfallen.

"Belastetes Material"

Wobei das Thema "belastetes Material" (sogennantes Z-Material) gewisse Unwägbarkeiten mit sich bringt, die erst während der Bauarbeiten konkret werden. Für die Entsorgung wurden deshalb für den Altendorfer Bereich weitere 128 000 Euro veranschlagt und für den Niedermuracher Teil 73 000 Euro. Zum Thema "belastetes Material" können nicht nur die Bürgermeister Martin Prey und Georg Köppl nur den Kopf schütteln.

"Man kann es selber nicht nachvollziehen, geschweige es den Bürgern vermitteln", so die Gemeindeoberhäupter: Solange eine Straße "nicht angerührt" wird, ist es egal, was im Boden ist. Wenn die Straße erneuert wird, wird vom Asphalt bis zum Untergrund alles beprobt. Ist das Material "stark belastet", kommt es auf eine Sonderdeponie, bei geringeren Belastungsstufen darf es wieder in den Straßenkörper eingebaut oder anderswo zur Reparatur von Feldwegen verwendet werden. Da stelle sich die Frage, wie das Ganze künftig überhaupt noch finanziell zu schultern ist.

Die Tragschicht auf der GVS Dürnersdorf-Enzelsberg ist im Bereich nördlich der Ortsumgehung bereits aufgebracht. Die Feinschicht ist erst später dann insgesamt an der Reihe, wenn auch der Innerortsbereich und die Zufahrt zu den Anwesen Eigner/Eckl zum Asphaltieren vorbereitet sind.

Zahlen und Fakten:

An Frostschutzschicht wurden insgesamt 5 300 Kubikmeter eingebaut. Der Asphaltaufbruch umfasst 6 150 Kubikmeter, die neuen Asphaltflächen erstrecken sich auf 6 700 Quadratmeter. Bei den Erdarbeiten wurden 6 500 Kubikmeter bewegt, hinzu kommen 2 750 Quadratmeter Bankette. Für die Entwässerung wurden 1 850 Meter Sickerleitungen verlegt; hinzu kommen 170 Meter Ablaufleitungen, 26 Schächte und sechs Retentionsmulden für die Wasserhaltung mit einem Fassungsvermögen von 180 Kubikmetern. (kö)

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