11.03.2019 - 11:27 Uhr
Altenstadt bei VohenstraußOberpfalz

Besondere Auszeichnungen

Die Fischereiaufseher haben eine wichtige Aufgabe zu erfüllen und müssen stets mit wachen Augen durch die Fluren und um die Gewässer streifen.

Sieglinde Blöderl aus Waldthurn (Zweite von links) gehörte bisher mit zum fleißigen Küchenteam des Kreisfischereivereins. Jetzt tritt sie aus gesundheitlichen Gründen kürzer. Wilma Zitzmann und Marion Stärk (vorne, von links nach rechts) stehen weiterhin in der kulinarischen Verantwortung. Eine Sonderehrung ging an Schriftführer Richard Koller (links) als akribischer Schriftführer und an Doris Weilacher (Dritte von links) und Uli Vollath (Dritter von rechts) für das Ausbaggern des Rastweihers. Vorsitzender Johann Dittmann (rechts) überreichte die Geschenke.
von Elisabeth DobmayerProfil

Gleich von mehreren Vergehen berichtete Fischereiaufseher und stellvertretender Vorsitzender Martin Puff bei der Jahreshauptversammlung des Kreisfischereivereins im Gasthof „Grüner Baum“. Bei den Kontrollgängen der Fischereiaufseher an den Vereinsgewässern wurde am „Totnbrettlweiher“ in Gröbenstädt eine Gewässerverschmutzung angezeigt, weil dort alte Farbe entsorgt wurde. Eine Verwarnung sprachen die Kontrolleure an einen Angler aus, der die Raubfischschonzeit nicht beachtete und einen Platzverweis gab es am Sperlweiher, ebenfalls in Gröbenstädt, wegen Feuermachens und Zeltens. Außerdem entdeckten die Männer zwei unerlaubte Legangeln bei Lohma. Im Januar kam Obmann Hans-Hermann Lier als Obmann der Fischereiaufseher des Fischereiverbands Oberpfalz und informierte über das Fischereirecht und das richtige Verhalten an Fischereigewässern. Vereine bis aus Trausnitz und Wernberg haben daran teilgenommen. Unterstützt wurde diese Veranstaltung auch von der hiesigen Polizeiinspektion, berichtete Puff. Gewässerwart Hubert Gallitzdörfer listete detailliert den Fischbesatz des vergangenen Jahres auf. So wurden 1123 Kilogramm Spiegelkarpfen, 371 Kilogramm Schuppenkarpfen, 63 Kilogramm Forellen, 126 Kilogramm Rotaugen oder -federn, 156,9 Kilogramm Schleien, 180 Kilogramm Brachsen und 75 Kilogramm Weißfische in die vereinseigenen Gewässer eingesetzt. Dazu kommen 2000 Stück Glasaale und 6500 vorgestreckte Zander. Im Artenhilfsprogramm wurden zusätzlich 2500 Bachforellen, 2000 Nasen und 1000 Barben in die natürlichen Gewässer entlassen. Schriftführer Richard Koller wies außerdem noch auf wichtige Vereinsbestimmungen hin, die unbedingt einzuhalten sind. „Graskarpfen sind ganzjährig geschützt und müssen sofort in die Gewässer zurückgesetzt werden.“ Festgestellt wurde weiterhin, dass der Amerikanische Krebs überhandnimmt und damit den einheimischen Edelkrebs verdrängt. Daher sei für den Krebsfang erlaubt, einen Krebsteller zu verwenden. „Die Fänge sind auch sofort in die Fanglisten am Gewässer einzutragen“, wies Koller die Fischer noch hin.

Ganz verhalten übte Kreisfischereivereinsvorsitzender Johann Dittmann Kritik an seinen Mitgliedern: „Je weiter das Jahr fortschreitet, umso weniger Mitglieder lassen sich bei den Arbeitsdiensten blicken.“ Nach dem Motto „Zupackende Hände machen ein schnelleres Ende“ wäre zum Beispiel beim Abfischen des Rastweihers dringend Hilfe nötig gewesen. Nebenbei wurde der Weiher auch noch unter Ausschluss der Mitglieder ausgebaggert, informierte der Vorsitzende. Das sei deshalb sehr schade, weil sich der Verein viel Geld hätte sparen können. Trotzdem galt Dittmanns Dank dem Baggerpaar Doris Weilacher und Uli Vollath, die fast 30 Stunden alleingelassen die Arbeit erledigten und nur den Diesel in Rechnung stellten. Dafür gab es einen Extra-Applaus der Anwesenden. Aber auch das fleißige Küchen-Team erhielt herzliche Worte des Dankes für die Arbeit im Kiosk. Dazu gehören Marion Gesierich, Wilma Zitzmann, Marion Stärk, Doris Weilacher, Regina Puff, Marietta Gallitzendörfer und bisher Sieglinde Blöderl. Leider müsse Letztere nun aus gesundheitlichen Gründen ausscheiden. Sie wurde mit einem Blumenstrauß verabschiedet.

Richard Koller gab bekannt, dass der Mitgliederstand des Vereins gegenüber dem Vorjahr zurückging. Zu den 11 Neuaufnahmen, darunter 7 Erwachsene und 4 Jugendliche, erfolgten 11 Kündigungen und 6 Sterbefälle. Als Jungfischer wurden Niklas Beer aus Schirmitz, Jonas Wurzer aus Vohenstrauß, Ludwig Grötsch und Gabriel Strobl aus Waidhaus begrüßt und bei den Erwachsenen waren es Joachim Fink aus Kemnath, Franziska Planner aus Waidhaus, Martin Biller und Marietta Gallitzendörfer aus Pleystein und das Ehepaar Jennifer und Patrick Beer aus Schirmitz. Johann Dittmann nahm bei der Jahreshauptversammlung auch die Siegerehrung der Vereinsmeister vor. Leon Stärk durfte eine Jahreskarte in Empfang nehmen und Tobias Randhartinger einen neuen Wanderpokal. Eine Vereinsehrung ging ebenfalls an Richard Koller, der heuer ein kleines Jubiläum feiern kann. Seit zehn Jahren dokumentiert er akribisch die Vereinsarbeit. Dittmann versicherte, dass man das gar nicht hoch genug einschätzen könne, was Koller in seinem Amt leiste. Mit einem Geschenk sagte Dittmann Dank für diese Arbeit. Eine Verbandsehrung mit der Ehrennadel in Silber war für die zehnjährige Tätigkeit im Beirat für Franz Schwarzmeier vorgesehen, ebenso für Christian Busch und Hubert Gallitzdörfer die sich jeweils acht Jahre in die Beiratsarbeit des Kreisfischereivereins einbrachten. Gallitzdörfer war zudem sieben Jahre Gewässerwart des Vereins. Als fleißigster Jungfischer erhält Ludwig Busch ein Geschenk nachgereicht, da er bei der Jahreshauptversammlung nicht anwesend war. Joachim Gesierich fand es an der Zeit, sich auch beim Vorsitzenden einmal zu bedanken und seine zehnjährige Tätigkeit und unermüdliche Arbeit als Vorsitzender zu würdigen. „Du opferst sehr viel Zeit für den Verein.“ Ein Geschenk für Dittmann und seine Ehefrau Gabriele sollte dafür eine kleine Entschädigung sein.

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