Heinrich Rewitzer ist zwar mittlerweile auf den Rollstuhl angewiesen aber seinen Lebensmut und -frohsinn hat er deswegen nicht verloren. Am Sonntag feierte er mit seinen Lieben im Gasthof „Grüner Baum“ seinen 90. Geburtstag. Noch immer wohnt er in seinem Haus an der Bischof-Otto-Straße und verfolgt interessiert das Geschehen in der Stadt und in der Welt. Gerne nimmt er an den wöchentlichen Veranstaltungen in der AWO-Tagespflege teil und findet dadurch Gesprächspartner und Unterhaltung unter Gleichgesinnten. Er fühlt sich rundum wohl in dieser Einrichtung, die ihm viel Abwechslung bietet.
Damit er nachts nicht alleine bleiben muss, ist Sandra, eine der Enkelinnen zu ihm gezogen. Auch Sohn Heinrich und Tochter Inge kümmern sich liebevoll um ihren Vater. Zudem schauen auch die Enkel Miriam und Christian sowie die Urenkel Annabell (4) und Hannes (1) wann immer es möglich ist bei ihrem Opa und Urgroßvater vorbei. Als Rewitzers Ehefrau Angela vor sieben Jahren nach langer Krankheit verstarb, ließ sich Heinrich Rewitzer nicht unterkriegen, denn sein Lebensbuch hatte bis dahin schon mehrere schwere Schicksalsschläge bereitgehalten, die es zu überwinden galt. Der gebürtige Pleysteiner wurde mit 16 Jahren als Luftwaffenhelfer bei der Flak in München eingesetzt. Glücklicherweise kam der junge Mann damals unverletzt in seine Heimat zurück. Nachdem er Maler gelernt hatte, blieb er bis zur Rente bei der Firma Nachtmann als Betriebsmaler.
Am 19. Februar 1955 führte er seine Ehefrau Angela Müller, die aus Petland im Kreis Tachau stammte, in der Klosterkirche St. Felix an den Traualtar. In Rewitzers Heimatgemeinde lernten sich die beiden kennen und lieben. Gerne griff der junge Mann in seiner wenigen Freizeit zum Schifferklavier. Ein schwerer Verlust war für Rewitzer der plötzliche Tod seines Schwiegersohns Gerhard Meyer am 8. Mai 2003. Nur drei Jahre später starb Rewitzers Sohn Alfred, der sich als ehemaliger Kreisbrandmeister große Verdienste in der ganzen Region erworben hatte. Bürgermeister Andreas Wutzlhofer gratulierte ganz herzlich im Namen der Stadt und Großgemeinde. Den Glückwünschen schlossen sich ebenfalls Kaplan Alexander Ertl und Pfarrgemeinderatssprecher Manfred Bauer an. Zudem gratulierten Vertreter der Siedlergemeinschaft Altenstadt und natürlich der Ortsverband der Arbeiterwohlfahrt.













Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.