04.03.2019 - 16:08 Uhr
Altenstadt bei VohenstraußOberpfalz

Venezianische Schönheiten in Altenstadt

Der Katholische Frauenbund holt heuer den venezianischen Fasching nach Altenstadt. Im Gasthaus Vitzthum-Kleber verbringen die Gäste eine verheißungsvolle Nacht.

"In Venedig ist heute Maskenball, komm ich zeig dir den Karneval. Musik erklang am Canale Grande. Bunte Gestalten tanzten durch die Nacht. Da hab ich im Mondlicht ein Mädchen gesehen. Sie war so geheimnisvoll und wunderschön", sangen schon die Flippers. Beim Frauenbundfasching in Altenstadt ging es heuer venezianisch zur Sache.
von Elisabeth DobmayerProfil

Wer nicht zum Karneval in Venedig nach Italien reisen kann, holt den für seine Kostümkunst bekannten Fasching einfach in die Oberpfalz. Der Katholische Frauenbund versetzte sich beim diesjährigen Fasching im Gasthof „Grüner Baum“ in die weltberühmte Stadt der tausend Brücken mit Markusplatz, Canal Grande und Rialto-Brücke und schenkte Venedig und dem venezianischen Karneval eine Hommage in Form von prachtvollen Kostümen. Auch das italienische Orchester Rondó Veneziano schöpfte aus seinem Repertoire und gab den Frauen den Takt zum Tanz vor. Vorsitzende Martha Bauer freute sich mit dem Vorstand über die vielen Gäste, darunter auch Dekan Alexander Hösl und die ehemalige Gemeindereferentin Christine Hecht. „Den Fasching in Venedig zu erleben, war schon immer unser Traum, doch beileibe schaffen wir das kaum“, dichtete sie in der Begrüßungsrede. „Wir vom Frauenbund sind ja nicht dumm, dachten uns, dann drehen wir den Spieß halt um.“ Venezianischen Fasching feiern könne man auch in Bayern, meinte Bauer. „Leider haben wir keinen Gondoliere, der uns schippert über Venedigs Kanäle und Meere.“ Mit Wirt Albert Kleber hätten es die Frauen schon probiert, doch der sagte zu ihnen ganz ungeniert: „Liebe Frauen des is doch toll, den Kanal vo die Leit, den bring ma scho voll.“ Die Frauen luden zu ihrem Faschingstrubel auch ein barockes Musikensemble mit der Kapelle „d‘Hogga“ ein. „Der Walter und der Josef von edler Statur, barock moint da Walter, wär bloß sei Figur“, dichtete Bauer bestens aufgelegt weiter. Auch der Pfarrgemeinderat aus Vohenstrauß mit Sprecher Manfred Bauer zeigte noch einmal die einstudierte Faschingsaufführung zur Artenvielfalt. Fröhlich wurde auch die Altenstädter Garde in Empfang genommen. Später gab es viel „Katzenjammer“ beim Sketch mit Bauer und Monika Mages. Ausgerechnet die Katze des Dekans wird in Pflege genommen und ist plötzlich verschwunden. Schlussendlich wird sie beim Kater im evangelischen Pfarrhaus gesichtet und die Pointe war klar: „Gelebte Ökumene“. Bis in den frühen Morgen gaben sich die Narren ausgiebig der Fröhlichkeit und dem Frohsinn hin.

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