12.05.2020 - 10:31 Uhr
Altenstadt bei VohenstraußOberpfalz

Weithin geschätzte Gastwirtin Emma Vitzthum feiert 80. Geburtstag

Aus der angedachten großen Feier zum 80. Geburtstag von Emma Vitzthum wurde eine ganz beschauliche Feier mit Schwiegersohn Albert, Tochter Silvia und Enkel Jonas. "Hauptsache gesund", lautete das Motto der Jubilarin angesichts der Corona-Pandemie.
von Elisabeth DobmayerProfil

Wer am Montag die weithin bekannte Gastwirtin Emma Vitzthum vom „Grünen Baum“ zum 80. Geburtstag gratulieren wollte, musste sich in eine lange telefonische Warteschleife einreihen. Normalerweise wäre es eine Riesenfeier mit vielen Gästen geworden. Doch in Zeiten der Corona-Pandemie Geburtstag zu feiern ist kein einfaches Unterfangen. Fast wäre der Jubeltag auf den Muttertag getroffen. Immerhin hätte Emma Vitzthum die ganze Gaststube voller Gäste zu diesem denkwürdigen Jubiläum empfangen und mit allen voller Frohsinn und Dankbarkeit nicht nur mit einem Gläschen Sekt angestoßen. Außerdem hätten sich etliche Musikanten ein Stelldichein gegeben, um „ihrer Emma“ musikalisch viel Glück und Gesundheit zu übermitteln.

Vermutlich wäre der Gasthof an diesem Tag der reinste Taubenschlag gewesen, wäre da nicht das Virus, das der Seniorin einen gehörigen Strich durch die Rechnung machte. „Es hätte alles so schön sein können und es tut mir unendlich leid, dass dieses schlimme Virus so um sich greift. Man sieht es halt auch nicht“, gibt sich die Jubilarin der nicht änderbaren Tatsache geschlagen und bittet fast um Entschuldigung, dass die Geburtstagsfeier nicht wie geplant stattfinden konnte. „Hauptsache wir bleiben alle gesund“, wünschte sie sich sehnlichst.

Die Seniorchefin ist der Ruhepol der Gastwirtschaft mit einem bewegten Leben, die heute Tochter Silvia mit Unterstützung ihres Ehemanns Albert führt. Zwischenzeitlich strebt auch Emmas einziger und mittlerweile 18-jähriger Enkel Jonas eine Ausbildung im Hotel- und Tourismusmanagement in Wiesau an. Er ist der ganze Stolz der Oma, der sie unheimlich glücklich macht. Bei Emma Vitzthum kehren Fremde, Freunde und Bekannte immer wieder gleichermaßen gerne ein. Für jeden Gast hat die Wirtin stets ein gewinnendes Lächeln übrig. Mittlerweile lässt es Emma Vitzthum aufgrund ihres fortschreitenden Alters etwas ruhiger angehen. Groß ist stets die Freude, wenn Urlaubsgäste wiederkehren. Auch zum runden Jubiläum trafen aus vielen deutschen Winkeln Geburtstagsgrüße für sie ein.

Als Jüngste von insgesamt acht Geschwistern wuchs sie als Emma Pröls in Leuchtenberg auf. Nach der Hauswirtschaftsschule sammelte die junge Frau im Bayerischen Hof in Weiden Erfahrungen in der Gastronomie. Gastwirt Erich Vitzthum aus Altenstadt wurde auf die adrette Leuchtenbergerin aufmerksam und führte sie am 4. Juni 1963 an den Traualtar in der Leuchtenberger Pfarrkirche St. Margareta. Tochter Silvia komplettierte die kleine Familie. Mit viel Aufmerksamkeit, Herzensgüte, Entgegenkommen, Hilfsbereitschaft, Wohlwollen und Liebenswürdigkeit begegnet sie stets ihren Mitmenschen und nicht nur deshalb wird sie auch weithin geschätzt. Schwer traf Emma Vitzthum der Tod ihres Ehemanns vor fünf Jahren.

In die Gratulation von Ministerpräsident Markus Söder reihten sich auch Dekan Alexander Hösl und Bürgermeister Andreas Wutzlhofer ein. Ganz besonders freute sich die Jubilarin über die musikalischen Jubiläumsgrüße von Heiner Nachtmann von der Gambrinus-Brauerei aus Weiden per Telefon.

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