28.02.2020 - 12:41 Uhr
Altenstadt an der WaldnaabOberpfalz

CSU "frotzelt" beim Politischen Aschermittwoch

Unter dem Motto "A bissl frotzeln ist erlaubt" hat die CSU zum Politischen Aschermittwoch ins Meerbodenreuther Schützenheim eingeladen. Dominik Baschnagel, Andreas Greiner und Elisabeth Weiß nehmen das Motto ernst.

Beim Politischen Aschermittwoch der CSU treten Dominik Baschnagel, Andreas Greiner und Elisabeth Weiß (von rechts) ans Rednerpult. Dabei wird, wie angekündigt, auch gegen die politischen Gegner "gefrotzelt".
von Werner SchmolaProfil

Der CSU wollte auch im Kommunalwahlkampf den schon traditionellen Politischen Aschermittwoch nicht ausfallen lassen, sagte Vorsitzender und Bürgermeisterkandidat Dominik Baschnagel. Dennoch war es heuer anderes. Nicht nur der Vorsitzende selbst stand am Rednerpult, auch Gemeinderätin Elisabeth Weiß und Gemeinderat Andreas Greiner bestritten den Abend mit. "Heute ist a bissl frotzeln erlaubt", sagt Weiß und erzählte einige Anekdoten aus dem Gemeinderat. "Da wird erst mit abgestimmt und sich danach mit den Worten gemeldet: ,Ich hätte da aber noch eine Frage.'"

Für die CSU gilt laut Weiß: "Wir diskutieren die Tagesordnungspunkte lange und ausführlich, jeder darf dazu seine Meinung sagen. Deshalb gehen wir auch gut vorbereitet in die Sitzungen." Andreas Greiner beschäftigte sich mit den Versprechen der anderen Parteien in Altenstadt. "Wenn ich mit den SPD-Flyer anschaue, denke ich, dass es ein Gemeindeflyer ist, bei dem ein Praktikant aus Versehen das SPD-Logo anstatt des Gemeindewappens daraufgesetzt hat." Die Bilanz, die die SPD für sich reklamiere, sei schlichtweg die Arbeit des gesamten Gemeinderats der letzten sechs Jahre. "Von einer SPD-Idee oder einem SPD-Vorschlag habe ich die letzten Jahre weder gelesen noch gehört", sagte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende.

"13 Millionen Euro sind ausgegeben worden und die Verschuldung pro Kopf um 30 Euro gesunken, so die Gemeindebilanz der letzten sechs Jahre", stellte Greiner fest. Das klinge erst mal gut, sei aber weit unter dem bayerischen Landesdurchschnitt. "In Vohenstrauß, dort wo ich arbeite, hat der CSU-Bürgermeister im gleichen Zeitraum knapp 25 Millionen Euro in Infrastruktur investiert und die Verschuldung um gut 200 Euro pro Kopf gesenkt. Dort geht was. In Altenstadt sind einige Aufgaben einfach zu lange verschoben und nicht angepackt worden", kritisierte Greiner. Er betonte, dass sich immer wieder die CSU als treibende Kraft im Gemeinderat hervortue und unterstrich dies mit einer Vielzahl an Maßnahmen, die von der CSU beantragt worden und so auf den Weg gebracht worden seien. Greiners Fazit: Der Gemeinderat insgesamt habe zwar ordentlich gearbeitet, in den letzten Jahren aber auch nichts wirklich Herausragendes erreicht.

Die wegweisenden Entscheidungen und damit wirklich harte und anstrengende Gemeinderatsarbeit stehe in den nächsten zehn Jahren an. Für die Gemeinde Altenstadt sei nun wichtig, dass "wir mit unserem Dominik einen begeisterten, leidenschaftlichen Bürgermeister bekommen, der die Menschen mag, Politik kann und die besten Kontakte hat".

Baschnagel selbst ging am Ende noch auf die Fragen der Bürger ein. "Die Gemeindeverbindungsstraße von Meerbodenreuth nach Buch ist beschlossene Sache, auch wenn das die Freien Wähler nicht mehr wissen. Leider wurde die Maßnahme aber verschoben, dass Stand jetzt in 2022 gebaut werden soll." Auf die Nachfrage zum Thema Radweg meinte er: "Wir brauchen hier eine ganzjährige befahrbare und für die Kinder sichere Lösung. Ein Weg durch den Bürgerwald scheidet dabei aus. Wir müssen uns nochmal hinsetzen und entlang der Straße nach Altenstadt und Weiden gemeinsam planen."

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