Rosemarie Härtel ist zertifizierte Validatorin für Demenz. Unter anderem arbeitet sie für das Universitätsklinikum Regensburg. Gemeinsam mit Gerontologen Georg Pielhofer und Krankenschwester Katja Nübler schulte sie 13 Damen zur Unterstützung im Alltag bei Demenz. Die Teilnehmerinnen erhielten Zertifikate der Deutschen Alzheimer Gesellschaft und dürfen künftig Erkrankte ehrenamtlich betreuen.
Das Feld der Teilnehmerinnen war breit gefächert. "Wir hatten fünf Damen vom Hauswirtschaftlichen Fachservice Tirschenreuth, drei von der Ambulanten Krankenpflege Neustadt, drei vom Malteser-Café Malta und zwei waren privat hier." In einem 40-stündigen Kurs über fünf Tage brachten die drei Ausbilder den Frauen unter anderem Basiswissen über die Krankheit, die Gesprächsführung mit den Erkrankten und das richtige Verhalten in Krisen- oder Notsituationen bei.
Härtels Spezialgebiet, die Validation, ist eine Kommunikationsmethode, die den Umgang mit dementen Personen erleichtert. "Man soll die Wirklichkeit des desorientierten Menschen verstehen. Ziel ist, ihnen mit Würde und Respekt gegenüberzutreten, Vertrauen zu schaffen und ihr Selbstwertgefühl zu stärken."
Ein wichtiges Instrument sei das Spiegeln: "Die demenzbetroffene Person will Ernst genommen werden. Spiegeln heißt, sie durch bestimmte Handlungen und Antworten zu bestätigen." Ein konkretes Beispiel wäre die Frage nach dem verstorbenen Ehemann. "Erklären Sie einfach, er komme abends nach Hause."













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