21.07.2020 - 13:53 Uhr
Altenstadt an der WaldnaabOberpfalz

Kegler hoffen auf Neustart

Seit März waren die Kegelbahnen wegen der Corona-Pandemie geschlossen. Jetzt dürfen die Sportler unter strengen hygienischen Maßnahmen wieder trainieren. Der Saisonbeginn steht aber noch in den Sternen.

Fast drei Monate durfte auf den Kegelbahnen, wie hier bei Weiß-Blau Altenstadt, kein Sport ausgeübt werden.
von Johann AdamProfil

Einstimmig segneten die anwesenden Vereinsvertreter des Kegelkreises Weiden in der Jahreshauptversammlung nachträglich, wie in der Einladung angekündigt, die Beitragserhöhung ab. Nötig sei diese vor allem durch die Erhöhung durch den Bayerischen Kegelverband geworden, erklärte Vorsitzender Hans Kneissl. Er bedauerte, dass die Coronakrise es für die Verantwortlichen unmöglich gemacht habe, das eigentlich üblich Prozedere einzuhalten.

In der "d`Wirtschaft" begüßte Kneissl die Vertreter von Dreiviertel aller dem Sportkegelverein Weiden und Umgebung angeschlossener Vereine. Derzeit sind 722 aktive Mitglieder in 33 Clubsgemeldet. Leider haben sich der TSV Oberviechtach und die DJK Weiden aufgelöst. GH Löschwitz liegt vorläufig auf Eis.

"Die weltweite Corona-Pandemie hat sich auch negativ auf unseren Sport ausgewirkt", betonte Kneissl. So seien Auf- und Abstiegsentscheidungen zwei Spieltage vor dem eigentlichen Saisonabschluss getroffen worden. "Das macht deutlich, wie gefährlich die Corona-Pandemie in unserem Land eingeschätzt wird". merkte der Vorsitzende an. Auch die überregionalen Wettbewerbe seien abgesagt worden.

"Zurzeit können wir unseren Sport nur eingeschränkt ausüben", resümierte er. Trainingsmöglichkeit bestehe nur unter hohen Hygienemaßnahmen. Der Saisonbeginn 2020/21 sei noch nicht festgelegt, teilte Kneissl mit: "Wir müssen immer noch abwarten, wann unsere Regierung wieder grünes Licht gibt, damit wir wieder vernünftig planen können." Der Vorsitzende hofft, dass nicht zu viele Sportler und Jugendliche durch die Einschränkung den Kegelsport an den Nagel hängen.

"Bei der Anzahl der Kinder und Jugendlichen stehen wir im Vergleich mit anderen Vereinen im BSKV noch verhältnismäßig gut da", erklärte er und führte dies auf die gute Jugendarbeit in vielen der Clubs im Kegelkreis Weiden zurück. Dafür sprach er den Trainern und Betreuern Dank aus. 2019 wurden die Kreis- und Vereinsmeisterschaften durchgeführt, wofür Kneissl allen Clubs und Helfern Dank aussprach.

Jugendwart Johannes Sier und Sportwart Detlef Götz gaben einen kurzen Einblick in das sportliche Geschehen des zurückliegenden Jahres. Sie nannten Eckdaten und lobten die Leistungen der einzelnen Kegler. Kreisspielleiter Manuel Kraus überreichte in diesem Zusammenhang die Urkunden an die Meistermannschaften in den Kreis- und Jugendligen.

Vorsitzender Hans Kneissl gab dann bekannt, dass geplante Ehrungen wegen Corona zurückgestellt worden seien, da bei der Planung der Jahreshauptversammlung noch keine Möglichkeit zum Treffen mit einem größeren Personenkreis gegeben gewesen sei. Diese Ehrungen werden in einer gesonderten Veranstaltung zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt, kündigte er an.

Zur Beitragerhöhung merkte er an, dass die geplante Jahreshauptversammlung im März leider nicht veranstaltet werden konnte und so ein nötiger Beschluss auch nicht möglich gewesen sei. "Da aber die laufenden Beiträge an den Verband abgeführt werden müssen", habe sich der Vorstand entschlossen, die Erhöhung ohne Beschluss vorzunehmen, berichtete der Vorsitzende. "Mit den neuen Beiträgen für Jugendliche (4,50 Euro) und Erwachsene (13,10 Euro) liegen wir noch deutlich unter dem Beitrag des BSKV, der bei 5,50 Euro für Jugendliche und bei 16,90 Euro für Erwachsene liegt. Ohne diese Erhöhung wäre der SKV Weiden jetzt pleite", machte er deutlich. Nach leichter leiser Kritik am Vorgehen des Vorstands – es habe einfach die Vorinformation für die Clubs gefehlt – stimmten die Vereinsvertreter der Erhöhung einstimmig zu.

Kneissl mahnte am Ende seiner Ausführungen an, dass Änderungen bei den Ansprechpartnern an den SKV und den Kreisspielleiter gemeldet werden, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Mit einem „Gut Holz“ beendete er die Sitzung.

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