Am Freitagmorgen versammelten sich rund 40 Festgäste zur Einweihung der Wohnanlage in der Ernst-Kraus-Straße 8. Vorstandsvorsitzender Simon Wittmann erinnerte daran, dass es bereits das zweite und vorläufig letzte innovative Projekt des Siedlungswerks in Altenstadt sei. Am 1. Dezember würden die ersten Mieter einziehen.
Laut Altlandrat stand auf dem 1200 Quadratmeter großen Grundstück ein nicht mehr sanierbares Sechs-Familien-Haus. Es wurde abgebrochen. Der Neubau besteht aus drei Wohngeschossen und dem Keller. Die Größen seien sehr variabel, von 54 bis 109 Quadratmeter, mit Balkon oder Terrasse. Alle Wohnungen, auch die Kellerräume mit Ladestation für motorisierte Rollstühle, seien mit einem vergrößerten Aufzug erreichbar. Die Wohnungen würden mit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe, unterstützt durch eine Photovoltaikanlage, sowie einer Gasbrennwertanlage sehr umweltschonend und energiesparend beheizt. Die Baukosten betragen 1,85 Millionen Euro.
Wittmanns besonderer Dank galt Leitendem Baudirektor Manfred Ahles von der Regierung der Oberpfalz für die großartige Förderung und hilfreiche Begleitung. Für das Projekt gab es einen Zuschuss von 230 000 Euro und ein Darlehen von 800 000 Euro mit einem Zinssatz von 0,5 Prozent. Der Freistaat stelle viel Geld für den sozialen Wohnungsbau zur Verfügung. Wenn es hapere, dann an der Verteuerung und der Verfügbarkeit der Grundstücke.
Das Landkreissiedlungswerk mit über 600 Wohnungen, das zu den "gesündesten in Bayern gehört", werde die Schlagzahl und nur noch barrierefrei bauen, kündigte der Tännesberger an. Als nächstes käme ein Dutzend Wohnungen in Windischeschenbach hinzu.
Leitender Baudirektor Ahles lobte das Siedlungswerk als zuverlässigen Partner und dessen Projekte als Musterbeispiel für einen zukunftsweisenden Wohnungsbau. Während in Weiden oder Cham die Quadratmeterpreise bei den Mieten im sozialen Wohnungsbau inzwischen die 10-Euro-Marke überschritten, lägen sie in Altenstadt bei 4,80 Euro. "Das sind Mieten, die sich jeder leisten kann."
Der Freistaat habe erkannt, dass er für den sozialen oder wie es jetzt heißt für den einkommensorientiert geförderten Wohnungsbau etwas tun müsse. Standen der Regierung 2014 nur 13 Millionen Euro zur Verfügung, seien es aktuell fast 50 Millionen. 60 Prozent der bayerischen Haushalte überschritten nicht die Einkommensgrenze von gut 60 000 Euro.
Aufsichtsratsvorsitzender Gerd Werner gratulierte zu dem gelungenen Neubau und erinnerte an die satzungsgemäße Aufgabe des Siedlungswerks, die Bevölkerung und die Mitglieder der Genossenschaft mit sozialverträglichen Wohnungen zu versorgen. Bürgermeister Ernst Schicketanz dankte für das barrierefreie und rollstuhlgerechte Wohngebäude. "Das ist eine Aufwertung für Altenstadt."
Nachdem die Pfarrer Markus Nees und Ulrich Gruber den Segen Gottes für das Gebäude und die Menschen, die darin wohnen, erbeten und die Architekten Alexandra Hagl und Axel Weidner den Schlüssel für das Gebäude übergeben hatten, lud Vorstand Georg Heigl zur Brotzeit in "D'Wirtschaft" ein.













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