04.06.2018 - 15:54 Uhr
Altenstadt an der WaldnaabOberpfalz

Auf der Suche nach Plan B

Die Altenstädter wissen nun, was sie nicht wollen: Der groß dimensionierte Brunnen am Pfarrplatz fiel beim Bürgerentscheid durch. Eine richtige Alternative für die Gestaltung der Fläche hat außer den Freien Wählern aber zurzeit niemand.

Nur Blumenkästen lockern die öde Fläche am Pfarrplatz bislang auf. Ab dieser Woche soll sie umgestaltet werden. Wie sie einmal aussehen soll, ist aber nach wie vor umstritten.
von Friedrich Peterhans Kontakt Profil

(phs) Die Freien um Fraktionssprecher Bernhard Pscheidt wünschen sich für die gute Stube vor dem Heimatmuseum einen Platz für den Maibaum und im Winter für den Christbaum. Am Mittwoch nächster Woche ist das Thema wieder im Gemeinderat. Großartig enttäuscht ist Bürgermeister Ernst Schicketanz (SPD) dennoch nicht. "Ich bin Demokrat und respektiere das.

(phs) Die Freien um Fraktionssprecher Bernhard Pscheidt wünschen sich für die gute Stube vor dem Heimatmuseum einen Platz für den Maibaum und im Winter für den Christbaum. Am Mittwoch nächster Woche ist das Thema wieder im Gemeinderat. Groß enttäuscht ist Bürgermeister Ernst Schicketanz (SPD) dennoch nicht. "Ich bin Demokrat und respektiere das. Vielleicht hätte ich es mir etwas knapper vorgestellt, aber viele gehen halt nur hin, wenn sie gegen etwas sind." Der Rathauschef könnte sich nun mit einem Baum, der von Sitzbänken umringt ist, als zweitbeste Lösung anfreunden, ebenso SPD-Fraktionssprecher Hans Simon.
Pscheidt will darüber gern diskutieren, weißt jedoch darauf hin, dass dieser Vorschlag aus der Bürgerschaft stammt. "Ich könnte mir auch vorstellen, den Platz einfach so zu lassen wie er ist und ihn einfach ein bisschen auf Vordermann zu bringen."
Was CSU-Fraktionschef Dominik Baschnagel gefallen würde, behält er vorerst für sich. "Ich werde mich hüten, etwas Nichtabgesprochenes zu verkünden", verweist er auf die nächste Fraktionssitzung. Bis Ende der Woche will er seine Leute diesbezüglich anschreiben. Einen anderen sieht er ab heute besonders in der Verantwortung: "Unser Bürgermeister muss jetzt mal mit klarer Meinung vorangehen."
Dem Rathaus hält er überdies verbesserungswürdige Öffentlichkeitsarbeit vor. Freilich: Auch die CSU hat nicht offensiv pro Brunnen geworben. Das ist nun sowieso rum ums Eck, sagt Baschnagel: "Es kommt auch kein anderer Brunnen." Denn der wäre wegen der Leitungen genauso teuer. Die 58 000 Euro Kosten waren eines der Hauptargumente der Brunnen-Gegner.
Ganz fair hätten die aber auch nicht gespielt, meint Baschnagel. "Da wurde vieles miteinander vermischt, zum Beispiel waren dort nie Parkplätze geplant."
Die Freien Wähler lässt das einstweilen kalt. Sie genießen ihren klaren Triumph beim Bürgerentscheid, obwohl zwei Drittel der Wahlberechtigten nicht an die Urnen gingen. Pscheidt: "Am Mittag sah es noch gar nicht so gut aus. Toll ist aber, dass wir viele junge Leute erreicht haben."
So oder so: In der kommenden oder der übernächsten Sitzung muss der Gemeinderat laut Schicketanz entscheiden, wie er den Pfarrplatz aufhübschen will. Das muss nämlich möglichst bald die Baufirma wissen, die das Areal umgestaltet. Sie hätte am Montag schon anfangen sollen, ist aber nicht erschienen.

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