18.10.2018 - 14:28 Uhr
Altensteinreuth bei KulmainOberpfalz

Kurz vor Überflutung

Regelmäßig sucht der CSU-Ortsverband das Gespräch mit den Bürgern. Diese wenden sich an Vorsitzenden und Rathauschef Günter Kopp sowie dessen Stellvertreter Albert Sollfrank mit zwei großen Anliegen.

Altensteinreuther und Zinster lassen sich aus erster Hand informieren und geben CSU-Ortsvorsitzendem sowie Bürgermeister Günter Kopp (rechts) ihre Sorgen und Nöte mit ins Rathaus.
von Bernhard KreuzerProfil

Ein heftiger Wolkenbruch über dem Armesberg hatte sowohl Zinst als auch Altensteinreuth in arge Bedrängnis gebracht. 50 Liter prasselten in einer halben Stunde nieder. "Eine Viertelstunde längerer Regen und es hätte alles überflutet", erklären Gesprächsteilnehmer aus beiden Orten in der Schutzhütte. In Zinst wurde dem Straßenbauamt eine gewisse Mitschuld gegeben. Das nicht entfernte Mulchgut in Straßengräben verstopfte rasch die Abflussrohre.

In Altensteinreuth trugen nicht wieder hergestellte Straßengräben an den Hängen des Armesberges eine Mitschuld. Sie hatten zur Lagerung von Baumstämmen gedient, hieß es. Weitere nicht mehr gereinigte Gräben konnten ihre Funktion nicht mehr erfüllen. Kopp versprach, hier mit dem Bauausschuss tätig zu werden.

Die Sperrung der B 22 mit Umleitung durch die beiden Orte hinterließ sichtbare Schäden, Verdrückungen und Rissbildungen an der Kreisstraße. Diese sollen beseitigt werden, lautete die Forderung. Die Bürger wollen eine Bestandsaufnahme der Schäden anfertigen und damit das Straßenbauamt konfrontieren. Auch monierten die Zinster die großen Transportern, die zum Asphaltmischwerk Zinst/Rothenhof beim ehemaligen Steinbruch fahren wollen, sich jedoch in die Ortschaft verirren. Diese stehen dann vor einer auf 12 Tonnen beschränkten Brücke und können nicht mehr umkehren. Notgedrungen rollen sie trotzdem über das Brückenbauwerk. Sollfrank regte daher an, dass vor der Ortseinfahrt an der Staatsstraße 2177 ein Hinweisschild zur Asphaltmischanlage aufgestellt werden soll.

Zinst und Altensteinreuth verfügen über eigene Wasserversorgungsanlagen. Beide sind auf dem neuesten technischen Stand. Allerdings laufen die Wasserrechtsverfahren zum Jahresende aus. Laut Kopp sind diese bis zum Jahresende 2020 verlängert und der Auftrag für ein Gutachten erteilt worden, um das Wasserrecht für weitere 20 Jahre zu erhalten. Die Altensteinreuther bemängelten den schlechten Zustand der unbefestigten Straße zum Wasserhaus. Ihrem Wunsch folgend stellt die Gemeinde zwei bis drei Kipper Fräsgut für die Ausbesserung zur Verfügung. Einbauen werden es die Einwohner selbst.

Wie Kopp ausführte, enthält der Haushalt viele Investitionen, für die eine Kreditaufnahme von 700 000 Euro bewilligt wurde, aber noch nicht in Anspruch genommen werden musste. In punkto Verschuldung habe die Gemeinde ihre Hausaufgaben gemacht und die Pro-Kopf-Verschuldung auf rund 817 Euro gesenkt. Jedoch erhalte die Kommune nun keine Stabilisierungshilfe mehr.

Ausführlich beleuchtete Kopp die Gemeindeteile. Er sprach für Unterwappenöst die vom Netz genommene Wasseranlage zum Ende des vergangenen Jahres an. Die Mulde vor dem Wasserhaus werde mit Baumaterial aus der Kulmainer Wasserbaumaßnahme aufgefüllt. In die neue Versorgungsleitung werde noch für 66 500 Euro ein Druckminderungsschacht eingebaut, um die Druckschwankungen in Aign auszugleichen und um dortige Schäden in den Rohrleitungen zu vermeiden. Die Maßnahme soll bis Mai 2019 ausgeführt sein.

Das positive Ergebnis der Spielplatzuntersuchung, der schnelle Anschluss an das Internet, die Anschaffung eines neuen Feuerwehrfahrzeuges und den verbesserten Abfluss von Regenwasser durch Säuberung der Gräben mit Nacharbeiten der Hohlgasse sprach der CSU-Vorsitzende für Zinst an. Das alte Feuerwehrauto werde zurzeit im Internet versteigert. Kopp hofft noch einen Betrag von 4000 Euro zu erzielen. Beim Internetausbau kündigte er eine Erhöhung der Leitungsleistung und die Schließung der letzten weißen Flächen an. 100 und mehr Megabits Leistung wird es in diesen Bereichen geben.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.