In Kastl mehr Platz für landwirtschaftliche Maschinen

Projektleiter Karsten Heßing, der ehemalige Bürgermeister Josef Etterer, Bürgermeister Hans Walter und Bauleiter Stefan Schiedlofsky (von links) nahmen den Spatenstich vor.
von Josef ZaglmannProfil

Die Vorbereitungen der beauftragten Baufirma Markgraf dazu haben bereits begonnen. Die Maßnahmen sollen bis Ende September 2020 fertiggestellt werden.

„Durch den Wegebau auf der bestehenden Trasse wird der Flächenverbrauch gering gehalten und die weitgehende Naturverträglichkeit der Maßnahmen gewährleistet“, betonte Projektleiter Karsten Heßing vom Amt für Ländliche Entwicklung (ALE). Zudem wird auf eine geregelte Wasserführung geachtet, bei der möglichst viel Wasser in der Fläche zurückgehalten wird.

Auftraggeber ist die Teilnehmergemeinschaft Steinwald Kernwegenetz 1. Die Bauleitung übernimmt der Verband für Ländliche Entwicklung Oberpfalz. Die Baukosten für die Gesamtmaßnahme in Kastl belaufen sich auf rund 660 000 Euro und werden mit 505 000 Euro vom ALE Oberpfalz gefördert.

Als Grundlage hat die BBV Landsiedlung im Gebiet der Steinwald-Allianz ein Konzept zum ländlichen Kernwegenetz erarbeitet. Das geschah in enger Zusammenarbeit mit den Kommunen, dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, der landwirtschaftlichen Berufsvertretung, der Unteren Naturschutzbehörde und dem Tourismusverband. „Die rasante Entwicklung in der Landtechnik mit größeren, schwereren Transport- und Erntemaschinen und höheren Fahrgeschwindigkeiten überfordern vielfach das ländliche Wegenetz“ erklärte Heßing. Zudem drängten immer mehr Radfahrer und Spaziergänger, aber auch Autofahrer auf die früher rein landwirtschaftlich genutzten Wege. Deshalb weise ein großer Teil Schäden auf.

Jetzt werden die Straßenabschnitte in einer Breite von 3,5 Meter ausgebaut, damit auch die großen land- und forstwirtschaftlichen Maschinen genügend Platz haben. „Eine bayernweite Initiative der Verwaltung für Ländliche Entwicklung zur Ertüchtigung des ländlichen Kernwegenetzes hat den Ausbau eines zukunftsfähigen Netzes landwirtschaftlicher Hauptwirtschaftswege zum Ziel“ berichtete Karsten Heßing. Die Kommunen werden dabei von den Ämtern für Ländliche Entwicklung von der Planung über die Bodenordnung und die Finanzierung bis zur baulichen Umsetzung unterstützt.

In Kemnath wird derzeit auch der sogenannte Läuferweg zwischen Kemnath und Kötzersdorf baulich verbessert. Die Arbeiten sollen bis Dezember abgeschlossen sein. Die Kosten hierfür betragen etwa 490 000 Euro, wobei das ALE Oberpfalz rund 375 000 Euro Fördermittel bereitstellt.

„Auch wenn wir als Gemeinde Kastl nicht direkt der Bauherr sind, freut es mich umso mehr, dass wir mit dem Amt für Ländliche Entwicklung im Rahmen des Ausbaus des sogenannten Kernwegenetzes und der Steinwald-Allianz starke Partner für diese Maßnahme haben“ betonte der Kastler Bürgermeister Hans Walter. Seinem Vorgänger Josef Etterer dankte er für dessen Einsatz für diese Baumaßnahme. „Bei der Planung wurden auch die Belange hinsichtlich von Freizeit und Tourismus berücksichtigt“, betonte Walter. Deshalb entstehe im Abbiegebereich vor dem Hessenreuther Wald ein kleiner Wanderparkplatz. Dass der Ausbau dieses Streckenabschnitts im Einklang mit der Natur erfolgt, gewährleisten mehrere Gutachten und Handlungsanweisungen sowie die Schaffung von Ausgleichsmaßnahmen. Ausdrücklich dankte der Bürgermeister den Anliegern und Bewohnern von Altköslarn, Neuenreuth und Gründlhut für ihre langjährige Geduld und ihr Verständnis. Anschließend lud er alle zu einer kleinen Brotzeit ein.

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