17.01.2019 - 17:05 Uhr
Altmannshof bei PoppenrichtOberpfalz

Bürgermeisterwahl in Poppenricht: CSU nominiert Hermann Böhm

Der CSU-Ortsverband Poppenricht-Traßlberg nominiert Zweiten Bürgermeister Hermann Böhm als Kandidaten für die Wahl des Poppenrichter Bürgermeisters. Böhm will "ein Bürgermeister für alle Bürger sein".

Die CSU Poppenricht-Traßlberg nominiert Zweiten Bürgermeister Hermann Böhm (Zweiter von rechts) als Kandidaten für die Bürgermeister-Wahl. Unterstützer sind (von links) Landrat Richard Reisinger, Böhms Ehefrau Martina sowie CSU-Kreisvorsitzender Harald Schwartz.
von Autor GFRProfil

Wirt Andreas Kopf musste in Altmannshof schon einige zusätzliche Stühle in den Saal seines Gasthofs stellen, damit jeder bei der Bürgermeisterkandidaten-Nominierung seinen Sitzplatz bekam. Sogar für die politische Konkurrenz rückten die "Schwarzen" näher zusammen. Die Versammlung sei von entscheidender Bedeutung für die weitere Entwicklung der Gemeinde Poppenricht, betonte Bezirksrat Martin Preuß. Er sei sicher, dass die CSU mit Hermann Böhm den besten Kandidaten für die Nachfolge von Franz Birkl ins Rennen schicke. Birkl, der sein Amt aus gesundheitlichen Gründen aufgegeben hat, habe 17 Jahre lang mit großer Motivation die Geschicke dieser Kommune geleitet, betonte Preuß.

CSU-Kreisvorsitzender Harald Schwartz schätzt Hermann Böhm als zuverlässigen und einsatzbereiten Kommunalpolitiker, dessen Arbeit selbst Ministerpräsident Markus Söder nicht verborgen geblieben sei. Keine große Überraschung war der Vorschlag des Poppenrichter CSU-Fraktionssprechers Andreas Kopf, Hermann Böhm zu nominieren. Dieser sitzt seit 1996 im Gemeinderat und ist seit 2002 Zweiter Bürgermeister in Poppenricht. Kopf verriet auch, Böhm und er seien seit einer Schneeballschlacht im Winter 1979, bei der sie sich gegenseitig ordentlich eingeseift hätten, auch beste Kumpels.

Hintergrund:

Hermann Böhm gehört seit fast 30 Jahren der Jungen Union an, seit 1994 auch der CSU. Seit 1999 ist er Ortsverbandsvorsitzender. Seit er sich politisch einbringe, sei in Poppenricht viel umgesetzt worden – etwa Straßenbau, Feuerwehrhaus Traßlberg oder Computerraum in der Grundschule. Baugebiete wie Sinterbühl, An der Sonnenseite oder aktuell Auf der Höhe in Witzlhof seien ausgewiesen worden. Zu Letzerem betonte Böhm ausdrücklich, dass keine einzige Parzelle vorab „unter der Hand“ verschoben worden sei.

Nun steht laut Böhm die einfache Dorferneuerung an. Auf gutem Weg sei die Bebauung des Geländes der ehemaligen Drei Mohren durch einen privaten Investor mit Wohnungen, medizinischer Versorgung, Bäckerei und Café. Ein weiterer Privatmann will das Baugebiet Drei Mohren Ost entlang der Staatsstraße 2040, gegenüber der Katholischen Kirche, als Bauland erschließen. Auch ein Nahversorger kann sich dort ansiedeln. Böhm versprach, dass er die Bürger bei der Weiterentwicklung der Gemeinde einbeziehen will. Kinderbetreuung, Seniorenarbeit, Ehrenamt, Wohnen, Bildung und Gesundheit werde er zur Chefsache machen. Dazu gehöre auch eine Bürgersprechstunde im Rathaus.

Reine Formalität war, dass als weiterer Kandidat Konrad Scharl nominiert wurde - nur für den Fall, dass Böhm nicht mehr zur Verfügung stehen würde. Viel Erfolg wünschte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder, mit einer Videobotschaft von der CSU-Klausur auf Kloster Banz eingespielt. Eine kluge und zukunftsweisende Entscheidung der Poppenrichter CSU sei die Nominierung von Hermann Böhm, sagte Landrat Richard Reisinger - und fügte augenzwinkernd hinzu, er fürchte aber, dass damit zwar ein menschlicher Bürgermeister in Poppenricht gewählt werde, der dem Landrat aber auch vieles abfordern werde. Böhm kündigte an, mit vier großen Veranstaltungen, verteilt auf alle Orte, Wahlkampf zu machen. Hauptredner seien Finanzminister Albert Füracker, Landrat Richard Reisinger, Ambergs Oberbürgermeister Michael Cerny und Landtagsabgeordneter Harald Schwartz. Beauftragte für den Wahlvorschlag sind Andreas Kopf und Hubert Siegert.

Info:

Hermann Böhm

Der Kandidat ist 48 Jahre alt, verheiratet, hat zwei schulpflichtige Kinder, gehört seit Mai 1996 dem Gemeinderat an und wurde im Mai 2002 zum 2. Bürgermeister gewählt, außerdem war Böhm ab 2002 sechs Jahre auch Kreisrat. Als Zollbeamter ist Böhm beim Hauptzollamt in Nürnberg beschäftigt und für Außenprüfungen von Energie-, Strom- und Biersteuer zuständig.

Die Vorgeschichte

Poppenricht
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