Amberg
07.12.2018 - 17:13 Uhr

Mit 103 Jahren älter als der Freistaat

Frieda Ackermann wurde am 7. Dezember 1915 geboren. Seit sie auf der Welt ist, ging die Sonne 37 621 Mal auf und wieder unter. Die Jubilarin ist mit ihren 103 Jahren die zweitälteste Ambergerin. Mit dem OB hat sie eine Abmachung getroffen.

Zusammen mit ihrer Enkelin Monika Ackermann und Oberbürgermeister Michael Cerny (links) freut sich Jubilarin Frieda Ackermann über das Geschenk – eine Decke
von Ministerpräsident Markus Söder. Bild: Stephan Huber
Zusammen mit ihrer Enkelin Monika Ackermann und Oberbürgermeister Michael Cerny (links) freut sich Jubilarin Frieda Ackermann über das Geschenk – eine Decke von Ministerpräsident Markus Söder.

Weil Michael Cerny und Stadtpfarrer Thomas Helm zum Gratulieren vorbeikamen, war die 103-Jährige zuvor noch extra beim Friseur. Klar, an ihrem Ehrentag wollte sie richtig gut aussehen. Als ihr Enkelin Monika Ackermann sagte, die Gäste seien nur ihretwegen da, überzog ein Lächeln das Gesicht der alten Dame. "Oh, wie schön", sagte sie und klatschte in die Hände. Auch in diesem hohen Alter freut sich die zweitälteste Ambergerin noch sichtlich über die kleinen Dinge im Leben.

Nicht zum ersten Mal war OB Michael Cerny zum Gratulieren bei ihr. Seit dem 100. Jubeltag kommt er jedes Jahr zu Besuch. "Und Frau Ackermann, wie schaut es aus?, fragte er. "Nächstes Jahr, da greifen wir an, oder?" Die beiden haben eine Abmachung: Frieda Ackermann bricht den Rekord. Irgendwann möchte sie Ambergs älteste Bürgerin sein. Die älteste Bewohnerin im Bürgerspital ist sie jedenfalls schon mal.

Eine Auskunft über die Frage, wer die älteste Bürgerin Ambergs sei, durfte die Stadt am Freitag aus Datenschutzgründen nicht geben.

Wie auch schon im vergangenen Jahr hatte Michael Cerny ein Schreiben des Bayerischen Ministerpräsidenten für Frieda Ackermann dabei. "Das Schreiben ist gleichgeblieben, der Ministerpräsident hat sich aber verändert", stellte der OB fest.

Interessant am Rande: Frieda Ackermann ist älter als das Ministerpräsidentenamt und der Freistaat Bayern selbst. Bis sie und ihre Enkelin wieder einen ihrer Geburtstage gemeinsam feiern konnten, hat es lange gedauert. Nachdem die Amberger Zeitung einen Artikel zum 95. Geburtstag veröffentlicht hatte, wurde Monika Ackermann darauf aufmerksam, dass es sich bei der Jubilarin in der Zeitung um ihre Großmutter handelt, die sie seit Jahren nicht mehr gesehen hatte. Seitdem sind die beiden wieder vereint. Zum Schluss stießen die Gäste auf die Jubilarin mit einem Glas Sekt an. "Und Oma, schmeckt er dir?", fragte Monika Ackermann. Als Antwort bekam sie ein zufriedenes Ja.

Von Stadtpfarrer Thomas Helm bekam die Jubilarin ein Buch, Pralinen und einen Brief. Im Namen der Stadt übergab ihr OB Cerny einen Geschenkkorb mit Vitaminsäften. "Das soll dazu beitragen, dass wir uns nächstes Jahr wiedersehen."

 
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