12.10.2018 - 14:03 Uhr
AmbergOberpfalz

AfD keine Ausnahme

Landtagswahl in Bayern: In der Redaktion gilt auch diesmal der Grundsatz, "keine Wahlkampf-Berichterstattung mehr am Samstag". Auch die AfD ist hier keine Ausnahme.
von Jürgen Kandziora Kontakt Profil

Bedienen wir uns zunächst einiger Feststellungen der Bundeszentrale für politische Bildung: "Wahlkampf ist verdichtete politische Kommunikation: Eigentlich besteht vor der Wahl für die konkurrierenden Parteien die Gelegenheit, die Lage zu analysieren und ihre Pläne für die Zukunft zu präsentieren. In der Realität sehen sich die Wahlberechtigten immer professionelleren Werbekampagnen ausgesetzt, die konkrete Inhalte vermeiden und oft Probleme verschleiern."

So weit, so gut, so oft richtig. Unserem Haus ging es auch in diesem Wahlkampf um die wahrhaftige Unterrichtung der Öffentlichkeit. Da gehört es dazu, dass wir in der Zeitung und im Onetz auch über Auffassungen berichten, die wir selbst nicht teilen. Veröffentlicht wird, was die Redaktion als wichtig einstuft. Willkür? Nein. Seit Jahrzehnten basiert unsere Wahl-Berichterstattung auf Regeln. In diesen Leitlinien, die für alle Parteien und Kandidaten gelten, findet sich auch folgender Satz: "Der Samstag vor dem Wahltag ist von Wahlkampf-Berichterstattung freizuhalten."

Aus gutem Grund: Dem politischen Gegner wäre es ja nicht mehr möglich, auf veröffentlichte Aussagen entsprechend zu reagieren. Unser Regelwerk findet damit auch bei der AfD und für den Auftritt von Alice Weidel im ACC Anwendung. Also gibt es von dieser Veranstaltung ebenfalls keine inhaltliche Berichterstattung.

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