23.11.2018 - 15:31 Uhr
AmbergOberpfalz

"Wir sind Amberg" spendet 10.000 Euro

Es war ein friedliches, farbenfrohes und fröhliches Fest: Das Konzert unter dem Motto "Wir sind Amberg" für Respekt, Vielfalt und Demokratie auf dem Marktplatz. Jetzt verteilen die Organisatoren den Erlös.

von Andreas Brückmann (brü)Profil

Dieses Event war ziemlich einmalig für Amberg: Am 12. Oktober kamen Tausende auf dem Marktplatz zusammen, um beim "Wir sind Amberg"-Konzert mit acht Bands gemeinsam für ein tolerantes Miteinander einzustehen. Die Organisatoren Christian Klostermann und Dominik Schuller vom Blauen Haus und alle beteiligten Künstler und Helfer trafen sich jetzt noch einmal, um auf den Erfolg gemeinsam anzustoßen.

"Eigentlich ist es irre, innerhalb von drei Wochen so ein Konzert auf die Beine zu stellen", resümierte Schuller grinsend. "Was wir aber dort dann innerhalb von acht Stunden gemeinsam gemacht und geleistet haben, das verdient alle Anerkennung." Für ihn war es "ein toller, friedlicher Tag mit einer wunderschönen, familiären Stimmung. Und wenn dann noch ein Betrag von 12 000 Euro übrigbleibt, dann kann man einfach sagen: Es hat sich wirklich rentiert."

Klostermann und Schuller erklärten, dass zum einen die Amberger Tafel mit einer 5000-Euro-Spende unterstützt werde, da diese "für alle Bedürftigen in unserer Stadt da ist". Zum anderen erhielten die Jurawerkstätten in Amberg ebenfalls 5000 Euro. "Wir wollen einfach Menschen in unserer Stadt unterstützen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen." Die 2000 Euro, die derzeit noch übrig sind, sollen vorerst aufgehoben werden, um noch offene Kosten zu decken. "Sobald dann aber alles abgerechnet ist, sagen wir euch umgehend Bescheid, wer das restliche Geld noch bekommt", versprachen die beiden Gastronomen aus der Unteren Nabburger Straße. Wichtig war dabei für Klostermann zu betonen: "Wir wollen wirklich nichts daran verdienen, wir gehen komplett auf null. Dass aber so ein Betrag zusammenkam, hat nur funktioniert, weil alle kostenlos mitgearbeitet haben: Die Servicekräfte, die Techniker mit der kompletten Sound- und Lichtanlage und natürlich die Bands, die ohne Gage auftraten. Sonst wäre das wirtschaftlich nicht zu tragen gewesen." Klostermann dankte auch den Verantwortlichen im Rathaus, "die uns toll und unbürokratisch unterstützt haben".

"Meines Erachtens brauchen wir keine nebenherlaufende Parteiveranstaltung wie in diesem Jahr, um so ein Fest aufzuziehen. Wir sind Amberg, wir sind bunt, und wenn wir das gleiche im nächsten Jahr wieder auf die Beine stellen, dann haben wir dies genau allen gezeigt", zog Schuller ein Resümee und wurde noch konkreter. "Und ich hab da voll Bock drauf, dass wir das im nächsten Jahr dann wieder machen."Weitere Artikel und Bilder www.onetz.de/

Bericht über das Festival im Oktober

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