Es sind keine rosigen Zeiten im stationären Einzelhandel mit Bekleidung. Zuerst die Schließungswelle bei K&L Ruppert, von der die Amberger Filiale schließlich doch verschont blieb, dann am Freitag die Insolvenz des Modekonzerns Gerry Weber. Am Montag hat auch noch die Mode-Handelskette AWG (Allgemeine Warenvertriebsgesellschaft) Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt. Sie verfügt ebenfalls über eine Filiale in Amberg, und zwar im Fachmarktzentrum "An den Franzosenäckern" (Gewerbegebiet Ost).
Im "AWG Mode Center" dort sind nach Firmenangaben acht Mitarbeiter beschäftigt. Umgerechnet besetzen sie 5,5 Vollzeitstellen. Die knapp 1400 Quadratmeter großen Räume hat AWG seit Oktober 2001 angemietet. Der Aufkleber "Sale %" lockt dort Kunden in den Laden, und sie kommen weiterhin. Die Insolvenz im Schutzschirmverfahren hat keine spürbaren Auswirkungen auf den Betrieb. Bisher hätten die Kunden sie noch nicht auf die schlechte Nachricht angesprochen, sagen die Verkäuferinnen. Doch darüber hinaus möchten sie keine Auskünfte geben. Man sieht aber, dass es ihnen schwerfällt, die Zuversicht auszustrahlen, die der Firmenslogan "Alle werden glücklich" transportiert. Die Handelskette mit Hauptsitz in Baden-Württemberg hat rund 2900 Mitarbeiter und knapp 300 Filialen. Sie besteht seit fast 50 Jahren.













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