29.05.2018 - 14:47 Uhr
AmbergOberpfalz

Ambergs unsichtbare Blitzer

Zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein - das wollen natürlich auch die Verkehrsüberwacher. Jetzt kommen Geräte und eine Software zum Einsatz, die das ermöglichen.

Topo heißen die grauen Kästen, die seit einigen Tagen an manchen Verkehrsschildern hängen.

Topo heißen die kleinen grauen Kästen im Fachjargon, die an mehreren Laternenmasten und Verkehrsschildern in der Stadt hängen. Beispielsweise in der Äußeren Raigeringer Straße beim Altenheim oder in der Jahnstraße. Die Boxen können per Radar den fließenden Verkehr klassifizieren. Laut Maximilian Köckritz, Geschäftsführer des Zweckverbands Kommunale Verkehrssicherheit, registrieren die Geräte Zeitpunkt, Art des passierenden Fahrzeugs und Geschwindigkeit.

"An den ausgewählten Messstellen in nahezu allen Gemeinden im Verbandsgebiet führen wir aktuell entsprechende Messungen durch", erklärt Köckritz. "Momentan bedienen wir die Standorte in Amberg. Wir werden an mehr als 40 Stellen entsprechende Geräte nach und nach anbringen." Der Geschäftsstellenleiter des Zweckverbands geht davon aus, dass sich die Aktion in Amberg noch etwa sechs bis acht Wochen hinzieht, "nachdem wir zehn Geräte haben und diese zum Teil auch kurzfristig in anderen Gemeinden aufgrund akuter Beschwerden eingesetzt werden".

Ziel ist es, Raser zukünftig noch gezielter auszubremsen. Wenn die Daten ausgewertet sind, wissen die Verkehrsüberwacher sehr genau, auf welchen Straßen zu welcher Uhrzeit am schnellsten gefahren wird. Die Daten fließen später automatisiert in das Programm zur Erstellung der Dienstpläne ein. Die Verkehrsüberwacher wählen dann mit Unterstützung der Software die jeweils anzufahrende Messstelle aus. Köckritz ist überzeugt: "Dadurch kann eine noch zielgerichtetere Überwachung erreicht werden."

Info:

Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit

Der Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit Oberpfalz ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts. Sie wurde im November 2014 in Amberg gegründet. Das Verbandsgebiet erstreckt sich über die gesamte Oberpfalz. "Als interkommunale Behörde haben wir keine Gewinnerzielungsabsicht. Alle Verwarnungs- und Bußgelder leiten wir zu hundert Prozent an die Kommunen weiter", heißt es auf der Homepage. 2014 ging der Verband mit elf Gründungsgemeinden an den Start. Seither hat sich die Anzahl der Verbandsmitglieder deutlich erhöht. Sie liegt derzeit bei 49. Dabei sind unter anderem die Städte Amberg und Hirschau sowie die Gemeinden Königstein, Illschwang, Rieden und Gebenbach.

Topo heißen die grauen Kästen, die seit einigen Tagen an manchen Verkehrsschildern hängen.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.