26.05.2020 - 14:58 Uhr
AmbergOberpfalz

Ausbildungsverbund Pflege gründet sich

Krankenhäuser, Pflegeheime und ambulante Einrichtungen in Amberg und Amberg-Sulzbach schließen sich zusammen, um für Pflegefachschüler eine optimale Ausbildung anzubieten. Auch Kooperationspartner aus benachbarten Regionen treten bei.

Wenn es um die Ausbildung von Pflegeschülern geht, machen sie gemeinsame Sache (von limnks): Klaus Emmerich (Vorstand Kommunalunternehmen Krankenhäuser des Landkreises Amberg-Sulzbach), Landrat Richard Reisinger, Karin Meixner (Berufsfachschule für Pflege am Klinikum St. Marien), Christine Hecht (Geschäftsstelle Gesundheitsregion plus), Kerstin Wittmann (Pflegedirektorin Klinikum St. Marien), Oberbürgermeister Michael Cerny, Martina Schiener (Berufsfachschule für Pflege der Caritas in Sulzbach-Rosenberg) und Roland Domogala (Berufsfachschule für Pflege der ISE in Amberg). .
von Externer BeitragProfil

Insgesamt 35 Träger mit 52 Pflegeeinrichtungen und drei Krankenhäusern haben Anfang Mai den Kooperationsvertrag zur Pflegeausbildung unterzeichnet und sind damit dem Ausbildungsverbund Pflege AM/AS offiziell beigetreten. Gerne hätten Oberbürgermeister Michael Cerny und Landrat Richard Reisinger die Vertreter der Träger und Einrichtungen laut einer Pressemitteilung im Großen Rathaussaal der Stadt Amberg persönlich begrüßt und ihnen zur Gründung des Ausbildungsverbundes gratuliert. Aufgrund der strengen Coronaregeln sei dies jedoch nicht möglich gewesen.

Seit 1. Januar dieses Jahres

"Christine Hecht, Leiterin der Geschäftsstelle des Netzwerkes Gesundheitsregion plus, hat die Verbundmitglieder auf ihrem Weg zu einem gemeinsamen Kooperationsvertrag begleitet und bei der Unterzeichnung unsere Glückwünsche weitergegeben", werden Cerny und Reisinger in einer Presseerklärung zitiert. Zum 1. Januar dieses Jahres wurde bundesweit die sogenannte generalistische Ausbildung zum Pflegefachmann eingeführt. Eine Ausbildung in den Berufsgruppen Altenpflege, Gesundheits- und Krankenpflege sowie Kinder- und Krankenpflege wird es dann nicht mehr geben. Ab diesem Zeitpunkt löst das neue Pflegeberufegesetz das bisherige Altenpflege- sowie das Krankenpflegegesetz ab.

In Amberg und Amberg-Sulzbach werden im September die ersten Auszubildenden zur Pflegefachkraft ihre dreijährige Ausbildung beginnen. Durch die strukturelle Veränderung erhalten sie das Privileg, während der Ausbildung nicht nur in den Bereichen der Kranken-, Alten- und Kinderkrankenpflege und in Einrichtungen der psychiatrischen Versorgung, sondern auch in Institutionen wie dem Hospiz und in der Beratung Erfahrungen zu sammeln. Für die Schulen und Träger bedeutet diese Neuerung einen verstärkten Koordinations- und Organisationsaufwand. Deshalb treffen sich die Pflegefachschulen und Krankenhäuser in der Stadt und im Landkreis bereits seit Beginn des Jahres 2019, um die neue Ausbildung gemeinsam zu organisieren. In dem Vertrag sind die Zusammenarbeit sowie die Rechte und Pflichten der praktischen und schulischen Träger geregelt. Neben Vertretern der ambulanten und stationären Pflege waren auch Pflegefachschulen und Kliniken an der Vertragserstellung beteiligt. "Es macht mich stolz, dass wir es in der Region geschafft haben, gemeinsam einen Konsens zu erzielen und so die Grundlage für eine gemeinsame Umsetzung zu legen", betont Christine Hecht. Bis Ende Mai melden die Einrichtungen des Verbundes die Ausbildungskapazitäten an die Geschäftsstelle des Netzwerks Gesundheitsregion plus.

14 Mitglieder im Beirat

Im Juni treffen sich die vier Pflegefachschulen des Ausbildungsverbundes, um die Praxiseinsätze zu planen. Für die Aufnahme neuer Kooperationspartner und die Wahrnehmung gemeinsamer Interessen wird ein Verbundbeirat gebildet. Dessen noch zu wählende 14 Mitglieder treffen sich im Herbst.

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