15.11.2019 - 17:40 Uhr
AmbergOberpfalz

Auszeichnung für zwei "Weiße Engel"

Nur zehn Mal pro Jahr und Regierungsbezirk wird der "Weiße Engel" als Auszeichnung für ehrenamtliches Engagement im Pflegebereich von der Regierung verliehen. Dieses Mal dürfen sich auch zwei Landkreisbewohner darüber freuen.

Bei der Verleihung des "Weißen Engel" im Landesamt für Pflege hat Gesundheitsministerin, Melanie Huml (Mitte), die Auszeichnung für außergewöhnliche Verdienste auch an zwei Landkreisbewohner vergeben: Rosa Niebler aus Rieden (Zweite von rechts) und Karl Manglberger aus Schmidmühlen (Dritter von links). Gemeinsam mit ihnen freuten sich (v.l.n.r.) Ambergs Bürgermeister Martin Preuß, Schmidmühlens Bürgermeister Peter Braun, Regierungspräsident Axel Bartelt, MdL Harald Schwartz und stellvertretender Landrat des Landkreises Amberg-Sulzbach Hans Kummert.
von Kathrin Moch Kontakt Profil

"Wir zeichnen heute Menschen aus, die Dinge sehen und zupacken", sagte die bayerische Gesundheits- und Pflegeministerin, Melanie Huml (CSU), in ihrer Ansprache bei der Verleihung des "Weißen Engel" im Landesamt für Pflege in Amberg. Mit dem Titel möchte das Ministerium außerordentliches ehrenamtliches Engagement in den Bereichen Pflege und Gesundheit sichtbar machen. Oft sind es gerade die Menschen, die sich bescheiden im Hintergrund halten, die Großes leisten, sagte Staatsministerin Huml. Dazu gehören auch Rosa Niebler aus Rieden und Karl Manglberger aus Schmidmühlen, die Urkunde und Anstecknadel entgegen nehmen durften.

Rosa Niebler engagiert sich seit mehr als zehn Jahren bei der Selbsthilfegruppe für Angehörige psychisch kranker Menschen in Schwandorf. Gemeinsam mit Waltraud Ettl aus Neunburg vorm Wald, die ebenfalls ausgezeichnet wurde, will Niebler in der Selbsthilfegruppe ein Ansprechpartner sein, Mut machen und Möglichkeiten aufzeigen, wie man mit einem erkrankten Familienmitglied umgeht. Staatsministerin Huml bezeichnete die beiden Frauen als "leuchtendes Beispiel, wenn es um die Pflege psychisch Erkrankter geht".

Karl Manglberger ist einer von zwei Männern, die heuer mit dem "Weißen Engel" ausgezeichnet wurden. Über sieben Jahre hat er seine, an amyotrophe Lateralsklerose (ALS), erkrankte Frau gepflegt. Unaufhörlich schreiten bei der unheilbaren Nervenkrankheit Lähmungserscheinungen voran. Schnell verlor Manglbergers Frau ihre Stimme und saß im Rollstuhl. 2017 musste er seine Frau in eine Wohngemeinschaft geben. Trotzdem besucht er sie fünf Tage in der Woche, an den beiden anderen Tagen kommen die Töchter.

Obwohl nur Einzelpersonen ausgezeichnet wurden, sprach Staatsministerin Huml auch den Angehörigen der Ehrenamtlichen ihren Dank aus: "Viele müssen helfen, damit das Engagement auch so funktioniert. Herzlichen Dank dafür."

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