Update 01.07.2018 - 18:23 Uhr
AmbergOberpfalz

Bärtig bei Propheten

Wilhelm Preuß fährt zur „offenen Europameisterschaft der Bärte“ nach Israel – er nutzt die Gelegenheit und bereist das Land.

Gruppenbild in der Hafenstadt Haifa.
von Wolfgang RuppertProfil

(pwpt) Bärte sind zur Zeit absolut in Mode. Doch Bart ist nicht gleich Bart. "Was boomt, das sind kurze Bärte, die meist in Verbindung mit Barbershops stehen", weiß Wilhem Preuß, der Präsident des Ostbayerischen Bart- und Schnauzerclubs. Zusammen mit 27 anderen Schnauzer-, Voll- und Zwirbelbart-Trägern ist er bis nach Tel Aviv in Israel gereist, um dort die "Offene Europameisterschaft der Bärte" auszurichten - und daran teilzunehmen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Von 14 angetretenen Bart-Wettkämpfern belegten acht einen ersten, zwei einen zweiten, drei einen dritten und einer einen vierten Platz.

Doch der Wettbewerb war nicht der einzige Grund für Wilhelm Preuß' Israel-Reise. "Wir haben Bauten besucht, die unter König Herodes errichtet wurden", erzählte der Rauschebart-Träger. Zusammen mit seiner Frau bereiste er nach dem Wettbewerb das Land. Er erinnert sich: "Es ist beeindruckend, in welchem Reichtum man damals schon schwelgte. Man kann sich dort wirklich 2000 Jahre zurück in die Vergangenheit versetzen", schwärmte er. Als besonders ergreifend hat das Paar den Besuch einer Kirche, in der gesungen wurde, empfunden. "Wenn man auf solch geschichtsträchtigen Pfaden wandelt, dann ist das schon sehr beeindruckend."

Die Reise wollte das Paar eigentlich schon immer machen. Durch die Europameisterschaft habe sich dann die Gelegenheit ergeben. "Als an uns herangetragen wurde, ob wir den Wettbewerb dort ausrichten wollen, waren wir von der Idee sofort angetan", erzählt der Bartclub-Präsident. Ein Freund aus Berlin, der ursprünglich aus Israel stammt, habe bei Preuß' Verein nachgefragt, ob er die Organisation übernehmen würde. Ursprünglich sollte ein Berliner Bartclub die Meisterschaft in Tel Aviv ausrichten. Dieser hätte sich allerdings wegen "Sicherheitsbedenken" dagegen entschieden.

Preuß war bereits im April das erste Mal in Israel, um Vorbereitungen für den Wettkampf zu treffen. Das israelische Tourismus-Ministerium war von der Idee begeistert und unterstützte die Ostbayerischen Bart-Träger bei der Durchführung.

Bilder der Israel-Reise

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.