10.09.2018 - 14:51 Uhr
AmbergOberpfalz

Beliebte Luftnummern

Viele Luftnacht-Besucher waren überrascht: Das Einwohnermeldeamt hatte unter dem Motto „Damit Sie in die Luft gehen können. Reisepässe, Personalausweise und mehr" bis 23 Uhr seine Behördentüren offen. 21 Amberger nutzen die Möglichkeit.

21 Besucher der Luftnacht nutzten die Möglichkeit, beim Einwohnermeldeamt etwas zu erledigen.
von Stephanie Wilcke Kontakt Profil

"Viele sind gekommen, weil sie es einfach nicht glauben konnten, was im Programm-Flyer zur Luftnacht stand", freut sich der Amtsleiter Martin Schafbauer auch noch einen Tag nach der Veranstaltung. "Vom Handel kennt man Öffnungszeiten bis spät in die Nacht, beim öffentlichen Dienst nicht unbedingt", sagt er mit einem Schmunzeln. Andere kamen, weil sie nicht arbeiten mussten, und daher solche Behördengänge erledigen konnten.

21 "Vorfälle", wie es im Amtsdeutsch heißt, sind von den fünf Mitarbeitern, die freiwillig Dienst taten, aufgenommen worden. Das waren Leute, die sich ihren Personalausweis oder Reisepass abholten und ein Führungszeugnis geben ließen. Wiederum andere wollten wissen, welche Unterlagen man für die Erstellung eines Reisepasses braucht. "Für die hatten wir Checklisten bereit." Auch die Zeiten, in denen kein Amberger vorbeischaute, seien gut genutzt worden. "Wir haben jede Menge Briefwahl-Unterlagen für den Herbst vorzubereiten."

Weil übrigens an Wochenenden das Gerät zum Warte-Nummern-Ziehen nicht funktioniert, hatten sich Schafbauer und sein Team kurzerhand - getreu dem Motto der Luftnacht - eine Alternative überlegt: Die Kunden konnten sich eine Luftnummer ziehen, indem sie gelbe, mit Helium gefüllte Ballons von der Decke herunterzogen. "Anfangs hat das gut geklappt", erzählt Schafbauer. "Am Ende um 23 Uhr war allerdings nur noch einer übrig." Die anderen Ballons hatten die Kunden einfach mitgenommen.

Ob seine Abteilung auch bei der nächsten Auflage der Luftnacht wieder mitmacht, lässt Schafbauer offen. "Das muss ich erst mit meinem Team besprechen. Die Rückmeldung der Kunden war auf jeden Fall genauso positiv wie die meiner Mitarbeiter."

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