23.01.2020 - 17:46 Uhr
AmbergOberpfalz

Bühne frei für das Kindertheaterfestival in Amberg

Kreativ, bunt und witzig: So sind die Stücke, die beim Kindertheaterfestival (KIT) im Jugendzentrum Klärwerk gezeigt werden. Los geht's am Sonntag, 15. März, mit dem Stück des Vorjahressiegers.

Auf ein Neues: Im großen Saal des Jugendzentrums Klärwerk geht im März die 16. Auflage des Kindertheaterfestivals über die Bühne, das Programm stellten (von links) Oberbürgermeister Michael Cerny, Kulturamtsleiter Reiner Volkert, Stadtwerke-Geschäftsführer Stephan Prechtl, Kulturamtsmitarbeiterin Katja Körtge und Kulturreferent Fabian Kern vor.
von Kristina Sandig Kontakt Profil

KIT, das Kindertheaterfestival in Amberg, findet heuer zum 16. Mal statt. Diejenigen, die damals bei der Premiere des Formats die Stücke gesehen haben, stecken heute vielleicht schon mitten im Studium, sagte Oberbürgermeister Michael Cerny. Für ihn ist KIT ein wichtiger Bestandteil des Amberger Kulturprogramms: Kindertheater hilft Kindern, die eigene Kreativität zu stärken. "Die Kinder tauchen in die Geschichte ein und leben das Stück mit", so Cerny.

Seit Anfang an sind die Stadtwerke als Sponsor dabei. Wie deren Geschäftsführer Stephan Prechtl erklärte, unterstütze man KIT alljährlich mit 5000 Euro. "Somit haben wir bisher 80 000 Euro in diese Kulturserie gesteckt", sagte Prechtl. Er lobte das hohe Niveau und das hochwertige Programm von KIT. "Es ist wichtig, Kinder ganz früh an das Theater heranzuführen." Kulturreferent Fabian Kern schwärmte bei der Programmvorstellung von den "leuchtenden Augen, mit denen Kinder Theater erleben". Er sicherte zu, KIT auf jeden Fall weiterzuführen und "dieses Format auszubauen". Ihm sei das Kinder- und Jugendtheater ein großes Anliegen. In Amberg sieht er diesbezüglich einen enormen Bedarf. Kern sprach von einem "wesentlichen Faktor für die kulturelle Bildung". Kinder seien diejenigen, für die man Kultur in 20, 30 Jahren machen werde.

Zum Kindertheaterfestival gehört auch eine Kinderjury. Diese besteht aus Kindergarten- und Schulkindern. Gemeinsam mit Elisabeth Kraus, Leiterin des Handpuppentheaters im Kulturstadel, begutachtet die Jury die einzelnen Stücke und kürt dann den Sieger. Kulturamts-Mitarbeiterin Katja Körtge bezeichnete die Kinderjury als Alleinstellungsmerkmal. Der Sieger wird zum Auftakt von KIT im nächsten Jahr eingeladen und bekommt dann den begehrten Preis, eine Glasfigur nach einem Entwurf des Künstlers Otmar Alt und hergestellt vom Amberger Glasbläser Xaver Hofmeister.

Zum KIT bietet Dorothe Pfeiffer einen Workshop in ihrer Werkstatt für Kinder an. In Anlehnung an das Stück „Wenn ich groß bin, werde ich Seehund“ können Interessierte am Samstag, 21. März, von 10.30 bis 12.30 Uhr Meerjungfrauen und andere Unterwasserwesen basteln.

Laut Kulturamtsleiter Reiner Volkert gibt es in der KIT-Woche täglich drei Vorstellungen. Die Aufführungen am Vormittag (reserviert für Kindergärten und Schulen) beginnen um 9 und 11 Uhr, die öffentliche um 16 Uhr. Karten (fünf Euro pro Kind und sechs Euro für erwachsene Begleitpersonen) gibt es ab Dienstag, 11. Februar, bei der Tourist-Info (09621/10-1233; E-Mail: tourismus[at]amberg[dot]de). Die Tickets für die Kindergärten und Grundschulen sind ab Dienstag, 4. Februar, erhältlich.

Info:

Die Stücke

Zum Auftakt des Kindertheaterfestivals wird wie immer das Siegerstück des Vorjahres gezeigt. Für „Der furiose Küchenzirkus“ bekommt das Familientheater Coq au Vin (Berlin) am Sonntag, 15. März, den Preis verliehen. Das Stück für Kinder ab vier Jahren handelt von zwei Clowns, die einen Kuchen zubereiten.

Am Montag, 16. März, gastiert das Figurentheater Vagabündel aus Freiburg mit „Das vierte Ei“ für Kinder ab vier Jahren in Amberg. Es handelt von einem Spatzennest, das mit drei Eiern eigentlich voll ist. Dann kommt mit dem vierten Ei noch ein Nachzügler hinzu. Dessen Geschichte lassen die beiden Figuren mit einem großen Papierwürfel entstehen.

Ein klassisches Schauspiel zeigt das Theater La Senty Menti (Frankfurt) mit „Weissnich“ (ab fünf Jahren) am Dienstag, 17. März. Im Mittelpunkt steht Weissnich, der aus seiner Geschichte gefallen ist. Ein Mädchen hilft ihm dabei, wieder hinein zu finden. Aber ob das gelingt? Für Kinder ab drei Jahren geeignet ist „Das Krokodil aus dem Koffer“, aufgeführt vom Kindertheater im Fraunhofer (München) am Mittwoch, 18. März. Das Krokodil verhält sich nicht so, wie es sich verhalten sollte. Es ist nicht grimmig und liebt es, mit den Schmetterlingen zu spielen. Die spannende Frage ist, ob es so bleiben darf oder sich ändern muss.

„Wenn ich groß bin, werde ich Seehund“, heißt die Geschichte, die das Theater Kunstdünger aus Valley in Nordrhein-Westfalen am Donnerstag, 19. März, für Kinder ab vier Jahren aufführt. Eine Mutter erzählt ihrem Kind Geschichten vom Meer, unter anderem von Seehunden, die an Land gehen, ihr Fell abstreifen und Menschen werden.

Den Abschluss bildet am Freitag, 20. März, das Figurentheater Die roten Finger aus Hannover mit viel Musik: Gezeigt wird für Kinder ab vier Jahren das Stück „Die Abenteuer der Musikpiraten“. Deren Wunderwaffe ist die Musik. Als sie auf einer Insel gefangen genommen werden, wartet auf den kleinen Locke, der ebenfalls Musikpirat werden will, eine große Aufgabe.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.