29.10.2019 - 08:52 Uhr
AmbergOberpfalz

Dachstuhl der Martinskirche in Amberg auch in Tschechien eine Attraktion

Der ehemalige Berufsschullehrer Karl Müller wurde als Spezialist für den einzigartigen Dachstuhl der Amberger Martinskirche zu einer Expertentagung in die tschechische Grenzstadt Cheb geladen. Das internationale Publikum war begeistert.

Karl Müller aus Amberg referiert im tschechischen Cheb über den Dachstuhl der St.-Martins-Basilika.
von Theresia KasparProfil

Forscher aus Universitäten und Denkmalämtern, Architekten und Historiker aus insgesamt sechs Ländern folgten begeistert Müllers Ausführungen. Mit im Gepäck hatte er einen Teil eines Modells des Dachstuhls der Basilika St. Martin. Das Besondere an deren Konstruktion sind die Balken, die mit einer Spannweite von 28 Metern beeindrucken. Nicht einmal der Münchner Liebfrauendom kommt hier heran.

Schwerpunkte der Konferenz waren die grenzüberschreitende Zusammenarbeit, ein Erfahrungsaustausch zur Gestaltung von Besichtigungen und die Herstellung von Modellen der mittelalterlichen Konstruktionen. Hierbei konnte Müller besonders mit seinem Anschauungsstück als Vorbild dienen. Das fünf Meter lange 1:15-Modell steht auf der Empore der Basilika in Amberg. Es wurde von Zimmermeister Josef Hauers aus 1537 Einzelteilen gefertigt. Anhand eines mitgebrachten Teiles dieses Nachbaus erklärte Müller anschaulich, wie die gesamte Konstruktion verbunden ist.

"Sie waren wirklich baff, dass wir nicht nur Führungen machen, sondern auch ein originalgetreues Modell vorweisen können", erklärt Müller. Der Austausch soll weiter ausgebaut werden. Delegationen von Experten für historische Zimmerer-Kunst aus dem In- und Ausland haben sich bereits zur Besichtigung des Amberger Dachstuhls angekündigt.

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