10.12.2018 - 13:45 Uhr
AmbergOberpfalz

DGB verabschiedet seinen Außenminister

Im März geht Helmut Fiedler, Abteilungsleiter für grenzüberschreitende Beziehungen des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) Bayern und damit "Bayerns DGB-Außenminister", in Rente: Der DGB-Stadtverband verabschiedete sich jetzt schon von ihm.

DGB-Stadtverbands-Vorsitzender Bernhard Wallner wünschte „Bayerns DGB-Außenminister“ Helmut Fiedler (Fünfter und Sechster von rechts) schon jetzt alles Gute zu dessen Renteneintritt in vier Monaten. Dem schlossen sich auch die Vorstandsmitglieder Margarete Seegerer (Verdi), Jürgen Wenzlik (GdP), Maria Argentieri (Verdi), Kurt Kopf (GdP), Judith Uhlmann (IGM), DGB-Regionalsekretär Peter Hofmann, Werner Fick (IGM) und Jürgen Karow (IG Bau) an.
von Hubert SöllnerProfil

Bei einem OTV-Interview im Jahr 1996 habe er als neu gewählter DGB-Ortskartellvorsitzender Helmut Fiedler kennengelernt, berichtete Bernhard Wallner. Fiedler sei seit 1993 beim DGB angestellt gewesen, habe dann als Vorsitzender des neu geschaffenen DGB-Kreises Oberpfalz-Nord "immer engagiert unsere ehrenamtliche Arbeit betreut". Mit einer Amberger Brotzeit und einer CD vom damaligen Fernseh-Interview wünschte er "Bayerns DGB-Außenminister" alles Gute für sein künftiges Rentnerdasein.

Die ehrenamtliche Arbeit war immer unsere Stärke", betonte Helmut Fiedler. Deshalb sei es ihm um die Zukunft der Gewerkschaften nicht bange. Engagiert ging er auf die Europawahlen ein: Panikmache, wie von rechter Seite betrieben, halte er weder für angebracht noch helfe sie weiter. Abschottung oder ein "Zurück in die Vergangenheit" seien aber auf keinen Fall eine Lösung, "denn um uns herum bleibt weder die Welt noch die Zeit stehen". Bildung und berufliche Weiterbildung seien notwendig. "Leider aber gehört Bayern zu den wenigen Bundesländern, in denen es kein Berufsbildungsgesetz mit Freistellungsanspruch gibt." Gebraucht würden eine Überarbeitung und Innovation - und kein Abbau des Sozialstaats. Abschottung und neuer Nationalismus seien der falsche Weg, "denn gerade Deutschland als führendes Exportland lebt vom Welthandel". Die Teilnahme an der Europawahl sei wichtig, betonte Fiedler: "Wir brauchen Europa mehr denn je. Kein Europa ist keine Lösung ". Europas Gründungsversprechen seien Frieden, Wohlstand, sozialer Fortschritt und gemeinsamer Kampf gegen Armut, daran erinnerte Fiedler.

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